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Klima·vor 2 Std.

Deutschland bereitet sich auf 40-Grad-Hitzewelle vor: Juni-Temperaturrekord in Gefahr, Hitzekuppel erreicht Deutschland aus Frankreich

Wetterdienste warnen: Im Westen und Südwesten Deutschlands könnte das Quecksilber am Freitag auf 40°C steigen – der Juni-Rekord von 39,6°C aus dem Jahr 2019 ist in Gefahr.

Deutschland steht eine extreme Hitzewelle bevor, die die Temperaturen nahe oder über die 40-Grad-Marke treiben wird, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag mit. Ein anhaltendes Hochdruckgebiet, das von Meteorologen als Hitzekuppel beschrieben wird, zieht sehr heiße Luft aus Frankreich über das Land und hält sie tagelang fest. Die höchsten Temperaturen werden zunächst im Westen und Südwesten erwartet, für das Rheingebiet gilt bereits eine offizielle Unwetterwarnung vor extremer Hitze. Bis zum Wochenende verlagert sich die Hitze ostwärts und könnte auch Berlin 40°C bescheren.

Vor allem im Westen und Südwesten könnte es passieren, dass diese Marke geknackt wird.

Deutscher Wetterdienst (DWD)
Vorhersage des Temperaturverlaufs (22.–27. Juni 2026)
  1. Süden: 30–37°C, Norden: 23–30°C; lokal schwere Gewitter im Süden möglich.
  2. Norden: 24–30°C, Südwesten bis 37°C; Unwetterwarnung vor extremer Hitze entlang des Rheins.
  3. Norden: 27–34°C, übriges Land 32–39°C; Hitzekuppel beginnt sich über Deutschland aufzubauen.
  4. Westen und Südwesten: 35–40°C; Hitzekuppel vollständig etabliert; Gewitterrisiko im Süden.
  5. Westen/Südwesten: 40°C möglich, Juni-Rekord in Gefahr; einige Modelle zeigen 42°C.
  6. Hitze verlagert sich nach Osten; Berlin könnte 40°C erreichen; Abkühlung nicht vor Anfang nächster Woche.

Möglicher Juni-Rekord

Der aktuelle Juni-Temperaturrekord von 39,6°C wurde am 30. Juni 2019 in Bernburg (Sachsen-Anhalt) gemessen. Modellberechnungen des DWD deuten darauf hin, dass die Werte am Freitag bei etwa 40°C liegen könnten; einige Berechnungen prognostizieren sogar 42°C am Wochenende. Sollten diese Werte erreicht werden, wäre ein neuer Juni-Höchstwert aufgestellt. Der gesamtdeutsche Rekord liegt weiterhin bei 41,2°C, gemessen am 25. Juli 2019 in Tönisvorst und Duisburg-Baerl, weniger als vier Wochen nach dem Juni-Rekord.

Die Hitzekuppel

Meteorologen führen die drückenden Bedingungen auf eine Hitzekuppel zurück, ein Wetterphänomen, bei dem heiße Luft unter einer gewaltigen Hochdruckglocke gefangen ist und nicht entweichen kann. Die Kuppel befindet sich derzeit über Frankreich und wird sich ab Wochenmitte nach Deutschland ausbreiten. Sie bringt nicht nur sengende Sonne, sondern auch feuchte, labile Luftmassen mit sich, die heftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen auslösen können – vor allem im Süden und Südosten.

Städtischer Stress und Gesundheitswarnungen

Die erwarteten Temperaturen liegen rund 15 Grad über der saisonalen Norm, so Meteorologe Jan Schenk. Großstädte wie Köln und Berlin sind besonders anfällig, weil Asphalt, Beton und dichte Bebauung die Hitze speichern. Der DWD warnt vor extremer Hitzebelastung, besonders für ältere Menschen, Kinder und Personen mit Kreislaufproblemen. Mehrtägige Hitze ist gefährlich, weil Innenräume nachts kaum auskühlen und die Belastung so zunimmt.

Waldbrandgefahrenindex nach Region (Donnerstag, 25. Juni) · DWD-Gefahrenstufe (1–5)
Süddeutschland
4 DWD-Gefahrenstufe (1–5)
Teile Brandenburgs
5 DWD-Gefahrenstufe (1–5)

Waldbrandgefahr steigt

Der Waldbrandgefahrenindex des DWD wird voraussichtlich deutlich ansteigen. Bis Donnerstag erreichen weite Teile des Südens die Stufe 4 (hohe Gefahr), für Teile Brandenburgs wird Stufe 5 (sehr hohe Gefahr) prognostiziert. Heiße, trockene Winde und ausgedörrte Vegetation schaffen Bedingungen, unter denen Brände sich schnell ausbreiten und schwerer kontrollierbar werden können.

Gewitter zu Beginn der Woche und Aussichten auf Abkühlung

Obwohl der Haupthöhepunkt der Hitze noch Tage entfernt ist, bringen Montag und Dienstag bereits Temperaturen von 30–37°C im Süden und 23–30°C im Norden, begleitet von lokalen Gewittern mit Unwetterpotenzial. Eine spürbare Abkühlung könnte erst Anfang nächster Woche eintreten; einige Vorhersagen deuten auf eine Entspannung um Dienstag, den 30. Juni, hin.

Berlin · Köln · Bernburg

6 Quellen

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