Wahlen · Berlin und Schwerin

AfD gewinnt Mecklenburg-Vorpommern, Die Linke siegt in Berlin – CDU stürzt auf 5,5 % ab

Hochrechnungen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sehen AfD und Die Linke auf Platz eins – Kanzler Friedrich Merz gerät unter Druck, da die CDU an Zustimmung verliert.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von NewsIT, in.gr, Ειδήσεις und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Berlin, Schwerin · Deutschland

Hochrechnungen in Mecklenburg-Vorpommern

Erste von der ARD um 18:00 Uhr veröffentlichte Hochrechnungen sahen die Alternative für Deutschland (AfD) in Mecklenburg-Vorpommern mit 37 Prozent der Stimmen auf Platz eins – ein Plus von 20,3 Punkten im Vergleich zur vorherigen Wahl. Der Spitzenkandidat der Partei, Leif-Erik Holm, konnte den Stimmenanteil im Vergleich zu früheren Wahlen mehr als verdoppeln. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), die von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig angeführt wird, landete mit 35,5 Prozent auf dem zweiten Platz – ein Rückgang um 4,1 Punkte. Die Christlich Demokratische Union (CDU) verlor 7,8 Punkte und fiel auf 5,5 Prozent, womit sie nahe der Fünf-Prozent-Hürde liegt, die für den Einzug in den Landtag erforderlich ist, und ihr schlechtestes Landesergebnis seit der deutschen Wiedervereinigung erzielte. Die Linke sicherte sich 7,5 Prozent, die Grünen kamen auf 5,5 Prozent und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erhielt 5 Prozent. Die Wahl fand vor dem Hintergrund regionaler Energieumstellungen an der Ostseeküste statt – weg vom russischen Nord-Stream-Gas hin zu Flüssigerdgas und erneuerbaren Energien.

Hochrechnung Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern%
AfD
37 %
SPD
35.5 %
Die Linke
7.5 %
CDU
5.5 %
Grüne
5.5 %
BSW
5 %

Daten aus dem Artikeltext

Linke führt bei Berliner Abgeordnetenhauswahl

In Berlin wurde Die Linke mit 24,5 Prozent der Stimmen stärkste Kraft – ein Plus von 12,3 Punkten im Vergleich zur vorherigen Abgeordnetenhauswahl. Die CDU mit Spitzenkandidat Stefan Evers verlor 8,2 Punkte und landete mit 20 Prozent auf Platz zwei. Die AfD wurde mit 16 Prozent Dritter, die Grünen erhielten 15 Prozent, die SPD verlor 6,4 Punkte und kam auf 12 Prozent, und das BSW erreichte 5 Prozent. Die Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp konzentrierte ihren Wahlkampf stark auf Wohnkosten und bezahlbare Mieten in der Hauptstadt. Die Landeswahlleitungen meldeten, dass mindestens ein Drittel der Wahlberechtigten bereits vor Sonntag per Briefwahl abgestimmt hatte; die Gesamtwahlbeteiligung lag während der Öffnungszeiten über dem üblichen Durchschnitt.

Hochrechnung Abgeordnetenhauswahl Berlin%
Die Linke
24.5 %
CDU
20 %
AfD
16 %
Grüne
15 %
SPD
12 %
BSW
5 %

Daten aus dem Artikeltext

Führungskrise im Konrad-Adenauer-Haus

Die doppelte Wahlniederlage verstärkte den Druck auf Kanzler Friedrich Merz, der seine geplante Reise nach New York zur Generalversammlung der Vereinten Nationen absagte, wo er eine Rede halten sollte. Parteifunktionäre versammelten sich am Abend nach den Wahlschlüssen zu einer außerordentlichen Sitzung in der CDU-Bundesgeschäftsstelle, dem Konrad-Adenauer-Haus in Berlin. Merz wollte sich am Sonntagabend vor den Sitzungen des Bundesvorstands am Montag und der Fraktionssitzungen am Dienstag einem informellen Vertrauensvotum der Parteiführung stellen. Regionale Vertreter äußerten offene Unzufriedenheit, darunter der stellvertretende CDU-Landesvorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern, Tino Söhmann, der Merz zum Rücktritt aufforderte. Clara von Nathusius, Schatzmeisterin der Jungen Union, erklärte, die Partei stehe vor einer schweren Glaubwürdigkeitskrise. Zwei Wochen zuvor hatte Merz nach einer Niederlage in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 einen Rücktritt abgelehnt.

„Ein Rücktritt kommt für mich nicht in Frage.“

Friedrich Merz, Bundeskanzler und CDU-Vorsitzender

Koalitionsstabilität und Nachfolgedebatte

Die Landtagswahlergebnisse folgten auf sinkende bundesweite Umfragewerte für Merz, dessen persönliche Zustimmung unter 20 Prozent fiel, während seine vorgeschlagenen Sozialreformen auf parlamentarischen Widerstand stießen. Eine bundesweite YouGov-Umfrage sah das Bündnis aus CDU und CSU bei 18 Prozent – der niedrigste monatliche Wert, den das Institut je gemessen hat – hinter der AfD mit 29 Prozent, den Grünen mit 16 Prozent, der SPD mit 13 Prozent, der Linken mit 10 Prozent, der FDP mit 5 Prozent und dem BSW mit 4 Prozent. Bereits Anfang der Woche hatten acht CDU-Ministerpräsidenten einen gemeinsamen Brief veröffentlicht, der den Kanzler unterstützte, allerdings ohne Merz namentlich zu erwähnen. Als mögliche Kandidaten für die Bundestagswahl 2029 werden innerhalb der Partei unter anderem der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst, der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt gehandelt. Die Politikwissenschaftlerin Julia Reuschenbach von der Universität Hamburg analysierte die Lage der Regierungspartei.

„Die Lage der CDU ist gerade sehr ernst, aber ich erwarte keinen Kanzlerwechsel. Die Regierung wird in hohem Tempo Reformen umsetzen, um aus dem Umfragetief herauszukommen. Und dann werden wir sehen.“

Julia Reuschenbach
Bundestagswahl-Sonntagsfrage%
AfD
29 %
CDU/CSU
18 %
Grüne
16 %
SPD
13 %
Die Linke
10 %
FDP
5 %
BSW
4 %

Daten aus dem Artikeltext

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