Wahlen · Berlin und Schwerin
AfD gewinnt Mecklenburg-Vorpommern, Die Linke siegt in Berlin – CDU stürzt auf 5,5 % ab
Hochrechnungen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sehen AfD und Die Linke auf Platz eins – Kanzler Friedrich Merz gerät unter Druck, da die CDU an Zustimmung verliert.
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Kurz gefasst
ARD-Hochrechnungen sehen die AfD in Mecklenburg-Vorpommern mit 37 % vorn, vor der SPD mit 35,5 % und der CDU mit 5,5 % am 20. September 2026.
Die Linke erreichte mit Spitzenkandidatin Elif Eralp in Berlin mit 24,5 % den ersten Platz und verdrängte die CDU mit 20 % auf Platz zwei.
Bundeskanzler Friedrich Merz berief kurzfristig Krisensitzungen der Parteiführung in Berlin ein und sagte seine Reise zur UN-Generalversammlung in New York ab.
Eine YouGov-Bundestagsumfrage sieht das konservative Bündnis bei 18 %, hinter der AfD mit 29 %, vor der Bundestagswahl 2029.
Hochrechnungen in Mecklenburg-Vorpommern
Erste von der ARD um 18:00 Uhr veröffentlichte Hochrechnungen sahen die Alternative für Deutschland (AfD) in Mecklenburg-Vorpommern mit 37 Prozent der Stimmen auf Platz eins – ein Plus von 20,3 Punkten im Vergleich zur vorherigen Wahl. Der Spitzenkandidat der Partei, Leif-Erik Holm, konnte den Stimmenanteil im Vergleich zu früheren Wahlen mehr als verdoppeln. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), die von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig angeführt wird, landete mit 35,5 Prozent auf dem zweiten Platz – ein Rückgang um 4,1 Punkte. Die Christlich Demokratische Union (CDU) verlor 7,8 Punkte und fiel auf 5,5 Prozent, womit sie nahe der Fünf-Prozent-Hürde liegt, die für den Einzug in den Landtag erforderlich ist, und ihr schlechtestes Landesergebnis seit der deutschen Wiedervereinigung erzielte. Die Linke sicherte sich 7,5 Prozent, die Grünen kamen auf 5,5 Prozent und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erhielt 5 Prozent. Die Wahl fand vor dem Hintergrund regionaler Energieumstellungen an der Ostseeküste statt – weg vom russischen Nord-Stream-Gas hin zu Flüssigerdgas und erneuerbaren Energien.
- AfD
- 37 %
- SPD
- 35.5 %
- Die Linke
- 7.5 %
- CDU
- 5.5 %
- Grüne
- 5.5 %
- BSW
- 5 %
Daten aus dem Artikeltext
Linke führt bei Berliner Abgeordnetenhauswahl
In Berlin wurde Die Linke mit 24,5 Prozent der Stimmen stärkste Kraft – ein Plus von 12,3 Punkten im Vergleich zur vorherigen Abgeordnetenhauswahl. Die CDU mit Spitzenkandidat Stefan Evers verlor 8,2 Punkte und landete mit 20 Prozent auf Platz zwei. Die AfD wurde mit 16 Prozent Dritter, die Grünen erhielten 15 Prozent, die SPD verlor 6,4 Punkte und kam auf 12 Prozent, und das BSW erreichte 5 Prozent. Die Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp konzentrierte ihren Wahlkampf stark auf Wohnkosten und bezahlbare Mieten in der Hauptstadt. Die Landeswahlleitungen meldeten, dass mindestens ein Drittel der Wahlberechtigten bereits vor Sonntag per Briefwahl abgestimmt hatte; die Gesamtwahlbeteiligung lag während der Öffnungszeiten über dem üblichen Durchschnitt.
- Die Linke
- 24.5 %
- CDU
- 20 %
- AfD
- 16 %
- Grüne
- 15 %
- SPD
- 12 %
- BSW
- 5 %
Daten aus dem Artikeltext
Führungskrise im Konrad-Adenauer-Haus
Die doppelte Wahlniederlage verstärkte den Druck auf Kanzler Friedrich Merz, der seine geplante Reise nach New York zur Generalversammlung der Vereinten Nationen absagte, wo er eine Rede halten sollte. Parteifunktionäre versammelten sich am Abend nach den Wahlschlüssen zu einer außerordentlichen Sitzung in der CDU-Bundesgeschäftsstelle, dem Konrad-Adenauer-Haus in Berlin. Merz wollte sich am Sonntagabend vor den Sitzungen des Bundesvorstands am Montag und der Fraktionssitzungen am Dienstag einem informellen Vertrauensvotum der Parteiführung stellen. Regionale Vertreter äußerten offene Unzufriedenheit, darunter der stellvertretende CDU-Landesvorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern, Tino Söhmann, der Merz zum Rücktritt aufforderte. Clara von Nathusius, Schatzmeisterin der Jungen Union, erklärte, die Partei stehe vor einer schweren Glaubwürdigkeitskrise. Zwei Wochen zuvor hatte Merz nach einer Niederlage in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 einen Rücktritt abgelehnt.
„Ein Rücktritt kommt für mich nicht in Frage.“
Koalitionsstabilität und Nachfolgedebatte
Die Landtagswahlergebnisse folgten auf sinkende bundesweite Umfragewerte für Merz, dessen persönliche Zustimmung unter 20 Prozent fiel, während seine vorgeschlagenen Sozialreformen auf parlamentarischen Widerstand stießen. Eine bundesweite YouGov-Umfrage sah das Bündnis aus CDU und CSU bei 18 Prozent – der niedrigste monatliche Wert, den das Institut je gemessen hat – hinter der AfD mit 29 Prozent, den Grünen mit 16 Prozent, der SPD mit 13 Prozent, der Linken mit 10 Prozent, der FDP mit 5 Prozent und dem BSW mit 4 Prozent. Bereits Anfang der Woche hatten acht CDU-Ministerpräsidenten einen gemeinsamen Brief veröffentlicht, der den Kanzler unterstützte, allerdings ohne Merz namentlich zu erwähnen. Als mögliche Kandidaten für die Bundestagswahl 2029 werden innerhalb der Partei unter anderem der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst, der bayerische Ministerpräsident Markus Söder und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt gehandelt. Die Politikwissenschaftlerin Julia Reuschenbach von der Universität Hamburg analysierte die Lage der Regierungspartei.
„Die Lage der CDU ist gerade sehr ernst, aber ich erwarte keinen Kanzlerwechsel. Die Regierung wird in hohem Tempo Reformen umsetzen, um aus dem Umfragetief herauszukommen. Und dann werden wir sehen.“
- AfD
- 29 %
- CDU/CSU
- 18 %
- Grüne
- 16 %
- SPD
- 13 %
- Die Linke
- 10 %
- FDP
- 5 %
- BSW
- 4 %
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- NewsITΓερμανία: Πρώτη η AfD στο Μεκλεμβούργο, "γκρεμίζεται" στο 5,5% η CDU - Η Αριστερά προηγείται στο Βερολίνο
- in.grΓερμανία: Τεράστια νίκη για την AfD στο Μεκλεμβούργο-Δυτική Πομερανία, μόλις 5,5% οι Χριστιανοδημοκράτες
- Ειδήσεις - νέα - Το Βήμα OnlineΓερμανία - Εκλογές: Δύο γυναίκες, δύο κάλπες, ένας εφιάλτης: Ποιοι "κρατούν" το μέλλον του Μερτς
- Deutsche WelleΔιπλές κάλπες: Νέα δοκιμασία για τη γερμανική δημοκρατία
- Friedrich Merz
- Bundeskanzler und CDU-Vorsitzender
- Elif Eralp
- Spitzenkandidatin der Linken in Berlin
- Manuela Schwesig
- Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und SPD-Politikerin
- Leif-Erik Holm
- AfD-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern
- Stefan Evers
- CDU-Spitzenkandidat in Berlin
- Markus Söder
- Bayerischer Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender
- Hendrik Wüst
- Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen
- Alexander Dobrindt
- Bundesinnenminister und CSU-Politiker
- Orte
- Berlin, Deutschland
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