Sachsen-Anhalts Städte bauen öffentliche Trinkbrunnen als Klimaanpassungsmaßnahme aus
Städte in Sachsen-Anhalt bauen öffentliche Trinkbrunnen als Klimaanpassungsmaßnahme aus. Magdeburg stieg innerhalb von drei Jahren von null auf fünf Brunnen, mehrere kleinere Städte haben ihre ersten Brunnen aufgestellt.
Magdeburg führt den Ausbau an
Vor drei Jahren gab es in Magdeburg noch keine öffentlichen Trinkbrunnen; heute betreibt die Stadt fünf, zwei weitere sind geplant. Die bestehenden Brunnen befinden sich am Breiten Weg in der Nähe der Leiterstraße, an der Ernst-Reuter-Allee, der Großen Steinernetischstraße, dem Schellheimerplatz und der Elbuferpromenade nahe dem Fahnenmonument. Einwohner können bis zum 24. August über eine Online-Umfrage neue Standorte vorschlagen. Die Städtischen Werke Magdeburg bauen, warten und reinigen die Brunnen, die von März bis Oktober in Betrieb sind. Das Gesundheits- und Veterinäramt überwacht die Wasserqualität.
Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) sagte, die Stadt wolle die Einwohner regelmäßig in die Priorisierung der nächsten Standorte einbeziehen.
Beim Ausbau des öffentlichen Netzes von Trinkwasserspendern möchten wir die Magdeburger regelmäßig in die Priorisierung der nächsten Standorte einbeziehen.
- Magdeburg
- 5 Trinkbrunnen
- Halle
- 3 Trinkbrunnen
- Zeitz
- 2 Trinkbrunnen
- Dessau-Roßlau
- 1 Trinkbrunnen
- Haldensleben
- 1 Trinkbrunnen
Halle und Dessau-Roßlau
Halle hat drei öffentliche Trinkbrunnen auf dem Marktplatz, am Steintor und auf der Peißnitzinsel, die seit 2022 schrittweise als Teil der städtischen Klimaanpassungs- und Lebensqualitätsmaßnahmen installiert wurden. Die saisonal betriebenen Brunnen werden von den Stadtwerken Halle betrieben.
Dessau-Roßlau hat seit 2022 einen Brunnen am Platz der Deutschen Einheit, ebenfalls unter Beteiligung der Stadtwerke. Die Stadt möchte weitere Brunnen aufstellen, kann dies aber aufgrund der Haushaltskonsolidierung nicht. Ein Sprecher sagte, dass bis mindestens 2028 keine eigenen Mittel für diese freiwillige Aufgabe bereitgestellt werden könnten und eine Umsetzung nur mit sehr hohen Fördersätzen oder Spenden möglich wäre.
Leider können wir bis mindestens 2028 keine eigenen Mittel für diese freiwillige Aufgabe bereitstellen.
Kleinere Städte ziehen nach
Zeitz im Burgenlandkreis hat zwei Trinkbrunnen: einen seit 2024 am Roßmarkt und einen seit 2025 im Ortsteil Geußnitz. Stadtsprecher Lars Werner sagte, die Brunnen seien von den Partnern Stadtwerke Zeitz und Wasserversorgungsgesellschaft Midewa gebaut worden, die auch Wartung und Reinigung übernehmen. Weitere Brunnen sind geplant. Die Zeitzer Brunnen sind von April bis Oktober in Betrieb.
Haldensleben im Landkreis Börde hat seit Oktober 2024 einen Brunnen am Postplatz, gebaut vom Bauamt und gewartet vom Stadthof-Team. Weitere Brunnen sind nicht geplant. Bürgermeister Bernhard Hieber (SPD) betonte die Bedeutung von zugänglichem Trinkwasser für gefährdete Gruppen.
Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel und nimmt einen bedeutenden Platz ein. Es sollte daher allen Menschen zugänglich sein, insbesondere unseren älteren Mitbürgern und Kindern, und dies vor dem Hintergrund des Klimawandels mit immer heißeren Sommern.
- Halle beginnt mit der Installation von Brunnen; Dessau-Roßlau eröffnet einen am Platz der Deutschen Einheit
- Zeitz eröffnet Brunnen am Roßmarkt; Haldensleben eröffnet Brunnen am Postplatz im Oktober
- Zeitz eröffnet zweiten Brunnen im Ortsteil Geußnitz
- Magdeburg betreibt fünf Brunnen, zwei weitere geplant; Online-Umfrage läuft bis 24. August
Harzstädte wählen anderen Ansatz
Wernigerode und Quedlinburg, beliebte Touristenziele im Harz, haben keine öffentlichen Trinkbrunnen. Wernigerode beteiligt sich stattdessen an der Refill-Initiative, die es ermöglicht, an ausgewählten Stationen kostenlos Leitungswasser in Flaschen abzufüllen, darunter die Bürgerinformation am Nicolaiplatz.


