Deutsche Polizei eröffnet Feuer in Ismaning und Braunschweig, nachdem Autofahrer Beamte rammen
Polizeibeamte in Bayern und Niedersachsen haben am Donnerstag ihre Dienstwaffen eingesetzt, nachdem Autofahrer bei getrennten Verkehrskontrollen mit ihren Fahrzeugen auf sie zufuhren und zwei Beamte verletzten.
Eskalation nahe München
Die Polizei in Bayern eröffnete am Donnerstagnachmittag, dem 20. August 2026, das Feuer, nachdem eine Verkehrskontrolle nahe München eskalierte. Gegen 16:00 Uhr beobachteten Streifenbeamte an einer Tankstelle in Ismaning einen rücksichtslos fahrenden Autofahrer, der eine Passantin gefährdete. Als die Beamten eine Verkehrskontrolle durchführen wollten, gab der Fahrer Gas und löste eine Verfolgungsjagd durch die örtlichen Straßen aus. Die Beamten stellten das Auto schließlich, doch der Fahrer verriegelte die Türen von innen und ignorierte mehrfache Aufforderungen auszusteigen. Während ein Beamter zum Streifenwagen zurückkehrte, um einen Nothammer zu holen, beschleunigte der Autofahrer direkt auf den zweiten Beamten zu, der vor dem Fahrzeug stand, und rammte ihn.
Großfahndung und Festnahme in Ismaning
Der Zusammenstoß veranlasste die Beamten, ihre Dienstwaffen einzusetzen, bevor der Fahrer davonraste. Rettungssanitäter brachten den verletzten Beamten in ein Krankenhaus; die Polizei bestätigte, dass bei den Schüssen niemand getroffen wurde. Die Ermittler leiteten eine Untersuchung der genauen Umstände des Schusswaffengebrauchs ein.
Welcher der beiden Beamten geschossen hat, ist Gegenstand der Ermittlungen.
Der 58-jährige Autofahrer ließ das Auto kurz darauf zurück und setzte seine Flucht zu Fuß durch die Nachbarschaft fort. Eine groß angelegte Suchaktion mobilisierte über 80 Polizeibeamte, unterstützt von einem Polizeihubschrauber, Suchhunden und Überwachungsdrohnen.
- Beamte bemerken einen rücksichtslosen Fahrer nahe einer Tankstelle in Ismaning und leiten eine Verfolgungsjagd ein
- Die Polizei stoppt das Auto, der Fahrer verriegelt die Türen und rammt einen in der Nähe stehenden Beamten
- Beamte feuern Dienstwaffen ab, als der Verdächtige zunächst mit dem Auto und dann zu Fuß flieht
- Über 80 Beamte, ein Hubschrauber, Drohnen und Polizeihunde durchkämmen das Gebiet
- Die Polizei nimmt den 58-jährigen Tatverdächtigen nach einem Hinweis von Anwohnern in einem Wohnhausgarten fest
Die Großfahndung endete, nachdem Anwohner die Behörden auf eine Person aufmerksam machten, die sich in einem privaten Wohnhausgarten versteckt hielt. Die Beamten nahmen den 58-jährigen Tatverdächtigen am Tatort fest und stellten fest, dass er der Polizei bereits bekannt war und sich in einem außergewöhnlichen psychischen Ausnahmezustand befand.
Zweiter Schusswaffeneinsatz in Braunschweig
In einem unabhängigen Vorfall am selben Nachmittag eskalierte eine Verkehrskontrolle in der norddeutschen Stadt Braunschweig (Niedersachsen) zu einem Schusswaffengebrauch. Zwei Beamte versuchten, ein Auto anzuhalten, nachdem sie festgestellt hatten, dass der gesetzliche Versicherungsschutz abgelaufen war. Der Autofahrer weigerte sich zu kooperieren, trotz wiederholter Aufforderungen, woraufhin die Beamten mit einem Schlagstock auf die Fahrerscheibe einschlugen, um eine direkte Kommunikation herzustellen. Der Fahrer reagierte, indem er auf einen Beamten zubeschleunigte, der vor dem Fahrzeug stand. Obwohl das Auto kurz anhielt und die Beamten mehrfach mündliche Warnungen vor dem Einsatz der Schusswaffe aussprachen, beschleunigte der Autofahrer ein zweites Mal. Die Beamten feuerten zwei Schüsse auf das Fahrzeug ab, bevor weitere Einsatzkräfte den Fahrer auf einem nahegelegenen Parkplatz stellten, wobei ein weiterer Polizeibeamter verletzt wurde.
Parallele Ermittlungen
Bei beiden Vorfällen setzten Autofahrer ihre Fahrzeuge innerhalb weniger Stunden gegen Beamte bei routinemäßigen Verkehrskontrollen ein, wobei zwei Polizeibeamte verletzt wurden. Die Behörden in Bayern und Niedersachsen bestätigten, dass die beiden Ereignisse unabhängig voneinander stattfanden und keinen operativen Zusammenhang aufwiesen. In beiden Zuständigkeitsbereichen nahm die Polizei die Tatverdächtigen fest und sicherte die jeweiligen Tatorte für die Spurensicherung. Offizielle Ermittlungen in München und Braunschweig laufen, um die rechtliche Rechtfertigung für den Einsatz der Dienstwaffen zu prüfen und Anklage gegen beide Fahrer vorzubereiten.


