Organspende in westdeutschen Bundesländern gestiegen, Saarland führt pro Kopf
Drei westdeutsche Bundesländer meldeten von Januar bis Mai 2026 einen Anstieg der Organspenden, wobei das Saarland trotz gleichbleibender Spenderzahl die höchste Pro-Kopf-Rate aufwies.
Spenderzahlen in Hessen und Rheinland-Pfalz steigen leicht
Hessen verzeichnete in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 30 Organspender, vier mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie aus Daten der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) hervorgeht, die anlässlich des Tags der Organspende an diesem Samstag veröffentlicht wurden. Rheinland-Pfalz registrierte 19 Spender, ein Plus von drei. Die Statistik erfasst nur verstorbene Spender, von denen in einem Krankenhaus des jeweiligen Bundeslandes mindestens ein Organ entnommen und anschließend in Deutschland oder im Ausland transplantiert wurde.
Saarland hält Spenderzahl konstant, entnommene Organe steigen deutlich
Die Zahl der Spender im Saarland blieb mit sieben unverändert und entspricht exakt dem Wert von Januar bis Mai 2025. Die Zahl der entnommenen Organe stieg jedoch sprunghaft an: 26 Organe wurden gespendet, zehn mehr als im Vorjahreszeitraum. Dies deutet darauf hin, dass jeder Spender im Saarland im Durchschnitt mehr transplantierbare Organe zur Verfügung stellte als im Vorjahr.
Gesamtzahl der Organe in den drei Ländern gestiegen
In den drei Bundesländern zusammen ist die Zahl der gespendeten Organe insgesamt gestiegen. In Hessen wurden 95 Organe gespendet, ein Plus von 27. Rheinland-Pfalz erreichte 67 Organe, ein Anstieg um 18. Die 26 Organe des Saarlandes bedeuten einen Zuwachs von 10. Die DSO berichtete, dass die Organspenden bundesweit in den ersten fünf Monaten des Jahres im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025 um etwa zwölf Prozent gestiegen sind.
- Hessen 2025
- 26 donors
- Hessen 2026
- 30 donors
- Rheinland-Pfalz 2025
- 16 donors
- Rheinland-Pfalz 2026
- 19 donors
- Saarland 2025
- 7 donors
- Saarland 2026
- 7 donors
Pro-Kopf-Vergleiche zeigen regionale Unterschiede
Das Saarland führt die drei Länder mit 16,8 Spendern pro Million Einwohner an, deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 13,1. Hessen liegt bei 11,6 Spendern pro Million, Rheinland-Pfalz bei 11,1. Die Zahlen verdeutlichen, wie kleinere Bundesländer selbst mit bescheidenen absoluten Zahlen überdurchschnittliche Pro-Kopf-Raten erzielen können.
Tag der Organspende als Hintergrund der Veröffentlichung
Die DSO veröffentlichte die Zahlen anlässlich des Tags der Organspende, der an diesem Samstag begangen wird. Die jährliche Veranstaltung soll das Bewusstsein für die Organspende in Deutschland schärfen, wo die Spenderquote historisch hinter der einiger europäischer Nachbarn zurückliegt. Die Daten der Stiftung umfassen nur postmortale Spenden, die über Krankenhäuser in jedem Bundesland abgewickelt werden; die Organe werden bundesweit und in einigen Fällen an Empfänger im Ausland verteilt.


