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Heutiger Brief

Nepals Gletscherkollaps geht auf Erwärmung zurück

Fed strafft den Kurs, Polen macht Waffen bereit, Schweden rückt nach links und Nepal zählt Klimaschäden

Die wichtigsten Geschichten des Tages neigten sich harten Zwängen zu: Geld wurde teurer, Grenzen wurden nervöser, und Koalitionen wurden schmaler. Das Muster ist kein Kollaps; es ist Regieren mit weniger Spielraum.

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  • Schiffskollision im Südchinesischen Meer

    Die philippinische Küstenwache meldet, dass das chinesische Schiff 21585 die BRP Datu Magat Salamat nahe dem Xianbin-Riff rammte. Peking behauptet, Manila habe Warnungen ignoriert.

  • Russland beschlagnahmt westliche Vermögenswerte

    Überträgt Vermögenswerte von Leroy Merlin an ein russisches Unternehmen und weitet die staatlich angeordnete Beschlagnahmung westlicher Bestände aus.

Im Rampenlicht

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Welt · Aktualisiert vor 2 Std.

Der Krieg in der Ukraine und seine Grenzen

Der neue russische Angriff am 18. September und Tusks parlamentarische Warnung vor hybriden Angriffen erhöhen den Grenzdruck, aber es liegt keine Eskalation über die bestehenden Muster hinaus vor.

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© Wirtschafts Woche
Wirtschaft·vor 59 m

Deutsche Autoländer fordern EU-Zollausweitung auf chinesische Hybride und Revision des Verbrennerverbots 2035

Die Ministerpräsidenten Bayerns, Baden-Württembergs und Niedersachsens haben ein gemeinsames Papier nach Berlin und Brüssel geschickt, in dem sie eine Ausweitung der Zölle auf chinesische Hybride, niedrigere Energiesteuern und eine Überarbeitung der EU-Flottenregeln fordern.

Überparteiliches Bündnis warnt vor irreversiblen Schäden für die Industrie

Die Spitzen der drei größten deutschen Automobilbundesländer haben ein gemeinsames Positionspapier an die Europäische Union und die deutsche Bundesregierung gesandt, in dem sie koordinierte Unterstützung für Autohersteller und Zulieferer fordern. Markus Söder aus Bayern (CSU), Cem Özdemir aus Baden-Württemberg (Grüne) und Olaf Lies aus Niedersachsen (SPD) bezeichnen die Branche als wirtschaftliche Grundlage Deutschlands und Europas. Das Dokument stellt fest, dass allein im Jahr 2025 52.000 Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie verloren gingen. Söder wies darauf hin, dass der Sektor in Bayern einen Jahresumsatz von 180 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die drei Ministerpräsidenten warnten, dass der Branche ohne wettbewerbsfähige Binnenmarktbedingungen, wirksame Schutzinstrumente und fairen Handel nach den Regeln der Welthandelsorganisation langfristige Schäden drohen.

Handelsschutz und europäische Batterieallianzen

Das Positionspapier fordert die Europäische Kommission auf, die Antisubventionsuntersuchungen und Ausgleichszölle auf chinesische Fahrzeuge auf Plug-in-Hybridmodelle auszuweiten, die ohne die für Batterie-Elektroautos geltenden Abgaben in europäische Märkte gelangen. Die Ministerpräsidenten befürworten zudem moderate Lokalinhaltanforderungen nach einem Made-with-Europe-Ansatz, der Mitglieder des Europäischen Wirtschaftsraums und Freihandelspartner umfasst. Nach einem Treffen mit dem Volkswagen-Betriebsrat in Wolfsburg schlug Bundesfinanzminister Lars Klingbeil vor, dass chinesische Hersteller verpflichtet werden könnten, Joint Ventures mit europäischen Partnern einzugehen, um Fahrzeuge in der EU zu verkaufen. Um die Abhängigkeit von asiatischen Batterielieferketten zu verringern, forderten die Ministerpräsidenten eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit nach dem Vorbild des Luftfahrtkonsortiums Airbus und argumentierten, dass das EU-Battery-Booster-Programm allein nicht ausreiche.

Insgesamt müssen wir uns viel mehr auf Innovation und Hightech konzentrieren, denn dort liegen der künftige Wohlstand und die Arbeitsplätze.

— Markus Söder

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Vorgeschlagene Revisionen der EU-Emissions- und Verbrennermotorziele

Die Länderchefs riefen Brüssel auf, seinen klimapolitischen Regulierungsrahmen für den Verkehr zu überarbeiten, und schlugen insbesondere einen Ausstieg aus dem geplanten europäischen Verbrennerverbot von 2035 vor. Sie forderten, das EU-CO2-Flottenreduktionsziel ohne Nebenauflagen auf 90 % zu senken, zusammen mit einem früheren Zeitplan für die CO2-Überprüfung bei Lastkraftwagen. Nach ihrem Vorschlag sollen Fahrzeuge, die vollständig mit erneuerbaren Kraftstoffen betrieben werden, als Nullemissionsfahrzeuge gelten, während die Verwendung von grünem Stahl und synthetischen Kraftstoffen auf die Erfüllung der Herstellerziele angerechnet werden soll. Söder forderte Technologieoffenheit und ein Ende starrer Verbote und erklärte, dass Hightech-Verbrennungsmotoren neben der Elektrifizierung weiterhin eine Rolle spielten.

Fahrplan der Automobilpolitik und anstehende Handelsentscheidungen
  1. 17. Sept. 2026Ministerpräsidenten reichen gemeinsames Positionspapier ein, das EU- und Bundesentlastungen für die Autoindustrie fordert
  2. 2026-10EU-Führung und Kommission sollen über zusätzliche Maßnahmen gegen asiatische Importe beraten
  3. 2035Zieljahr für das EU-Verbrennerverbot, das die Ministerpräsidenten überarbeiten wollen

Energiekosten und Maßnahmen für den Binnenmarkt

Im Inland forderten die drei Ministerpräsidenten die deutsche Bundesregierung auf, die Industriestrompreise zu senken, die Netzentgelte zu reduzieren und die Stromsteuer zu kürzen, um die Betriebskosten zu stabilisieren. Lies betonte, dass eine Senkung der Fahrzeugladekosten durch Steuererleichterungen notwendig sei, um die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen in allen Verbrauchersegmenten aufrechtzuerhalten. Das gemeinsame Papier schlägt außerdem vor, die staatlichen Kaufprämien auf gebrauchte Elektrofahrzeuge auszuweiten, Regulierungsrahmen für autonomes Fahren zu entwickeln und die europäischen Beihilfevorschriften zu lockern, um Technologieinvestitionen in etablierten Automobilstandorten zu ermöglichen.

Der Ladepreis muss durch eine niedrige Stromsteuer auf ein Minimum reduziert werden.

— Olaf Lies
München · Stuttgart · Hannover · Berlin · Brüssel
Markus SöderCem ÖzdemirOlaf LiesLars Klingbeil
BrusselsFrankfurt

6 Quellen

  • Angeschlagene Industrie: Bündnis der Autoländer - drei Ministerpräsidenten schicken Hilferuf an EU und Bundesregierung
    DIE WELT·vor 2 Std.
  • "Motor für Wohlstand": Söder, Özdemir und Lies kämpfen fürs Auto
    Bayerischer Rundfunk·vor 17 Std.
  • Autoindustrie in Europa: Autoländer drängen auf schnelle Hilfe aus Berlin und Brüssel
    ZEIT ONLINE·vor 20 Std.
  • Söder, Özdemir und Lies: Autoländer verlangen mehr Unterstützung von Bund und EU
    Spiegel Online·vor 21 Std.
  • E-Auto-Kaufprämie: Was die Autoländer von Bund und EU fordern
    Wirtschafts Woche·vor 22 Std.
  • Olaf Lies, Cem Özdemir, Markus Söder : Länder warnen vor "irreversiblen Schäden" in der Autobranche
    Frankfurter Allgemeine·vor 22 Std.

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