Wirtschaft · München, Stuttgart und Hannover
Deutsche Autoländer fordern EU-Zollausweitung auf chinesische Hybride und Revision des Verbrennerverbots 2035
Die Ministerpräsidenten Bayerns, Baden-Württembergs und Niedersachsens haben ein gemeinsames Papier nach Berlin und Brüssel geschickt, in dem sie eine Ausweitung der Zölle auf chinesische Hybride, niedrigere Energiesteuern und eine Überarbeitung der EU-Flottenregeln fordern.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von DIE WELT, Bayerischer Rundfunk, ZEIT ONLINE und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die Ministerpräsidenten Markus Söder, Cem Özdemir und Olaf Lies haben ein gemeinsames Dokument nach Berlin und Brüssel geschickt, in dem sie auf 52.000 verlorene Arbeitsplätze in der Autoindustrie im Jahr 2025 hinweisen.
Die drei Länderchefs baten die EU-Kommission, die Antisubventionszölle auf chinesische Plug-in-Hybride auszuweiten und Made-with-Europe-Lokalinhaltsregeln einzuführen.
Die Ministerpräsidenten forderten die EU auf, das Verbrennerverbot von 2035 zu überarbeiten, das CO2-Flottenziel auf 90 % zu senken und erneuerbare Kraftstoffe als Nullemissionsstatus anzuerkennen.
Der Vorschlag fordert niedrigere Netzentgelte, Stromsteuersenkungen für das Laden und den Ausbau von Kaufanreizen auf gebrauchte Elektrofahrzeuge.
- 17.09.Ministerpräsidenten reichen gemeinsames Positionspapier ein, das EU- und Bundesentlastungen für die Autoindustrie fordert
- Oktober 2026EU-Führung und Kommission sollen über zusätzliche Maßnahmen gegen asiatische Importe beraten
- 2035Zieljahr für das EU-Verbrennerverbot, das die Ministerpräsidenten überarbeiten wollen
Überparteiliches Bündnis warnt vor irreversiblen Schäden für die Industrie
Die Spitzen der drei größten deutschen Automobilbundesländer haben ein gemeinsames Positionspapier an die Europäische Union und die deutsche Bundesregierung gesandt, in dem sie koordinierte Unterstützung für Autohersteller und Zulieferer fordern. Markus Söder aus Bayern (CSU), Cem Özdemir aus Baden-Württemberg (Grüne) und Olaf Lies aus Niedersachsen (SPD) bezeichnen die Branche als wirtschaftliche Grundlage Deutschlands und Europas. Das Dokument stellt fest, dass allein im Jahr 2025 52.000 Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie verloren gingen. Söder wies darauf hin, dass der Sektor in Bayern einen Jahresumsatz von 180 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die drei Ministerpräsidenten warnten, dass der Branche ohne wettbewerbsfähige Binnenmarktbedingungen, wirksame Schutzinstrumente und fairen Handel nach den Regeln der Welthandelsorganisation langfristige Schäden drohen.
Handelsschutz und europäische Batterieallianzen
Das Positionspapier fordert die Europäische Kommission auf, die Antisubventionsuntersuchungen und Ausgleichszölle auf chinesische Fahrzeuge auf Plug-in-Hybridmodelle auszuweiten, die ohne die für Batterie-Elektroautos geltenden Abgaben in europäische Märkte gelangen. Die Ministerpräsidenten befürworten zudem moderate Lokalinhaltanforderungen nach einem Made-with-Europe-Ansatz, der Mitglieder des Europäischen Wirtschaftsraums und Freihandelspartner umfasst. Nach einem Treffen mit dem Volkswagen-Betriebsrat in Wolfsburg schlug Bundesfinanzminister Lars Klingbeil vor, dass chinesische Hersteller verpflichtet werden könnten, Joint Ventures mit europäischen Partnern einzugehen, um Fahrzeuge in der EU zu verkaufen. Um die Abhängigkeit von asiatischen Batterielieferketten zu verringern, forderten die Ministerpräsidenten eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit nach dem Vorbild des Luftfahrtkonsortiums Airbus und argumentierten, dass das EU-Battery-Booster-Programm allein nicht ausreiche.
„Insgesamt müssen wir uns viel mehr auf Innovation und Hightech konzentrieren, denn dort liegen der künftige Wohlstand und die Arbeitsplätze.“
Vorgeschlagene Revisionen der EU-Emissions- und Verbrennermotorziele
Die Länderchefs riefen Brüssel auf, seinen klimapolitischen Regulierungsrahmen für den Verkehr zu überarbeiten, und schlugen insbesondere einen Ausstieg aus dem geplanten europäischen Verbrennerverbot von 2035 vor. Sie forderten, das EU-CO2-Flottenreduktionsziel ohne Nebenauflagen auf 90 % zu senken, zusammen mit einem früheren Zeitplan für die CO2-Überprüfung bei Lastkraftwagen. Nach ihrem Vorschlag sollen Fahrzeuge, die vollständig mit erneuerbaren Kraftstoffen betrieben werden, als Nullemissionsfahrzeuge gelten, während die Verwendung von grünem Stahl und synthetischen Kraftstoffen auf die Erfüllung der Herstellerziele angerechnet werden soll. Söder forderte Technologieoffenheit und ein Ende starrer Verbote und erklärte, dass Hightech-Verbrennungsmotoren neben der Elektrifizierung weiterhin eine Rolle spielten.
Energiekosten und Maßnahmen für den Binnenmarkt
Im Inland forderten die drei Ministerpräsidenten die deutsche Bundesregierung auf, die Industriestrompreise zu senken, die Netzentgelte zu reduzieren und die Stromsteuer zu kürzen, um die Betriebskosten zu stabilisieren. Lies betonte, dass eine Senkung der Fahrzeugladekosten durch Steuererleichterungen notwendig sei, um die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen in allen Verbrauchersegmenten aufrechtzuerhalten. Das gemeinsame Papier schlägt außerdem vor, die staatlichen Kaufprämien auf gebrauchte Elektrofahrzeuge auszuweiten, Regulierungsrahmen für autonomes Fahren zu entwickeln und die europäischen Beihilfevorschriften zu lockern, um Technologieinvestitionen in etablierten Automobilstandorten zu ermöglichen.
„Der Ladepreis muss durch eine niedrige Stromsteuer auf ein Minimum reduziert werden.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- DIE WELTAngeschlagene Industrie: Bündnis der Autoländer - drei Ministerpräsidenten schicken Hilferuf an EU und Bundesregierung
- Bayerischer Rundfunk"Motor für Wohlstand": Söder, Özdemir und Lies kämpfen fürs Auto
- ZEIT ONLINEAutoindustrie in Europa: Autoländer drängen auf schnelle Hilfe aus Berlin und Brüssel
- Spiegel OnlineSöder, Özdemir und Lies: Autoländer verlangen mehr Unterstützung von Bund und EU
- Markus Söder
- Ministerpräsident von Bayern (CSU)
- Cem Özdemir
- Ministerpräsident von Baden-Württemberg (Bündnis 90/Die Grünen)
- Olaf Lies
- Ministerpräsident von Niedersachsen (SPD)
- Lars Klingbeil
- Bundesfinanzminister (SPD)
- Orte
- Brüssel
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