
Derkach gewinnt Dreisprung-Gold, Italien erreicht sechs Medaillen bei den Leichtathletik-Europameisterschaften
Dariya Derkach holte Italiens drittes Gold bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham mit einer persönlichen Bestleistung von 14,60 m im Dreisprung der Frauen und erhöhte Italiens Medaillenspiegel auf sechs.
Derkach führt vom ersten Sprung an zu Gold
Dariya Derkach holte Gold im Dreisprung der Frauen bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham, indem sie das Finale von ihrem ersten Versuch an im Alexander Stadium dominierte. Die 33-jährige Italienerin eröffnete mit 14,53 m und übernahm sofort die Führung, die sie nie mehr abgab, wobei sie ihre Gegnerinnen während des gesamten Wettkampfs auf Distanz hielt. Sie hatte den Sieg im Grunde schon mit diesem ersten Sprung gesichert, bevor sie im vierten Versuch mit 14,60 m die entscheidende Marke setzte. Diese Marke war auch ihre persönliche Bestleistung. Die Konstanz ihrer Serie erregte besondere Aufmerksamkeit: Sie führte vom allerersten gemessenen Sprung an und baute ihren Vorsprung aus, als es darauf ankam – ihre Leistung war vom ersten bis zum letzten Sprung kontrolliert. Der Sieg schien von dem Moment an nie gefährdet, als sie ihre Eröffnungsmarke setzte.
Belgiens Saliyya Guisse gewann Silber, ihre Weite wurde in einem Bericht mit 14,47 m und in einem anderen mit 14,46 m angegeben. Guisse hatte versucht, die Italienerin herauszufordern, konnte den Rückstand im Laufe des Finales jedoch nicht schließen, da Derkachs Eröffnungssprung allein die beste Leistung der Belgierin übertraf. Die Bulgarin Aleksandra Nacheva vervollständigte das Podest mit 14,40 m. Italiens zweite Finalteilnehmerin, Erika Giorgia Anoeta Saraceni, schied nach den ersten drei Sprüngen aus und beendete damit vorzeitig ihren Wettkampf in Birmingham. Saraceni zeigte trotz der Enttäuschung ihres frühen Ausscheidens dennoch beachtliches Potenzial.
- Derkach übernimmt die Führung mit 14,53 m
- Saraceni aus dem Finale ausgeschieden
- Derkach sichert sich Gold mit 14,60 m, persönliche Bestleistung
Italien erreicht am vierten Tag sechs Medaillen
Derkachs Gold fiel auf den vierten Wettkampftag im Alexander Stadium in Birmingham und erhöhte Italiens Gesamtmedaillenzahl bei diesen Leichtathletik-Europameisterschaften auf sechs. Es war das dritte italienische Gold, nach den Siegen von Nadia Battocletti und Leonardo Fabbri. Der Medaillenspiegel platzierte Italien hinter Großbritannien im Gesamtklassement, wobei die beiden Nationen durch die Silbermedaillen getrennt waren: Die Briten hatten drei Silbermedaillen, Italien zwei. Die sechs Medaillen in den ersten vier Wettkampftagen spiegelten Italiens konstante Präsenz auf dem Podest in Birmingham wider, wobei das Team am vierten Wettkampftag eine weitere Medaille hinzufügte.
Desalu und Dezza erreichen 200-m-Finale
In den Sprintwettbewerben erreichten Fausto Desalu und Filippo Dezza beide das 200-m-Finale. Desalu, der Olympiasieger über 4x100 m von Tokio, gewann den ersten Halbfinallauf in 20,07 Sekunden und erzielte die schnellste Zeit aller Halbfinals. Dezza aus Bergamo wurde im letzten Halbfinale Dritter mit 20,35 Sekunden und sicherte sich seinen Platz im Finale über die Hoffnungsläufe (repêchage). Beide Italiener werden das Finale mit Medaillenambitionen bestreiten, wobei Desalu die schnellste Qualifikationszeit ins Rennen mitnimmt.
- Desalu
- 20.07 Sekunden
- Dezza
- 20.35 Sekunden
Pernici visiert 800-m-Podest an
Später im Programm stand Francesco Pernici vor dem 800-m-Finale, mit dem Ziel, einen Podestplatz zu erreichen. Der Wettkampf stand zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch aus, und Pernici hoffte, Italiens Medaillenausbeute in Birmingham zu erhöhen.


