Sicherheit · Neapel und Rom

Mann, der angibt, Schwede zu sein, lebt seit Wochen im Flughafen Neapel

Der Honorarkonsul Schwedens in Neapel versucht, einen jungen Mann ohne Papiere zu identifizieren, der sich am Flughafen Capodichino aufgehalten hat, der am 1. November wegen Bauarbeiten an der Startbahn geschlossen wurde.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Mediafax.ro, ANSA.it, Rai news und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Neapel, Rom · Italien
Wie es dazu kam
  1. 15.10.Flughafenpersonal informiert den schwedischen Honorarkonsul in Neapel über den jungen Mann
  2. 31.10.Konsul Pierluigi Petrone trifft ihn am Samstagabend am Flughafen und kauft ihm eine Kapuzenjacke
  3. 1.11.Der Flughafen Capodichino wird wegen Bauarbeiten an der Startbahn geschlossen
  4. 2.11.Petrone kehrt zum Flughafen zurück und findet ihn noch dort vor

Ein junger Mann im Terminal

Ein junger Mann, der angibt, Daniel zu heißen, lebt seit Wochen im Flughafen Capodichino in Neapel. Er sagt, er sei 25 Jahre alt und Schwede, doch er hat weder Ausweispapiere noch Geld, und seine Schilderung seiner Vergangenheit ist bruchstückhaft und widersprüchlich. Tgcom24 und Il Messaggero beschreiben ihn als etwa 30 Jahre alt. Das Flughafenpersonal beschreibt ihn als höflich und anspruchslos; Mitarbeiter und Reisende haben ihm Essen und Kleidung angeboten. Die Berichte über die Dauer seines Aufenthalts gehen auseinander – von mehr als einem Monat bis zu etwa sechs Monaten –, wobei das Terminal ihm im vergangenen Monat als Zufluchtsort diente.

Wie der Fall zum Konsulat gelangte

Das Flughafenpersonal wandte sich am 15. Oktober an den schwedischen Honorarkonsul Pierluigi Petrone, nachdem es sich Sorgen um den jungen Mann gemacht hatte. Petrone informierte die schwedische Botschafterin in Rom, Karin Höglund. Am Abend des Samstags, 31. Oktober, begab er sich vor der Schließung des Flughafens nach Capodichino, um den jungen Mann zu sehen, und kaufte ihm eine Kapuzenjacke, da dieser nur ein T-Shirt trug. Petrones Foto wurde inzwischen an schwedische Konsulate in ganz Italien und an die Botschaft in Rom geschickt, die die bürokratischen Verfahren bearbeitet. Die Grenzpolizei hat die schwedische Botschaft in Rom über einen „mutmaßlichen schwedischen Staatsbürger“ informiert, der sich am Flughafen aufhält. Eine Frau aus Neapel, die in Stockholm lebt, meldete sich ebenfalls beim Konsulat und erklärte, sie habe ihn vor ihrer Rückkehr nach Schweden getroffen und er habe ihr dieselbe Geschichte erzählt.

„Er hat mir sehr wenig erzählt, und das auf sehr verworrene Weise.“

Pierluigi Petrone, Schwedischer Honorarkonsul in Neapel

Petrone sagte, die Schwierigkeit bestehe darin, die Identität des jungen Mannes zu bestätigen und seine Geschichte zu rekonstruieren.

Seine Schilderung und unbestätigte Behauptungen

Laut Il Messaggero sagte er dem Konsul, er sei Schwede, erinnere sich aber an nichts. Seine eigene Darstellung lautet, eine Gruppe habe ihn in Rom geschlagen und ihm seine Dokumente, seinen Pass und sein Geld abgenommen, doch er kann nicht erklären, wie er nach Neapel gelangte oder warum er in Rom war. Tgcom24 ging weiter und berief sich auf ungenannte Informationen, denen zufolge er wisse, wer er sei, eine Vergangenheit mit Drogen und möglicherweise offenen Schulden habe und nicht nach Schweden zurückkehren wolle. Derselbe Sender berichtet, er bitte Menschen um 500 Euro. Keine namentlich genannte Quelle und kein Amt bestätigt eine dieser Behauptungen, die als unbestätigt gelten müssen. Petrone sagte, die Botschaft arbeite an einer Lösung, und er schließe nicht aus, dass der junge Mann nach Hause zurückkehren möchte.

„Die Botschaft arbeitet daran, eine Lösung zu finden.“

Pierluigi Petrone, Schwedischer Honorarkonsul in Neapel

Schließung und nächste Schritte

Capodichino wurde am Sonntag, 1. November, wegen Bauarbeiten an der Startbahn geschlossen. Tgcom24 zufolge wird der Flughafen etwa 30 Tage lang nicht wieder öffnen, während ANSA berichtet, die Schließung umfasse den gesamten November. Am Montag, 2. November, kehrte Petrone zum Flughafen zurück und fand den jungen Mann noch dort vor. Das Einzige, worum er gebeten habe, sei ein neues Paar Schuhe. Es laufen Bemühungen, seine vollständige Identität festzustellen und zu prüfen, ob Vermisstenmeldungen auf ihn zutreffen. Petrone hat die Öffentlichkeit um Hilfe gebeten.

„Wer ihn auf den Fotos erkennt, möge uns bitte helfen, damit wir ihm unter die Arme greifen können.“

Pierluigi Petrone, Schwedischer Honorarkonsul in Neapel

Vergleiche mit „Terminal“

Mehrere Medien vergleichen den Fall mit „Terminal“, Steven Spielbergs Film von 2004, in dem Viktor Navorski, Bürger des fiktiven osteuropäischen Staates Krakozhia, nach einem Putsch in seiner Heimat nicht in die Vereinigten Staaten einreisen und auch nicht nach Hause zurückkehren kann. Wie Viktor, die von Tom Hanks gespielte Figur, hat der junge Mann improvisierte Wege gefunden, jeden Tag zu überleben. Der Flughafen ist ihm zum Zuhause geworden, mit ein paar Sitzen als Bett, und Mitarbeiter und Reisende, die sich mit ihm angefreundet haben, helfen mit Essen und Kleidung.

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