Anfang Oktober begannen Screenshots einer Snapchat-Nachricht zu kursieren, in der ein Nutzer namens Mamadou darum bat, einer Gruppe beizutreten, und fragte, wann die Blockade beginnen solle.
Am Wochenende des 17. und 18. Oktober protestierten landesweit Hunderttausende – die größte Mobilisierung seit Beginn der Proteste im September.
Studierende sagen, die Nachrichten stammten von verdeckten Beamten, die sich in die Protest-Chats einzuschleusen versuchten – eine nicht verifizierte Behauptung, zu der sich die französischen Behörden nicht geäußert haben.
Die französische Polizeiaufsicht IGPN hat seit Beginn der Proteste Dutzende Ermittlungen wegen mutmaßlicher Polizeigewalt eingeleitet.
Wirtschaftsminister Roland Lescure sagte, die sozialen Medien hätten bei den Plünderungen eindeutig eine Rolle gespielt; Innenminister Laurent Nuñez erklärte vor dem Parlament, er kenne hetzerische Videos auf TikTok und Instagram.
Bismillah ist Arabisch für „im Namen Gottes“, und Musliminnen und Muslime sagen es, bevor sie eine Tätigkeit beginnen. Im französischen Slang hat das Wort einen Teil dieser Bedeutung verloren und klingt heute eher wie „los geht's“, und manche Jugendliche nutzen es schlicht, um zu signalisieren, dass sie etwas anfangen. Die zweite Hälfte, „c'est les ténèbres“, heißt übersetzt „es ist die Finsternis“ – eine Wendung, die auf eine düstere Lage verweist, ohne etwas Konkretes zu benennen. Zusammengesetzt liest sich der Slogan als „Im Namen Gottes, es ist die Finsternis“, was für sich genommen wenig aussagt. Genau diese fehlende klare Bedeutung ist ein Grund dafür, dass er sich verbreitet hat: Demonstrierende haben ihn bei Kundgebungen im ganzen Land auf Plakate geschrieben.
Hunderttausende Menschen gingen am Wochenende des 17. und 18. Oktober landesweit auf die Straße – die bislang größte Kundgebung, seit im September Proteste gegen die Bildungspolitik und die Lebenshaltungskosten begonnen hatten. Die Bewegung vereint Studierende, die bessere Bildungsbedingungen fordern, mit Gruppen, die sich gegen die hohen Lebenskosten wenden. Zu den genannten Missständen zählen überfüllte Klassenzimmer, Lehrkräftemangel und eine tiefer reichende systemische Ungleichheit. Manche Demonstrierenden trugen neben dem Slogan auch humorvolle Plakate, doch bis zum Wochenende eskalierten die Proteste in mehreren französischen Städten zu Gewalt.
Der Satz tauchte erstmals in einem Snapchat-Austausch auf, in dem ein Nutzer namens Mamadou darum bat, zu einer Gruppe hinzugefügt zu werden, und fragte, wann die Blockade stattfinden solle. Dieselbe Nachricht wurde wiederholt von verschiedenen Profilen verschickt, und einige Konten zeigten Emojis der algerischen Flagge. Anfang Oktober begannen Screenshots zu kursieren, die in den sozialen Medien weite Verbreitung fanden. Studierende sagen, die Nachrichten stammten von verdeckten Beamten, die sich ungeschickt in die Chats einzuschleusen versuchten, über die die Proteste koordiniert werden – und viele junge Menschen teilen diesen Verdacht. Die Behauptung ist nicht verifiziert. Die französischen Behörden haben sich dazu nicht geäußert. Das Innenministerium wollte auf Nachfrage nicht sagen, ob seine Beamten den Satz verwendet haben, räumte aber ein, dass Beamte mitunter virtuelle Identitäten annähmen, um mit Personen Kontakt aufzunehmen, die verdächtigt werden, während Protesten illegale Aktivitäten zu organisieren. Die Behörden haben bestätigt, dass sie Online-Pseudonyme nutzen dürfen, um Informationen zu sammeln – aber nicht, dass dieser Satz von ihnen stammt.
Für viele junge Demonstrierende bestätigt der Slogan, dass die Behörden sie falsch einschätzen und rassistische Vorurteile hegen. Al Jazeera beschreibt ihn als Verspottung der rassistischen Stereotype der Polizei. Manche Jugendliche berichten, sie seien online auch von Profilen mit afrikanisch klingenden Namen angesprochen worden. Die französische Polizeiaufsicht IGPN hat seit Beginn der Proteste Dutzende Ermittlungen wegen mutmaßlicher Polizeigewalt eingeleitet. Auf Regierungsseite sagte Wirtschaftsminister Roland Lescure, die sozialen Medien hätten bei den Plünderungen nach der Gewalt am Wochenende eindeutig eine Rolle gespielt. Innenminister Laurent Nuñez erklärte vor dem Parlament, ihm seien auf TikTok und Instagram kursierende hetzerische Videos bekannt. Die Regierung geht davon aus, dass sich Randalierer über soziale Medien zusammenschließen.
Der Satz ist zu einem Symbol des Generationenkonflikts zwischen jungen Menschen und den Behörden geworden. Er hat sich auch über Frankreich hinaus verbreitet; Berichten zufolge greifen ihn auch Demonstrierende in anderen EU-Ländern auf. Ob die Nachrichten tatsächlich von der Polizei stammten, bleibt unbestätigt, und kein Amtsträger hat erklärt, der Slogan stamme aus den eigenen Reihen.
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Pollar unterstützenRegierung · Paris
Studierende in Frankreich haben den Satz „Bismillah, c'est les ténèbres“ zu einem Schlachtruf gemacht – nach einem Snapchat-Austausch, der nach Angaben der Studierenden von verdeckten Polizisten stammte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Trouw, Al Jazeera Online, HotNews.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht .