
Berater von Nicușor Dan bestreitet PSD-Mitgliedschaft – Präsident habe sein Image für pro-europäische Einheit geopfert
Der Präsidentenberater Eugen Tomac wies Behauptungen zurück, Präsident Nicușor Dan sei Mitglied der Sozialdemokratischen Partei (PSD), und führte die Wahrnehmung auf Dans Strategie zurück, die PSD im pro-europäischen Lager zu halten.
Verteidigung gegen das ‚PSD‑ist‘-Etikett
In einem Interview bei Digi24s ‚În fața ta‘ am Samstag bestritt der Präsidentenberater Eugen Tomac entschieden, dass Präsident Nicușor Dan der Sozialdemokratischen Partei angehöre. Tomac beschrieb Dan als einen Politiker, der in der Zivilgesellschaft verwurzelt sei.
Er betonte, das Etikett sei eine Fehlinterpretation von Dans politischen Zielen.Nicușor Dan ist ein Politiker, der aus diesem Kampf und der Überzeugung entstanden ist, dass die Stimme der Zivilgesellschaft gehört werden muss.
Die Strategie, die PSD pro-europäisch zu halten
Tomac erklärte, das ‚pesedist‘-Etikett sei entstanden, weil der Präsident sich dafür entschieden habe, mit der PSD zusammenzuarbeiten, anstatt durch innerparteiliche Kämpfe die Partei von Europa wegzutreiben.
Er sagte, Dan habe gewollt, dass alle demokratischen, pro-europäischen Parteien geeint bleiben, selbst auf Kosten seines eigenen Imagekapitals.Der Präsident hatte das Ziel, die PSD davon zu überzeugen, dass es viel besser ist, auf dieser Seite des pro-europäischen Projekts zu bleiben, als diesen Krieg zwischen PSD und Anti-PSD eskalieren zu lassen.
Enttäuschung der Wähler und persönliches Opfer
Tomac räumte ein, dass viele Rumänen unzufrieden seien.
Er argumentierte, Dan handele in gutem Glauben und tiefgreifende Reformen könnten nicht über Nacht geschehen. Tomac stellte die Entscheidungen des Präsidenten als persönliches Opfer dar:Ihm ist bewusst, dass ein großer Teil der Rumänen deutlich höhere Erwartungen hat.
Er hätte ein äußerst bequemer unabhängiger Präsident sein können, der die Parteien einfach ihre Agenda nach ihrem wahltaktischen Ermessen verfolgen lässt.
Kritik aus den Reihen der Koalition
Das Interview folgt auf öffentliche Kritik des PNL-Abgeordneten Alexandru Muraru, der dem Präsidenten vorwarf, die Regierungsbildung zu blockieren und die PSD zu schützen, und eine öffentliche Entschuldigung gegenüber der Nationalliberalen Partei forderte. Tomac ging nicht direkt auf Muraru ein, bekräftigte jedoch Dans Integrität und sagte, der Präsident konsultiere andere, filtere aber jede Entscheidung durch sein eigenes Urteil.

