Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto hat die Entscheidung der Vereinigten Staaten, den Zugang der Ukraine zu Satellitensystemen und Geheimdienstinformationen zu beschränken, die gegen russische Angriffe eingesetzt werden, als "vollkommenen Fehler, einen schweren Fehler" bezeichnet. In einem Interview mit der BBC sagte er, der Schritt der Regierung von Präsident Donald Trump "ergibt absolut keinen Sinn". Er argumentierte, er berge das Risiko, Russlands umfassende Invasion zu verlängern, statt dazu beizutragen, Frieden zu schaffen. Das Interview wurde im Verteidigungsministerium in Rom geführt.
Crosetto knüpfte jede Lösung an Russlands militärische Kalkulationen. Er sagte, der Krieg werde erst enden, wenn Moskau akzeptiere, dass sein Vormarsch ins Stocken geraten sei.
„Frieden wird es geben, wenn Putin überzeugt ist, dass es ein Patt gibt, eines, über das hinaus er nicht weiter vorrücken kann.“
Sollte Wladimir Putin Schwäche auf ukrainischer Seite sehen und die Vereinigten Staaten Kiew die Ressourcen entziehen, warnte der Minister, werde der Kreml glauben, gewinnen zu können, und die Kämpfe würden weitergehen. Auf die Frage nach der BBC-Darstellung seiner Ansichten fügte er hinzu: "Ich halte das für vollkommen falsch." Er versprach, dass die italienische Militärhilfe für die Ukraine so lange fortgesetzt werde, wie die Regierung unter Giorgia Meloni im Amt bleibe. Er warnte jedoch, dass es schwieriger werde, die parlamentarische Zustimmung für weitere Lieferungen zu sichern, je näher die Wahlen rückten, wobei in der Berichterstattung kein Wahltermin genannt wird.
US-Beamte sagten gegenüber AGI, Trump habe nicht verlangt, den Internetdienst zu drosseln, den die Vereinigten Staaten der Ukraine bereitstellen und der für die ukrainische Kriegsanstrengung zentral ist. Trump bestritt zudem, dass Washington die Weitergabe von Frühwarnungen vor anfliegenden russischen Luftangriffen an Kiew eingestellt habe. Die Dementis lassen den genauen Umfang der Satelliten- und Geheimdienstbeschränkung offen, die Crosetto kritisierte. Crosettos Äußerungen im BBC-Interview sind in der Berichterstattung die einzige Darstellung dazu, wie sich die Beschränkung auf die ukrainische Verteidigung auswirkt.
Crosetto machte eine vom Kreml unterstützte Desinformationskampagne für einen Teil der italienischen Skepsis gegenüber der Hilfe für die Ukraine verantwortlich. Sie richte sich gegen bestimmte politische Persönlichkeiten und verbreite Narrative, die das politische Klima gegenüber Russland schwächen sollten. Er veranschaulichte das Problem mit einem Bürger, der mit den Kraftstoffpreisen zu kämpfen habe und nur schwer akzeptieren könne, dass Moskau keine Zugeständnisse gemacht werden könnten. Italien sei nicht in der Weise Ziel bedeutender Sabotageakte geworden wie einige andere ukrainische Verbündete in Europa. Das Feuer, das im August in einem Waffendepot am Stadtrand von Rom ausgebrochen sei, sei keine Brandstiftung gewesen, sagte Crosetto, sondern das Ergebnis "menschlicher Dummheit". Er sagte zudem, Italien sei "hunderte" Male täglich Cyberangriffen ausgesetzt.
Die Äußerungen zur Ukraine fielen wenige Tage nach Crosettos Aussagen zur Souveränität. Am 15. Oktober bezeichnete er während einer Fragestunde im Senat die Souveränität als nicht verhandelbar. Am 16. Oktober sagte er bei der Vorstellung des Quantencomputers Volta B1, Italien müsse wählen, ob es anderswo gesetzte Regeln übernehme oder mithelfe, die Regeln zu Daten, künstlicher Intelligenz und Infrastruktur zu gestalten. Technologie werde zu einer Form von Macht, sagte er. Italien sei bei Cloud-Diensten, Rechenzentren, Telekommunikation und 5G-Netzen von amerikanischen und chinesischen Anbietern abhängig – eine Abhängigkeit, die der Fall Ukraine veranschauliche.
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Pollar unterstützenKonflikte · Rom und Washington
Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto hat der BBC gesagt, die Entscheidung Washingtons, der Ukraine den Zugang zu Satellitensystemen und Geheimdienstinformationen zu beschränken, sei ein schwerer Fehler, der Russlands Invasion verlängern könnte.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Fatto Quotidiano, Adnkronos, Tgcom24 und weiteren Medien. Veröffentlicht .