Klima · Antalya

COP31-Verhandlungen in Antalya vom 9. bis 20. November – fossile Energien und Finanzierung auf der Agenda

Verhandler aus 197 Vertragsparteien treffen sich bis zum 20. November in der Türkei, um über fossile Energien, Klimafinanzierung und Anpassung zu beraten. Auf dem Tisch liegt ein vorgeschlagenes Ziel von 35 Prozent Stromanteil.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von PÚBLICO, SIC Notícias, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Antalya · Türkei
Wie es dazu kam
  1. 9.11.COP31 beginnt in Antalya in der Türkei
  2. Zweite WochePortugals Umweltministerin vertritt Portugal
  3. 20.11.Geplantes Ende der Gespräche

Der Gipfel und seine Agenda

Die 31. UN-Klimakonferenz, bekannt als COP31, findet vom 9. bis 20. November in Antalya in der Türkei statt. Die Türkei und Australien führen gemeinsam den Vorsitz der Gespräche, die die Ziele des 2015 von 196 Ländern unterzeichneten Pariser Abkommens wiederbeleben sollen. Vertreter von 197 Vertragsparteien der UN-Klimarahmenkonvention verhandeln über Maßnahmen zur Emissionssenkung, Klimafinanzierung und Anpassung, im Zentrum steht dabei die Energiewende. Erstmals in mehr als drei Jahrzehnten der Klimagipfel hat die türkische Präsidentschaft Null Abfall und Kreislaufwirtschaft unter die zehn Prioritäten ihrer Aktionsagenda aufgenommen. Rechtlich verpflichtet, weniger Abfall zu produzieren, wird niemand sein, denn dieses Thema wird über freiwillige Koalitionen statt über zwischenstaatliche Verhandlungen vorangetrieben.

Eine wachsende Lücke zum 1,5-Grad-Limit

Ein aktueller UN-Bericht warnte, dass die Welt das im Pariser Abkommen festgelegte 1,5-Grad-Limit bereits überschritten hat. Portugals Umweltministerin verwies auf den jüngsten Bericht des UN-Umweltprogramms, dem zufolge die Emissionen weiter gestiegen sind und der Kürzungen von 18 Prozent bis 2030 und 45 Prozent bis 2035 vorsieht.

Vom portugiesischen Ministerium zitierte UNEP-Emissionssenkungen%
2030
18 %
2035
45 %

Daten aus dem Artikeltext

Frühere Ergebnisse desselben Programms besagen, dass eine Begrenzung der Erwärmung auf 1,5 Grad nicht mehr möglich ist und dass die nationalen Zusagen selbst bei vollständiger Umsetzung die Emissionen nur um 11 bis 15 Prozent senken würden. Die Türkei hat vorgeschlagen, dass die COP31 ein Ziel von 35 Prozent Strom am weltweiten Endverbrauch bis 2035 billigt, und die EU unterstützt dieses Ziel. Die EU plant zudem, ihre Forderung nach einer Verdreifachung des Ausbaus erneuerbarer Energien und einer Verdreifachung der Anpassungsfinanzierung bis 2035 zu bekräftigen und zugleich die fossilen Energien auf eine Weise zu verlassen, die sie als gerecht, geordnet und ausgewogen bezeichnet.

Portugals Position

Portugals Ministerin für Umwelt und Energie, Maria da Graça Carvalho, wird das Land in der zweiten Woche vertreten, während der Staatssekretär für Umwelt die erste Woche abdeckt. In einem Interview mit Agência Lusa sagte sie:

„Wir haben Ziele, und das sind wichtige Ziele, wir müssen sie erreichen, und deshalb müssen wir von großen Erklärungen zum Handeln übergehen.“

Maria da Graça Carvalho, Portugals Ministerin für Umwelt und Energie

Sie argumentierte, Portugal brauche kein eigenes neues Ziel, weil die Stürme zu Beginn dieses Jahres die Mittel für Resilienz und Anpassung auf mehr als das Dreifache erhöht hätten. Ihr Ministerium habe etwas mehr als 1.000 Millionen Euro in die Reparatur von Küstenlinien, Flüssen, Deichen und Stromleitungen investiert. Sie wird zudem für die Verbindung der EU mit Brasilien und Südafrika zuständig sein und soll die Dossiers zur gerechten Transformation verhandeln.

Forderungen der Zivilgesellschaft

Umweltorganisationen drängen die Regierung, ihr Ziel der Klimaneutralität des Energiesystems auf 2040 vorzuziehen. Greenpeace Portugal will den Nationalen Energie- und Klimaplan überarbeitet sehen und schlägt Kürzungen von 77 Prozent beim fossilen Gas und 68 Prozent beim Ölverbrauch bis 2035 vor.

Von Greenpeace Portugal bis 2035 vorgeschlagene Kürzungen%
Fossiles Gas
77 %
Erdöl
68 %

Daten aus dem Artikeltext

Ihr Direktor Toni Melajoki Roseiro sagte:

„Wir fordern die Überarbeitung des Nationalen Energie- und Klimaplans, damit wir die Neutralität des Energiesystems bereits 2040 erreichen können.“

Toni Melajoki Roseiro

Greenpeace will außerdem, dass Portugal dem Santa-Marta-Prozess formell beitritt, einer internationalen Initiative zur Beschleunigung des Ausstiegs aus fossilen Energien, und einen nationalen Fahrplan mit festen Fristen für das Ende der Nutzung von Öl, Gas und Kohle vorlegt. Die Organisation argumentiert, dass die Unabhängigkeit von fossilen Energien jährlich etwa sieben Milliarden Euro an Importen einsparen könnte. Die Koordinatorin für Politik und Klima bei WWF Portugal, Bianca Mattos, sagte, Portugal könne seine Erfahrung mit erneuerbaren Energien nutzen, um andere Länder zu beeinflussen. Mattos sagte:

„Es ist entscheidend, Resilienz und Energiesicherheit aufzubauen, die nicht von fossilen Energien abhängen.“

Bianca Mattos

Mattos sagte zudem, die Dekarbonisierung der Verkehrssysteme müsse Priorität haben, angesichts ihrer erheblichen Auswirkungen auf das Land.

Pre-COP und die Ozeane

Ein 13-jähriges Mädchen erhob die Warnung bei der Pre-COP in Fidschi und Tuvalu, zwei der Länder, die am stärksten vom Anstieg des Meeresspiegels bedroht sind. Der Gesundheit der Ozeane dürfte bei der COP31 mehr Aufmerksamkeit zukommen als bei jeder früheren Konferenz. Die Türkei hat angekündigt, auf die Verabschiedung einer Antalya-Erklärung zu den Ozeanen hinzuarbeiten. Diskutiert werden zudem Abfallvermeidung, die Senkung von Methanemissionen und Klimafinanzierung, die in den Berichten zu den Hauptthemen der Konferenz gezählt werden.

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