
Bürgermeister Alessandro Rapinese verbietet Fahrräder in 30 Straßen der Innenstadt von Como, nachdem er von einem E-Bike angefahren wurde
Bürgermeister Alessandro Rapinese verhängte auf rund 30 zentralen Straßen in Como Einschränkungen, nachdem er bei einem Zusammenstoß vor dem Rathaus Prellungen erlitten hatte. Radfahrer müssen ab September absteigen.
Zusammenstoß und Gemeindeverordnung
Der Bürgermeister von Como, Alessandro Rapinese, hat eine Verordnung erlassen, die das Radfahren auf rund 30 Straßen in der Altstadt verbietet, nachdem er vor dem Rathaus von einem Elektrofahrrad angefahren wurde. Der Zusammenstoß ereignete sich am 18. Juli in der Via Luini, als Rapinese eine Gemeinderatssitzung verließ, die zur Bewertung von Verkehrsbeschränkungen in der Innenstadt einberufen worden war. Obwohl der Zusammenstoß Prellungen und Blutergüsse verursachte, musste der Bürgermeister nicht ins Krankenhaus eingeliefert werden. Rapinese äußerte sich zu dem Vorfall auf seinem Videokanal RapiNews24 und in Stellungnahmen gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur Ansa und räumte ein, dass der Zusammenstoß die Politik direkt motiviert habe.
Die Menschen verhalten sich aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen, und ich habe erfahren, wie es ist, von diesen Bestien angefahren zu werden.
Umfang des zentralen Verbots
Ab September tritt die Regelung in Kraft, die Fahrer von herkömmlichen Fahrrädern und E-Bikes zwingt, abzusteigen und die ausgewiesene Fußgängerzone zu Fuß zu durchqueren. Die italienischen Straßenverkehrsordnung macht keinen rechtlichen Unterschied zwischen Elektro- und Standardfahrrädern, was die Stadtverwaltung zwingt, die Einschränkung einheitlich auf alle Fahrräder anzuwenden. Der Umfang umfasst zwischen 30 und 35 Straßen und Plätze im ummauerten römischen Kern, darunter die Via Cesare Cantù, die Via Bernardino Luini und Abschnitte der Via Vittorio Emanuele II. Diese Korridore bilden direkte Verbindungen zwischen dem Stadttor, der Piazza San Fedele, dem Dom von Como und der Uferpromenade. Rapinese erklärte, dass 80 bis 90 Prozent der begrenzten Verkehrszone von Como weiterhin für den Radverkehr geöffnet bleiben, und argumentierte, dass die Maßnahme überfüllte Touristenkorridore vor rasenden Lieferkurieren schütze.
- Como verbietet elektrische Leihroller in der Innenstadt
- Bürgermeister Alessandro Rapinese wird vor dem Rathaus in der Via Luini von einem E-Bike angefahren
- Stadtverwaltung verabschiedet Resolution 178 zur Neuordnung der begrenzten Verkehrszone
- Radfahrverbot tritt in Kraft, das Fahrer auf rund 30 Straßen zum Absteigen zwingt
- Bürgerverein Nova Como plant eine Protestfahrradfahrt in der Altstadt
Lieferregeln und Fahrzeugbeschränkungen
Die Radfahrverbote sind Teil einer umfassenderen kommunalen Überarbeitung gemäß der Resolution 178, die von der Stadtverwaltung am 5. August zur Neuordnung der begrenzten Verkehrszone (ZTL) von Como verabschiedet wurde. Im Rahmen des neuen Rahmens sind gewerbliche Warenlieferungen in der Innenstadt ausschließlich auf das morgendliche Zeitfenster zwischen 06:00 und 11:00 Uhr beschränkt. Viele gewerbliche Transportkategorien benötigen nun eine jährliche Zufahrtsgenehmigung sowie eine Eintrittsgebühr von drei Euro pro Zufahrtstag. Darüber hinaus erhalten Touristen, die in Hotels oder Ferienwohnungen übernachten, nur dann Zufahrtsgenehmigungen für Fahrzeuge in den ummauerten Bezirk, wenn ihre Unterkunft über einen eigenen privaten Parkplatz verfügt. Die Stadtverwaltung hatte zuvor im Jahr 2022 elektrische Leihroller aus der Innenstadt verbannt.
Politischer Gegenwind und geplante Proteste
Das Verbot hat Widerstand von lokalen Geschäftsinhabern, Essenslieferanten und politischen Gegnern hervorgerufen, die erklären, dass die Politik nachhaltige städtische Verkehrsmittel bestraft. Vertreter der örtlichen Partito Democratico sagten, Como brauche Fußgängersicherheit, ohne die Bewohner zu bestrafen, die für den täglichen Verkehr auf Fahrräder angewiesen sind. Paolo Emilio Russo, ein Politiker von Forza Italia, äußerte Verständnis für Rapineses Zusammenstoß, bezeichnete das pauschale Radfahrverbot jedoch als Wahnsinn. Bürgeraktivisten haben eine Online-Petition gestartet, die die Aufhebung der Verordnung fordert. Der örtliche Bürgerverein Nova Como hat für den 12. September eine Massenfahrradfahrt durch die betroffenen Straßen organisiert, um gegen die städtische Anordnung zu protestieren.
In anderen Städten landet ein Kind im Krankenhaus und dann ergreifen die Politiker Maßnahmen. Hier bin ich nicht einmal ins Krankenhaus gekommen. Ich wurde von einem Fahrrad angefahren, ich habe Informationen gesammelt, und daraus ist diese Entscheidung entstanden.


