Colapinto bittet Fans, Angriffe auf F1-Rivalen und Teammitarbeiter in sozialen Medien zu beenden
Alpine-Fahrer Franco Colapinto hat argentinische Fans gebeten, Online-Kampagnen gegen andere Fahrer und Teammitarbeiter zu stoppen. Die Angriffe würden seine Karriere und seine Zukunft behindern, sagte er.
Appell an die Fans
Franco Colapinto, der Fahrer von Alpine, veröffentlichte am späten Mittwoch, dem 14. Oktober, ein Video auf Instagram, in dem er seine Fans bat, Kampagnen in sozialen Medien gegen andere Fahrer und die Mitarbeiter des Teams zu beenden. Er sagte, dieses Verhalten behindere seine Karriere, und alle müssten es gemeinsam ändern. Dem Appell war eine Reihe beleidigender Kommentare gegen Fahrer vorausgegangen, die auf der Strecke mit ihm aneinandergeraten waren, darunter Lando Norris und die Rennkommissare der FIA, die ihn bestraft hatten. Colapinto sagte, er habe beschlossen, eine Pause von den sozialen Medien einzulegen, um sich auf seinen Traum, seine sportliche Karriere und seine Arbeit mit dem Team zu konzentrieren. Zudem dankte er den Fans für ihren Stolz, wann immer er Punkte für sich und das gesamte Team holt.
In dem Video beschrieb er das Problem als Unterstützung, die in Angriffe umschlägt.
Ich weiß, dass ihr denkt, ihr verteidigt mich, aber tatsächlich bewirkt ihr das Gegenteil.
Beleidigungen gegen Rivalen und Teammitarbeiter
Seit seinem Debüt 2024 haben Fans negative und teils beleidigende Kommentare an Fahrer geschickt, die auf der Strecke mit ihm aneinandergeraten waren. NOS berichtet, dass sowohl Lando Norris als auch Pierre Gasly aus Argentinien Drohungen erhielten, nachdem es auf der Strecke Kontakt mit Colapinto gegeben hatte. Alpine hat die Online-Beleidigungen verurteilt und Behauptungen zurückgewiesen, das Team habe versucht, Colapinto zu sabotieren, um Gasly zu begünstigen. ABC berichtet, dass die FIA und der Wettbewerb selbst mehrfach eingreifen mussten, während Alpine die Fans zur Ruhe aufgerufen hat, ohne sie direkt zu nennen. Jack Doohan, den Alpine entließ, als es Colapinto beförderte, beklagte später, dass er damals Todesdrohungen erhalten habe.
Karriere und WM-Stand
Colapinto wurde Argentiniens erster F1-Fahrer seit 23 Jahren, als er 2024 mit Williams debütierte. Im darauffolgenden Jahr wechselte er zu Alpine, zunächst als Ersatzfahrer, und wurde befördert, nachdem das Team Jack Doohan entlassen hatte. AP beschreibt dies als seine erfolgreichste Saison, mit einem besten Karriere-Rennergebnis von Platz sechs, und führt ihn auf Rang 12 der WM-Wertung. NOS nennt 27 Punkte für ihn, Gasly liegt mit 41 auf Platz zehn. Alpine bestätigte im August, dass sein Vertrag für die nächste Saison verlängert wird.
- Franco Colapinto
- 27 Punkte
- Pierre Gasly
- 41 Punkte
Frühere Konflikte
SAPO schildert frühere Zwischenfälle, die die Kontroverse befeuerten, darunter eine Episode in Madrid, bei der Gasly nicht angewiesen worden war, Colapinto vorbeizulassen, da die beiden unterschiedliche Strategien verfolgten. Der Bericht beschreibt eine Kollision zwischen den drei Fahrern in Baku, nach der Norris andeutete, Colapinto habe eine Sperre verdient – eine Bemerkung, die Norris später zurücknahm, obwohl sich die Feindseligkeit bereits aufgebaut hatte. Dasselbe Medium berichtet, Flavio Briatore, bezeichnet als leitender Berater von Alpine, habe Colapinto mit einer Mediensperre gedroht, falls die Angriffe nicht aufhörten. AP berichtet von Alpines Dementi der Sabotagevorwürfe, und das Team hält an seiner Position fest, dass Online-Beleidigungen in jedem Fall inakzeptabel sind.
