
Glenn Close bekommt endlich einen Oscar – ehrenhalber, zusammen mit Ridley Scott und Floyd Norman bei den Governors Awards
Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences gab am Mittwoch bekannt, dass Glenn Close, Ridley Scott und Floyd Norman bei den 17. Governors Awards am 15. November Ehren-Oscars erhalten werden. Auch Christine Vachon und Pamela Koffler werden mit dem Irving G. Thalberg Memorial Award geehrt.
Ankündigung der Akademie am Mittwoch
Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences gab am Mittwoch bekannt, dass Glenn Close, Ridley Scott und Floyd Norman bei den 17. Governors Awards am 15. November Ehren-Oscars erhalten werden. Die Produzentinnen Christine Vachon und Pamela Koffler werden ebenfalls mit dem Irving G. Thalberg Memorial Award geehrt.
Das Board of Governors der Akademie freut sich, dieses Jahr fünf außergewöhnliche Persönlichkeiten mit den Governors Awards auszuzeichnen, deren innovative Arbeit die Kunst des Filmemachens für immer geprägt hat.
Glenn Close
Close, 79, wurde achtmal nominiert, ohne einen Wettbewerbs-Oscar gewonnen zu haben, und egalisiert damit Peter O'Tooles Rekord für die meisten Schauspiel-Nominierungen ohne Sieg. Ihre Nominierungen reichen von 1983 („The World According to Garp“) bis 2020 („Hillbilly Elegy“). Die Akademie lobte sie mit den Worten: „In ihrem außergewöhnlichen Gesamtwerk hat Glenn Close mit ihrer unvergleichlichen emotionalen Bandbreite einige der komplexesten Figuren der Filmgeschichte zum Leben erweckt.“ Sie gewann drei Emmys, drei Tonys, drei Grammys und drei Golden Globes.
Ridley Scott
Scott, 88, führte bei ikonischen Filmen wie „Alien“, „Blade Runner“ und „Gladiator“ Regie, gewann aber trotz vier Regie-Nominierungen nie einen Wettbewerbs-Oscar. Seine Nominierungen umfassten die beste Regie für „Thelma & Louise“ (1991), „Gladiator“ (2000) und „Black Hawk Down“ (2001) sowie den besten Film für „Der Marsianer“ (2015). Zu seinen kommenden Projekten gehören das apokalyptische Drama „The Dog Stars“ und eine Adaption von „Die Schatzinsel“ mit Hugh Jackman, die erst wenige Tage vor den Ehrungen angekündigt wurde.
Floyd Norman
Norman, 90, durchbrach 1956 als erster schwarzer Animator bei den Walt Disney Animation Studios Barrieren. In einer über 65-jährigen Karriere arbeitete er an Klassikern wie „Dornröschen“ und „Das Dschungelbuch“ und später an „Mulan“, „Toy Story 2“ und „Die Monster AG“.
Der Thalberg Award
Christine Vachon und Pamela Koffler, Mitbegründerinnen der unabhängigen Produktionsfirma Killer Films, erhalten den Irving G. Thalberg Memorial Award. Zu ihren Arbeiten gehören „Boys Don't Cry“, „Carol“, „Past Lives“ und „May December“. Der Preis würdigt „einen kreativen Produzenten, dessen Gesamtwerk eine durchweg hohe Qualität der Filmproduktion widerspiegelt.“
Zeremonie am 15. November
Die 17. Governors Awards finden im Ray Dolby Ballroom am Ovation Hollywood statt. Die Veranstaltung, die letztes Jahr Tom Cruise ehrte, feiert oft legendäre Karrieren, die einen Wettbewerbs-Oscar verfehlt haben. Sie gilt als inoffizieller Auftakt der Hollywood-Awards-Saison.


