
Glenn Close, Ridley Scott und Floyd Norman erhalten Ehrenoscars bei den Governors Awards 2026
Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences wird der achtfach nominierten Glenn Close, dem Regisseur Ridley Scott und dem Animator Floyd Norman bei den 17. Governors Awards am 15. November Ehrenoscars verleihen.
Eine längst überfällige Ehrung
Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences gab am Mittwoch bekannt, dass Glenn Close, Ridley Scott und Floyd Norman bei den 17. Governors Awards Ehrenoscars erhalten werden. Die Zeremonie ist für Sonntag, den 15. November, im Ray Dolby Ballroom at Ovation Hollywood in Los Angeles angesetzt. Die Produzentinnen Christine Vachon und Pamela Koffler erhalten den Irving G. Thalberg Memorial Award, der nun eine Oscar-Statuette und nicht mehr eine Büste des Namensgebers ist.
Das Board of Governors der Akademie freut sich sehr, die diesjährigen Governors Awards an fünf außergewöhnliche Persönlichkeiten zu vergeben, deren bahnbrechende Arbeit die Kunst des Filmemachens für immer geprägt hat.
Close und Scott wurden wiederholt nominiert, ohne jemals einen Wettbewerbsoscar gewonnen zu haben. Close hat acht Schauspielnominierungen und keinen Sieg vorzuweisen und liegt damit gleichauf mit dem verstorbenen Peter O'Toole, der die meisten Schauspielnominierungen ohne Oscar-Sieg in der Geschichte der Academy Awards hält. Scott hat vier Nominierungen (drei für die Regie, eine für den besten Film) und hat ebenfalls noch nie eine Statuette mit nach Hause genommen, obwohl sein Film „Gladiator" fünf Oscars gewann, darunter den für den besten Film.
Glenn Close‘ Karriere über fünf Jahrzehnte
Closes acht Nominierungen begannen mit ihrem Spielfilmdebüt in „Garp und wie er die Welt sah" im Jahr 1983. Anschließend wurde sie für „Der große Frust", „Der Unbeugsame", „Eine verhängnisvolle Affäre", „Gefährliche Liebschaften“, „Albert Nobbs", „The Wife" und „Der Fall Richard Jewell" nominiert. Ihre Karriere erstreckt sich über mehr als fünf Jahrzehnte und umfasst über 100 Filme, darunter „Messer im Kopf", „Der mit dem Wolf tanzt", „Hamlet", „101 Dalmatiner", „Mars Attacks!", „Air Force One" und „Die Frauen von Stepford".
In ihrem außergewöhnlichen Gesamtwerk hat Glenn Closes beispiellose emotionale Bandbreite einige der komplexesten Figuren der Filmgeschichte zum Leben erweckt.
Close gewann außerdem ihren dritten Tony Award als beste Hauptdarstellerin in einem Musical für ihre Rolle in der Wiederaufnahme von „Sunset Boulevard".
Ridley Scotts Vermächtnis über sechs Jahrzehnte
Scott, mittlerweile 88 Jahre alt, begann seine Karriere als Spielfilmregisseur erst mit 40. Seine vier Oscar-Nominierungen umfassen drei für die beste Regie („Thelma & Louise", „Gladiator" und „Black Hawk Down") und eine für den besten Film („Der Marsianer – Rettet Mark Watney"). In fast 60 Jahren führte er bei Filmen wie „Alien", „Blade Runner", „American Gangster", „Prometheus – Dunkle Zeichen", „Alles Geld der Welt" und „House of Gucci" Regie. 2009 erhielt er außerdem eine Grammy-Nominierung für den besten Zusammenstellungs-Soundtrack für visuelle Medien für seine Arbeit an „American Gangster".
Sir Ridley Scott ist ein wahrer Visionär, dessen jahrzehntelanges Vermächtnis einen unermesslichen Einfluss auf das globale Kino und die Kultur hinterlassen hat.
Floyd Norman und die Thalberg-Preisträgerinnen
Floyd Norman ist weithin bekannt als der erste schwarze Animator, der bei den Walt Disney Animation Studios angestellt wurde. Er begann 1956 bei dem Unternehmen und seine 65-jährige Karriere begann mit der Arbeit an „Dornröschen". Anschließend trug er zu Filmen wie „Mary Poppins", „Das Dschungelbuch", „Robin Hood", „Der Glöckner von Notre Dame", „Mulan", „Toy Story 2" und „Die Monster AG" bei.
Floyd Norman ist der legendäre Animator, der über seine bemerkenswerte Karriere hinweg Barrieren durchbrochen und Generationen von Künstlern inspiriert hat.
Die Produzentinnen Christine Vachon und Pamela Koffler, Gründerinnen von Killer Films, erhalten den Irving G. Thalberg Memorial Award. Der Preis wird an einen kreativen Produzenten verliehen, dessen Werk eine durchweg hohe Qualität der Filmproduktion widerspiegelt. Vachon und Koffler verloren bei ihrer einzigen Oscar-Nominierung als Produzentinnen des für den besten Film nominierten „Past Lives".
Christine Vachon und Pamela Koffler spielen eine zentrale Rolle im amerikanischen Independent-Kino, indem sie sich für kühne, ambitionierte und unverwechselbare Erzählweisen einsetzen.
Die Governors Awards
Die Governors Awards ehren oft Künstler mit legendären Karrieren, aber ohne Wettbewerbsoscar. Tom Cruise, ein Preisträger des letzten Jahres, ist ein Paradebeispiel. Die 17. Ausgabe der Veranstaltung wird in Partnerschaft mit Rolex präsentiert. Alle fünf Preisträger wurden vom Board of Governors der Akademie gewählt.


