
Chuck Russell, Regisseur von 'The Mask' und 'Nightmare on Elm Street 3', stirbt überraschend mit 74 Jahren
Der Filmemacher hinter dem 1994er Jim-Carrey-Blockbuster und Horrorklassikern wurde am Mittwoch tot in seinem Haus in San Diego aufgefunden. Die Todesursache ist noch nicht geklärt.
Ein plötzlicher Tod
Chuck Russell, der Regisseur der 1994er Comedy-Sensation The Mask und der 1987er Horror-Fortsetzung A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors, wurde am 22. Juli 2026 tot in seinem Haus in der Gegend von San Diego aufgefunden. Er wurde 74 Jahre alt. Seine Frau Ania Russell bestätigte den Tod; örtliche Feuerwehrleute waren laut Berichten auf einen medizinischen Notruf hin ausgerückt. Eine Ursache wurde noch nicht bekannt gegeben.
Vom frühen Schreiben zur Regie von Horrorhits
Russell begann seine Karriere in der Filmindustrie als Produktionsmanager und Regieassistent, während er nebenbei Drehbücher schrieb. Sein erstes Drehbuch, das ihm zugeschrieben wurde, war Dreamscape von 1984, ein Science-Fiction-Thriller mit Dennis Quaid, der erst der zweite Film war, der eine PG-13-Einstufung erhielt. Sein Regiedebüt gab er 1987 mit Dream Warriors, das er auch mitgeschrieben hatte. Der dritte Freddy-Krueger-Teil, in dem eine junge Patricia Arquette mitspielte, wurde als Rückkehr zur Form der Slasher-Reihe gefeiert, nachdem der zweite Teil lauwarm aufgenommen worden war. Der Film spielte weltweit 44,8 Millionen Dollar bei einem Budget von 4,5 Millionen Dollar ein, so Box Office Mojo. Ein Jahr später drehte Russell sein 1988er Remake des Kult-Horrorfilms The Blob, ein Projekt, das er mit so aufwändigen Praxiseffekten anging, dass die 20 Puppenspieler, die eine lebensgroße Version der Kreatur bedienten, am Set als die Blobsters bekannt waren.
'The Mask' und ein globales Phänomen
Russells größter kommerzieller Erfolg kam 1994 mit The Mask, einer Adaption eines Dark-Horse-Comics, die er vom Horror wegführte. Das Studio hatte zunächst auf einen düsteren Ton gedrängt, aber Russell argumentierte, dass dies zu sehr an Freddy Krueger erinnern würde. Das Ergebnis war ein cartoonhaftes Vehikel für Jim Carrey, der sich damals in einem Durchbruchsjahr mit Ace Ventura und Dumb and Dumber befand, sowie das Filmdebüt von Cameron Diaz. Der Film verband Carreys körperliche Performance mit damals neuen digitalen Effekten von Industrial Light & Magic, erhielt eine Oscar-Nominierung für die besten visuellen Effekte und spielte weltweit mehr als 350 Millionen Dollar ein.
Ich betrachte es als ein Privileg, mit Chuck Russell zusammengearbeitet zu haben, der während der Dreharbeiten zu The Mask eine überschwängliche, kindliche Atmosphäre des Staunens und der Kameradschaft am Set schuf. Die gesamte Besetzung und Crew waren von seiner Verspieltheit berührt und inspiriert. Jeder von uns wurde viele Jahre lang von diesem unbeschwerten und zeitlosen Moment gesegnet. Ich betrachte The Mask als eines der Juwelen meines kreativen Lebens. Danke, Chuck.
Spätere Karriere und Pause
Russell setzte seine Arbeit mit dem 1996er Action-Thriller Eraser mit Arnold Schwarzenegger und dem 2000er Übernatürlichkeitsfilm Bless the Child mit Kim Basinger und Christina Ricci fort. 2002 führte er Regie bei The Scorpion King, einem Spin-off der Mummy-Reihe, das Dwayne Johnson seine erste Hauptrolle bescherte. Danach legte Russell eine 14-jährige Pause vom Regieführen ein und kehrte 2016 mit dem John-Travolta-Rachethriller I Am Wrath zurück. Später drehte er den 2022er Actionfilm Paradise City (mit Bruce Willis), bevor er sein letztes Projekt, ein 2024er Remake des 1986er Horrorfilms Witchboard, inszenierte, das er auch schrieb.
- Schreibt gemeinsam Dreamscape, einen Science-Fiction-Thriller mit Dennis Quaid.
- Regiedebüt mit A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors.
- Führt Regie beim Remake von The Blob.
- The Mask wird ein globaler Hit und spielt über 350 Millionen Dollar ein.
- Führt Regie beim Action-Thriller Eraser mit Arnold Schwarzenegger.
- Führt Regie bei The Scorpion King, Dwayne Johnsons erster Hauptrolle.
- Kehrt nach 14-jähriger Pause mit I Am Wrath zum Regieführen zurück.
- Sein letzter Film, Witchboard, ein Remake des Horrorfilms von 1986, wird veröffentlicht.
Russell beschrieb seine Karriere als eine Mischung aus "geheimnisvoller magischer Reise und Abenteuer". Die Bandbreite seines Werks, von der Wiederbelebung einer Horror-Reihe bis zur Lancierung eines globalen Comedy-Hits, hinterließ einen deutlichen Eindruck im amerikanischen Kino des späten 20. Jahrhunderts.


