
China schlägt Open-Source-KI-Zone für BRICS-Mitglieder auf dem Gipfel in Neu-Delhi vor
Der chinesische Präsident Xi Jinping kündigte auf dem Gipfel in Indien Pläne für eine gemeinsame KI-Plattform, Zusammenarbeit bei großen Sprachmodellen und neue Handelsinitiativen an.
Open-Source-KI-Vorschlag
Auf dem BRICS-Gipfel in Neu-Delhi am 13. September 2026 schlug der chinesische Präsident Xi Jinping die Schaffung einer von China geführten Open-Source-KI-Zone für die Mitgliedsstaaten vor. Das Projekt konzentriert sich auf die gemeinsame Entwicklung und Anwendung großer Sprachmodelle, die Durchführung technischer Schulungsprogramme und die Etablierung eines offenen KI-Ökosystems. Chinesische Unternehmen verfolgen Open-Source-Modelle, die den Anwendungscode zur Einsicht und Modifikation zugänglich machen, im Gegensatz zu geschlossener kommerzieller Software, die von US-Unternehmen entwickelt wird. Peking plant den Aufbau einer Cloud-Plattform für das digitale Ökosystem des Blocks, die Gründung einer Ingenieurausbildungsallianz und die Förderung eines wissenschaftlich-technischen Jugendaustauschprogramms. Xi forderte die Teilnehmer auf, einen breiten globalen Governance-Rahmen für künstliche Intelligenz zu schaffen, der auf internationalem Konsens beruht.
Wirtschaftliche Integration und Handel
Über die Technologie hinaus forderte Xi eine tiefere kommerzielle Integration innerhalb des Blocks durch das, was er die Greater BRICS Initiative nannte. Er bat die Mitgliedsstaaten und Partnerländer, stabile industrielle Lieferketten aufrechtzuerhalten und einen integrierten Markt aufzubauen. Um diese Ziele voranzutreiben, schlug Peking die Gründung einer BRICS-Sonderwirtschaftszonen-Partnerschaft vor und kündigte an, dass es 2027 ein BRICS-Dienstleistungshandelsforum ausrichten wird. Der Gipfel ermöglichte auch direkte bilaterale Gespräche zwischen Xi und dem indischen Premierminister Narendra Modi, was den ersten Besuch des chinesischen Präsidenten in Indien seit sieben Jahren darstellt. Die beiden Führer diskutierten über den Ausbau der Handelsbeziehungen, der Verkehrsinfrastruktur und des Marktzugangs, während Indien seine BRICS-Präsidentschaft 2026 abschließt, bevor China 2027 die Rolle übernimmt.
Lösungen, die innerhalb der BRICS entwickelt werden, sollten nicht auf ihre Mitglieder beschränkt bleiben, sondern Entwicklungsländern allgemein zugänglich sein.
Diplomatische Positionen und Erweiterung
Der Gipfel markierte eine größere Zusammenkunft der Koalition, die 2009 mit Brasilien, Russland, Indien und China begann, bevor Südafrika hinzukam. Die Vollmitgliedschaft hat sich inzwischen auf Ägypten, Äthiopien, Indonesien, Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate erweitert, zusammen mit zehn Partnerländern wie Belarus, Kasachstan, Malaysia, Nigeria und Vietnam. Der russische Präsident Wladimir Putin wandte sich an die Sitzung, bezeichnete die Gruppierung als Instrument zur Etablierung einer multipolaren internationalen Ordnung und forderte die Teilnehmer auf, ihre wettbewerbsfähigen wirtschaftlichen Vorteile zu vereinen. Auf diplomatischer Front verabschiedete der Gipfel eine gemeinsame Erklärung zum Nahen Osten mit Unterstützung sowohl des Iran als auch der VAE, die Zurückhaltung und Deeskalation fordert. Kremlsprecher Dmitri Peskow stellte fest, dass Putin separate Angebote der Führer Chinas und Indiens begrüßte, bei Friedensverhandlungen bezüglich der Ukraine zu helfen.
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Globale KI-Standards und Sicherheitsdebatten
Xis KI-Ankündigung steht im Zusammenhang mit Pekings früherem Start der in Shanghai ansässigen World AI Cooperation Organization am 16. Juli 2026. Diese Körperschaft umfasst 29 Unterzeichnerstaaten, darunter Brasilien, Indonesien, Pakistan und Russland, schließt jedoch Mitglieder der Europäischen Union aus. Die Erklärung des Gipfels von Neu-Delhi integrierte die Shanghai-Organisation nicht formell, sondern entschied sich für allgemeine Formulierungen zu KI-Sicherheit, Inklusivität und Zuverlässigkeit. Der Vorschlag fällt mit laufenden Diskussionen in westlichen Technologiezentren über existenzielle Risiken durch schnelle Modellentwicklung zusammen, bei denen der Anthropic-Chef Dario Amodei, Elon Musk und OpenAI-Chef Sam Altman kürzlich über eine Verlangsamung des Tempos von Grenzveröffentlichungen diskutierten. KI-Governance wird voraussichtlich ein zentrales Thema bleiben, wenn Xi Ende September 2026 zu Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump in die Vereinigten Staaten reist.


