
China nimmt Küstenwache-Patrouillen östlich von Taiwan wieder auf – Kritik aus Taipeh und europäischen Hauptstädten
Peking hat am Samstag seine Flottille ausgetauscht, um eine im Juni begonnene maritime Kontrolloperation fortzusetzen, was Taiwan dazu veranlasste, Peking vorzuwerfen, den Status quo zu untergraben und gegen internationales Recht zu verstoßen.
Patrouillen werden mit Flottillenwechsel wieder aufgenommen
Die chinesische Küstenwache hat am Samstag die Patrouillen in den Gewässern östlich von Taiwan wieder aufgenommen und die von der Daishan angeführte Flottille durch eine neue Gruppe unter der Leitung des Schiffes Xiushan ersetzt. Sprecher Jiang Lue sagte, der Wechsel solle die Kontinuität der "besonderen maritimen Verkehrskontrolloperation" gewährleisten, die im Juni begonnen hatte. Nach Angaben des Verkehrsministeriums wurden in der ersten Phase vom 6. bis 10. Juni 198 Schiffe inspiziert.
- Erste Phase der besonderen maritimen Verkehrskontrolloperation beginnt; bis zum 10. Juni werden 198 Schiffe inspiziert.
- Großbritannien, Frankreich und Deutschland geben eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie die Patrouillen als Bedrohung für die regionale Stabilität bezeichnen.
- China nimmt Patrouillen mit Flottillenwechsel von der Daishan- zur Xiushan-Gruppe wieder auf.
Taiwans Verurteilung
Der Mainland Affairs Council (MAC) Taiwans erteilte eine scharfe Rüge und erklärte, dass "China keine Souveränität oder Rechte in den Gewässern östlich von Taiwan hat" und verurteilte "energisch die Verstöße gegen das Völkerrecht durch die chinesische Küstenwache." Der Rat fügte hinzu, dass wiederholte illegale Handlungen durch Wiederholung nicht legitim werden, und gelobte, die Zusammenarbeit mit demokratischen Partnern zu verstärken, um die Freiheit der Schifffahrt zu schützen.
Illegale Handlungen bleiben illegal, egal wie oft sie wiederholt werden.
Pekings Rechtfertigung
Zhu Fenglian, Sprecherin des Taiwan-Büros des chinesischen Staatsrates, verteidigte die Patrouillen als "vernünftig, rechtmäßig, legitim und notwendig." Sie behauptete, dass China eine ausschließliche Wirtschaftszone und einen Festlandsockel östlich von Taiwan besitze, eine Behauptung, die Taipeh zurückweist. Zhu bezeichnete die Operation als "gerechte Aktion" gegen Japan und die Philippinen, die kürzlich Pläne angekündigt hatten, ihre eigenen Seegrenzen in demselben Gebiet auszuhandeln.
China besitzt eine ausschließliche Wirtschaftszone und einen Festlandsockel in den Gewässern östlich der Insel Taiwan.
Internationale Reaktion
Letzten Monat gaben das Vereinigte Königreich, Frankreich und Deutschland eine ungewöhnliche gemeinsame Erklärung ab, in der sie den Einsatz als Bedrohung für die regionale Stabilität, die Freiheit der Schifffahrt und die Sicherheit des internationalen Seeverkehrs bezeichneten. Die europäischen Bedenken verleihen dem Streit eine multilaterale Dimension, den Peking als eine Frage der Durchsetzung seiner eigenen Hoheitsgewässer betrachtet.


