Umgekippter Chemietanker legt Autobahn 6 bei Heilbronn lahm – Notarzt für Fahrer
Die Autobahn 6 bei Heilbronn bleibt in beide Richtungen gesperrt, nachdem ein Lastwagen mit Butylacrylat umgekippt ist. Es wurde ein 150-Meter-Sperrbereich eingerichtet, die aufwendige Umladung der Chemikalie läuft.
Umgekippter Tanker legt Autobahn 6 bei Heilbronn lahm
Ein Gefahrgut-Lkw ist am Freitag auf der Autobahn 6 bei Heilbronn von der Fahrbahn abgekommen und umgestürzt. Die Autobahn ist in beide Richtungen voll gesperrt. Der Unfall ereignete sich kurz vor dem Kreuz Öhringen im Südwesten des Landes Baden-Württemberg. Nach Polzeiangaben hatte der Fahrer die Autobahn nach einer akuten medizinischen Notlage verlassen. Am Freitag war die Ursache noch als ungeklärt gemeldet worden. Der Fahrer zog sich schwere Verletzungen zu und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Die Einsatzkräfte rückten mit großer Stärke aus, darunter zwei Rettungshubschrauber sowie Bodeneinheiten, um die Einsatzstelle zu sichern.
- Ein Gefahrgut-Lkw kippt kurz nach der Anschlussstelle Öhringen auf der Autobahn 6 um.
- Behörden richten eine 150-Meter Gefahrenzone ein. Ein Sekundärunfall mit vier Fahrzeugen auf der Gegenfahrbahn.
- Die Polizei bestätigt, dass die A6 während der Umladearbeiten in beide Richtungen unpassierbar bleibt.
Gefahrgut und 150-Meter-Sicherheitszone
Die Einsatzkräfte identifizierten die Ladung des umgestürzten Tankers als Butylacrylat. Nach Angaben des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) ist Butylacrylat ein brennbarer chemischer Stoff, der akute Reizungen von Augen, Haut und Atemwegen verursachen kann. Aufgrund der chemischen Eigenschaften, und der Gefahr von Verbrennungen, riet die Polizei eine Sperrzone mit einem Radius von 150 Metern rund um den Unfallort ein. Die Polizei Weinsberg und koordinierte Einsatzkräfte evakuierten alle Personen, die sich innerhalb dieses 150-Meter-Bereichs aufhielten, und entfernten Autofahrer und Schaulustige von den Fahrbahn, um eine toxische Belastung oder Verletzung der Personen zu verhindern.
Folgeunfall mit mehreren Fahrzeugen auf der Gegenfahrbahn
Kurz nach dem Chemietankerunfall wurde auf der Gegenfahrbahn der Autobahn 6 ein separater Unfall gemeldet. Der Folgeschunfall involvierte vier Fahrzeuge die die Gegenrichtung fuhren, insofern er den Einsatz der Rettungskräfte erschwerte. Ersten Meldungen vom Freitagabend zufolge erlitt eine Person leichte Verletzungen bei diesem zweiten Unfall. Die Polizei gab am Samstagmorgen ein aktualisiertete Bilanz: Vier Personen haben bei dem Auffahrunfall mit vier Autos leichte Verletzungen erlitten. Die parallelen Unfälle zwangen die Rettungskräfte, auf einer Fahrbahn die Chemikalien zu beseitigen und auf der anderen die Unfallfolgen zu beseitigen.
- Schwere Verletzungen (Tankerfahrer)
- 1
- Leichte Verletzungen (Sekundärunfall)
- 4
Spezialisierte Umladung verlägert Vollsperrung
Die Autobahn 6 blieb auch am Samstagmorgen in beide Richtung unpassierbar. Polizeisprecher bestätigten, dass die Vollsperrung noch mehrere Stunden andauen könnte. Der umgestürzte Lkw kann nicht abgeschleppt oder aufgerichtet werden, solange das gefährliche Butylacrylat nicht in einen Ersatzlaster gepumpt und von der Unfallstelle abtransportiert ist. Die Polizei bestätigte, dass die Fahrbahn erst nach Abschluss dieser aufwendigen Umladearbeiten wieder eröffnet weden kann – auch nicht teilweise. Die Verkehrssungen raten Autofahrern weiterhin, den Abschnitt Heilbronn/Öhringen weiträumig zu umfahren, während die Bergungs- und Gefahrgutspezialisten die Reinigungsarbeiten durchführen.


