Regierung · Madrid
Spanischer Richter wegen Äußerung über Polizeischutz für Frau des Premierministers mit Disziplinarverfahren konfrontiert
Der spanische Richterrat hat Äußerungen von Richter Juan Carlos Peinado, wonach Polizeischutz möglicherweise eine Flucht von Begoña Gómez begünstigen könnte, an einen Disziplinarbeauftragten verwiesen. Peinado hatte zuvor ein mündliches Hauptverfahren gegen die Frau des Premierministers eröffnet.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von LaSexta, eldiario.es, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Die 80-seitige Verfügung von Richter Peinado leitet ein Hauptverfahren gegen Begoña Gómez, ihre Assistentin und einen Geschäftsmann ein, demzufolge sie ein System zum Austausch von beruflichem Aufstieg gegen öffentliche Aufträge betrieben haben sollen.
Richter Peinado verhängte Sicherheitsmaßnahmen, darunter die Passbeschlagnahme, begründet mit Vergleichen zu Korruptions- und Drogenhandelsfällen, und nannte Mittwoch als Abgabetermin.
Die Andeutung des Richters, dass Polizeischutz eine Flucht begünstigen könnte, veranlasste den CGPJ, die Angelegenheit an seinen Disziplinarbeauftragten wegen möglichen schweren Fehlverhaltens zu verweisen.
Minister Torres nannte die Verfügung ‚völligen Unsinn‘ und begrüßte den Disziplinarschritt; Vox bezeichnete das Vorgehen des CGPJ als unrechtmäßigen Eingriff und verwies auf frühere Polizeikorruption.
Richter Peinado geht voraussichtlich im September 2026 in den Ruhestand, so dass jede Disziplinarstrafe nur begrenzte praktische Auswirkungen hätte, obwohl eine Strafanzeige wegen Verleumdung weiterhin möglich ist.
- 20.06.Richter Peinado erlässt 80-seitige Verfügung zur Eröffnung des mündlichen Hauptverfahrens und ordnet Passabgabe an.
- 22.06.Ständige Kommission des CGPJ verweist die Flucht-Anspielung des Richters an den Disziplinarbeauftragten.
- 24.06.Begoña Gómez wird vor Gericht geladen, um ihren Pass abzugeben.
- September 2026Geplanter Ruhestand von Richter Peinado.
Das Urteil und seine Folgen
Richter Juan Carlos Peinado erließ eine 80-seitige Verfügung, mit der er ein mündliches Hauptverfahren gegen Begoña Gómez, die Ehefrau von Premierminister Pedro Sánchez, sowie gegen ihre Assistentin Cristina Álvarez und den Geschäftsmann Juan Carlos Barrabés eröffnete. Die Verfügung wirft ihnen vor, ein System zur Förderung von Gómez' beruflicher Karriere unter Ausnutzung ihrer Ehe mit dem Regierungschef organisiert zu haben, darunter zwei Masterabschlüsse und eine außerordentliche Professur an der Universität Complutense, im Austausch für die Bevorzugung öffentlicher Aufträge für Barrabés. Im Rahmen des Urteils verhängte Peinado Sicherheitsmaßnahmen: Gómez muss ihren Pass am Mittwoch abgeben und sich regelmäßig beim Gericht melden.
Der Richter begründete die Passbeschlagnahme unter anderem mit Verweisen auf Fälle von wesentlich größerer Schwere (die Verurteilung des früheren Ministers Jaume Matas, die Invercaria-Affäre, ein weiterer Zweig des andalusischen ERE-Skandals) und sogar auf einen Drogenhandelsfall von vor zwei Jahren, in dem er mutmaßliche Kokainschmuggler inhaftiert hatte. Er argumentierte, dass solche Beschränkungen gerechtfertigt seien, um Fluchtgefahr zu verhindern.
Die Anspielung, die den Streit entfachte
Die Verfügung enthielt einen Satz, der scharfe Verurteilung hervorgerufen hat: Peinado deutete an, dass die Polizeibeamten, die Begoña Gómez schützen sollten, bei einer hypothetischen Flucht aus Spanien mitwirken könnten. Die Polizeigewerkschaften reagierten sofort, und Innenminister Fernando Grande-Marlaska übermittelte seine „energischste Beschwerde“ an den Vorsitzenden der Justiz. Die Ständige Kommission des Generalrats der Richter (CGPJ) trat am Montag zusammen und beschloss, die Angelegenheit dem Disziplinarbeauftragten wegen einer möglichen schweren Straftat der Missachtung zu übergeben.
„Es ist völliger Unsinn. Die Behauptung, die Beamten könnten an einer hypothetischen Flucht teilnehmen oder daran mitschuldig sein, überschreitet jede logische Grenze.“
Der CGPJ muss schnell handeln, wenn er Peinado sanktionieren will, da der Richter voraussichtlich im September 2026 in den Ruhestand geht.
Reaktionen der Regierung und der Politik
Die Regierung hat ihre Kritik hinter Torres vereint, während die Vox-Partei sich geweigert hat, den Richter zu verurteilen. Vox-Sprecher José Antonio Fúster bezeichnete den Schritt des CGPJ als „eine wirkliche Schande“ und einen „offenkundigen und unrechtmäßigen Eingriff“ in die Befugnisse des Provinzgerichts Madrid. Er fügte hinzu: „Es gibt korrupte Polizisten, das ist offensichtlich. Wir haben es bei der UDEF [dem ehemaligen Chef, der 20 Millionen Euro in einer Mauer versteckt hatte] gesehen.“ Fúster behauptete auch, dass „einige Polizisten illegitime Befehle befolgen könnten.“
Torres forderte jedoch Respekt für die Gewaltenteilung und die Unschuldsvermutung. „Diese Verfolgung ist unerträglich“, sagte er. Der Präsident der Xunta de Galicia, Alfonso Rueda, nannte die Anspielung auf eine Polizeiflucht „unglücklich“, betonte jedoch, dass sie die „soliden rechtlichen Argumente“ für die Eröffnung eines mündlichen Hauptverfahrens nicht untergrabe.
Justizielle und öffentliche Kommentare
Der Fall hat deutliche Äußerungen von Rechtskommentatoren hervorgerufen. Der Journalist Antonio Maestre bemerkte, dass sich Richter Ismael Moreno im Fall Plus Ultra nur deshalb für befangen erklärt habe, weil er mit einem der Angeklagten einen Kaffee getrunken hatte. „Herr Peinado hätte schon längst für befangen erklärt werden müssen“, sagte Maestre. „Was nicht erlaubt werden darf, sind die ständigen Entgleisungen. Dieser Mann sollte selbst gerichtet werden, anstatt andere zu richten.“
Der Anwalt Miguel Ángel Campos fragte, warum die Staatsanwaltschaft noch keine Anzeige wegen Verleumdung gegen die staatlichen Kräfte erstattet habe. „Die Passbeschlagnahme ist angesichts ihrer Bekanntheit und ihrer Verwurzelung bereits absolut beispiellos“, erklärte er. Er bezeichnete den Disziplinarweg des CGPJ als Sackgasse und fragte: „Worauf wartet die Staatsanwaltschaft, um eine Anzeige wegen Verleumdung gegen die Sicherheitskräfte des Staates gegen Richter Peinado zu erstatten?“
„Was nicht erlaubt werden darf, sind die ständigen Entgleisungen. Dieser Mann sollte selbst gerichtet werden, anstatt andere zu richten.“
Wie es weitergeht
Begoña Gómez ist aufgefordert, ihren Pass am Mittwoch, den 24. Juni, vorzulegen. Parallel dazu wird der Disziplinarbeauftragte des CGPJ prüfen, ob Peinados Äußerungen ein formelles Verfahren rechtfertigen. Selbst wenn eine Sanktion verhängt wird, ist ihre praktische Wirkung durch seinen bevorstehenden Ruhestand begrenzt, aber dem Richter droht möglicherweise auch eine private Strafanzeige wegen Verleumdung durch die betroffenen Beamten oder die Staatsanwaltschaft.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- LaSextaEl futuro judicial de Peinado: podría enfrentarse a una querella por injurias y calumnias tras señalar a agentes de policía
- eldiario.esEl juez Peinado compara el caso de Begoña Gómez con el de unos narcos a los que él mismo encarceló
- LaSextaAntonio Maestre, tajante sobre el juez Peinado: "Tendría que ser juzgado él en vez de juzgar a los demás"
- LaSextaMiguel Ángel Campos se pregunta "a qué espera la Fiscalía" para interponer una querella al juez Peinado por sus insinuaciones sobre la Policía
- Juan Carlos Peinado
- Ermittlungsrichter, der ein mündliches Hauptverfahren gegen Begoña Gómez eröffnete und dem wegen Äußerungen über Polizeiflucht ein Disziplinarverfahren droht.
- Begoña Gómez
- Ehefrau des spanischen Premierministers Pedro Sánchez, Angeklagte im Einflussnahme-Verfahren um öffentliche Aufträge.
- Pedro Sánchez
- Premierminister von Spanien, dessen Ehefrau Gegenstand des Gerichtsverfahrens ist.
- Ángel Víctor Torres
- Spanischer Minister für Territorialpolitik und demokratisches Gedächtnis, der die Verfügung des Richters verurteilte.
- Alfonso Rueda
- Präsident der Xunta de Galicia, der die Flucht-Anspielung als ‚unglücklich‘ bezeichnete, aber die rechtliche Begründung für das Hauptverfahren verteidigte.
- José Antonio Fúster
- Sprecher der Vox-Partei, der sich weigerte, den Richter zu tadeln, und auf frühere Polizeikorruption hinwies.
- Antonio Maestre
- Journalist, der argumentierte, dass Peinado gerichtet werden sollte, anstatt andere zu richten.
- Miguel Ángel Campos
- Rechtskommentator, der sich fragte, warum die Staatsanwaltschaft noch keine Verleumdungsklage gegen den Richter eingereicht habe.
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