Regierung · Warschau
CBA-Chef sagt volle Kooperation zu, nachdem drei Beamte im Pegasus-Spionage-Skandal angeklagt wurden
Der Chef des Zentralen Antikorruptionsbüros (CBA), Tomasz Strzelczyk, hat am Sonntag in einer Erklärung seine volle Kooperation mit der Staatsanwaltschaft zugesagt, nachdem drei aktive und ehemalige Beamte wegen Amtsmissbrauchs im Zusammenhang mit der Beschaffung und Nutzung des Pegasus-Spionage-Systems angeklagt wurden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von wpolityce.pl, polsatnews.pl, TVN24 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Zwei ehemalige Beamte und eine aktive Sachverständige werden beschuldigt, ihre Befugnisse überschritten, Falschbeurkundungen vorgenommen und rechtswidrig Telefondaten erlangt zu haben, die einen Anwalt und einen PR-Profi betrafen.
Angela P., eine Sachverständige der Warschauer CBA-Delegation, wurde unmittelbar nach Erhebung der Anklagen aus dem Dienst entlassen, im Einklang mit einer erklärten Null-Toleranz-Politik.
Tomasz Strzelczyk betonte, dass das Büro mit der Staatsanwaltschaft kooperiert und bekräftigte, dass niemand über dem Gesetz stehe. Er übernahm die persönliche Verantwortung für die Personalpolitik.
Oberst Andrzej Stróżny forderte den amtierenden CBA-Chef auf, zu erklären, auf wessen Befehl und in wessen Interesse er operative Methoden mit dem Pegasus-Ausschuss geteilt habe.
- 8.06.Ergänzende Anklagen gegen Jarosław W., Katarzyna S. und die aktive Beamtin Angela P. eingereicht.
- 12.06.Staatsanwaltschaft gibt neue Anklagen bekannt; Angela P. mit sofortiger Wirkung entlassen.
- 14.06.CBA-Chef Tomasz Strzelczyk gibt Kooperationszusage ab; Ex-Chef Andrzej Stróżny reagiert mit Kritik.
Das Zentrale Antikorruptionsbüro (CBA) ist diese Woche in den Fokus einer hochkarätigen strafrechtlichen Ermittlung geraten, nachdem die Staatsanwaltschaft neue Anklagen im Zusammenhang mit der umstrittenen Pegasus-Überwachungssoftware erhoben hatte. CBA-Chef Tomasz Strzelczyk reagierte am Sonntag mit einer Kooperationserklärung, kündigte die sofortige Entlassung eines aktiven Beamten an und betonte, dass niemand über dem Gesetz stehe. Der Schritt stieß auf scharfe Kritik des ehemaligen CBA-Chefs Andrzej Stróżny, der die Preisgabe sensibler operativer Informationen in Frage stellte.
Anklagen wegen Machtmissbrauchs bei Überwachung
Die Staatsanwaltschaft (PK) gab am 12. Juni bekannt, dass drei Personen ergänzende Anklagen erhalten haben: Jarosław W., ehemaliger Direktor der Warschauer Delegation des CBA; Katarzyna S., ehemalige Leiterin der operativ-ermittelnden Abteilung dieser Delegation; und Angela P., eine Sachverständige derselben Abteilung. Allen drei wird vorgeworfen, gemeinsam zwei Straftaten begangen zu haben, darunter Amtsüberschreitung, Falschbeurkundung und betrügerische Erlangung falscher Bescheinigungen.
Der erste Vorwurf betrifft die rechtswidrige Einleitung und wiederholte Verlängerung einer operativen Überwachung gegen einen Rechtsanwalt, die ohne tatsächliche oder rechtliche Grundlage erfolgte. Laut PK-Sprecher Przemysław Nowak erlangten die Verdächtigen Daten vom Telefon des Anwalts (E-Mails, SMS, MMS und Messenger-Kommunikation von iMessage und WhatsApp) ohne die erforderliche gerichtliche Zustimmung und verletzten damit das Anwaltsgeheimnis. Der zweite Vorwurf bezieht sich auf die Überwachung einer Person aus der PR-Branche, die angeblich auf rechtswidrig während der früheren Operation gesammelten Materialien beruhte. Die Staatsanwaltschaft gibt an, dass die Verdächtigen den ersten stellvertretenden Generalstaatsanwalt und Richter des Warschauer Bezirksgerichts in ihren Anträgen getäuscht hätten.
Strzelczyk sagt Kooperation zu
In einer am Sonntagmorgen auf X veröffentlichten Erklärung erklärte Strzelczyk, seine Priorität sei es, dass das Büro mit „absolutem Respekt vor dem geltenden Recht“ arbeite.
„Ich lasse mich von dem Grundsatz leiten, dass niemand über dem Gesetz steht, unabhängig von der ausgeübten Position oder Funktion.“
Er bestätigte, dass die aktive Beamtin Angela P. als Konsequenz aus den Anklagen mit sofortiger Wirkung entlassen wurde. „Jegliche Handlungen, die gegen gesetzliche Bestimmungen oder interne Verfahren verstoßen, werden eine sofortige und entschlossene Reaktion nach sich ziehen“, fügte Strzelczyk hinzu und erklärte, er übernehme „die volle Verantwortung für die derzeit im Büro betriebene Personalpolitik“. Regierungssprecher Jacek Dobrzyński hatte zuvor angemerkt, dass Prüfungen innerhalb des CBA auf Anordnung des Ministerkoordinators für die Geheimdienste Tomasz Siemoniak durchgeführt wurden und dass das Büro selbst 2024 die erste Anzeige erstattet hatte, die zur Beweisführung für die Ermittlungen beitrug.
Ehemaliger CBA-Chef fordert aktuellen Leiter heraus
Der versöhnliche Ton von Strzelczyks Erklärung stieß bei seinem Vorgänger, Oberst Andrzej Stróżny, auf Skepsis, der die Offenlegung operativer Methoden gegenüber dem parlamentarischen Pegasus-Ausschuss in Frage stellte.
„Sie werden der Öffentlichkeit und der Staatsanwaltschaft zu gegebener Zeit alles erklären … auf wessen Befehl und in wessen Interesse Sie dem sogenannten Pegasus-Ausschuss (und nicht nur ihm) Informationen über die Mittel, Formen und Methoden der operativen Arbeit der Geheimdienste übergeben haben.“
Der Schlagabtausch unterstrich die politischen Spannungen rund um die langwierige Pegasus-Ermittlung, in deren Rahmen bereits im Juni 2025 erste Anklagen gegen die ehemaligen CBA-Beamten Jarosław W. und Katarzyna S. erhoben wurden. Die Verdächtigen haben die Vorwürfe bestritten und sich geweigert, Aussagen zu machen, so die Staatsanwaltschaft.
Zeitleiste der Ermittlungen
Die Ermittlungen, die seit April 2024 vom Ermittlungsteam Nr. 3 der Staatsanwaltschaft geführt werden, haben sich in mehreren Phasen entwickelt.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Tomasz Strzelczyk
- Chef des Zentralen Antikorruptionsbüros (CBA), sagte Kooperation bei den Pegasus-Ermittlungen zu und entließ einen angeklagten Beamten.
- Andrzej Stróżny
- Ehemaliger Chef des CBA, kritisierte Strzelczyk für die Weitergabe operativer Informationen an den Pegasus-Ausschuss.
- Angela P.
- Aktive Sachverständige in der operativ-ermittelnden Abteilung der Warschauer CBA-Delegation, im Rahmen der Pegasus-Ermittlungen angeklagt und sofort entlassen.
- Jarosław W.
- Ehemaliger Direktor der Warschauer CBA-Delegation, angeklagt wegen Amtsmissbrauchs und Falschbeurkundung im Pegasus-Verfahren.
- Katarzyna S.
- Ehemalige Leiterin der operativ-ermittelnden Abteilung der Warschauer CBA-Delegation, im Rahmen der Pegasus-Ermittlungen angeklagt.
- Przemysław Nowak
- Sprecher der Staatsanwaltschaft, gab die neuen Anklagen gegen CBA-Beamte bekannt.
- Jacek Dobrzyński
- Pressesprecher des Ministerkoordinators für die Geheimdienste, bestätigte die sofortige Entlassung des angeklagten Beamten.
- Tomasz Siemoniak
- Ministerkoordinator für die Geheimdienste, ordnete Prüfungen innerhalb des CBA an, die zu den Ermittlungen beitrugen.
- Waldemar Żurek
- Staatsanwalt, der die Ermittlungen im Pegasus-Fall leitet und mit dem Strzelczyk die Zusammenarbeit zusagte.
- Orte
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