Regierung · Valencia und Madrid

Valencias Bürgermeisterin Catalá bestätigt: Keine Flutwarnung der Generalitat, Kritik an Hochwasserplan des Vorgängers vor dem Kongress

María José Catalá erklärte vor der Dana-Untersuchungskommission des Kongresses, dass die valencianische Regionalregierung die Kommunen nicht vor der drohenden Flut gewarnt habe. Zudem habe der städtische Hochwasserplan, der unter der Vorgängerverwaltung erstellt wurde, Überschwemmungen in den betroffenen Stadtteilen nicht vorgesehen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von eldiario.es, La Razón, europa press und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Valencia, Madrid · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 29.10.Es-Alert mobile Massenwarnung durch Generalitat versandt
  2. 29.10.Mazón trifft im Cecopi ein
  3. 29.10.Cecopi benachrichtigt Stadt Valencia über Überschwemmungen

Catalá sagt aus: Keine Warnung der Regionalregierung

María José Catalá, Bürgermeisterin von Valencia, erschien vor der Kongresskommission, die die Dana-Katastrophe vom 29. Oktober 2024 untersucht, bei der in der Provinz 230 Menschen und in den südlichen Stadtteilen Valencias 17 Menschen ums Leben kamen. Sie bestätigte, dass die Generalitat Valenciana die Gemeinden nicht vor der drohenden Flut gewarnt habe. Das Cecopi, das integrierte operative Koordinierungszentrum, informierte die Stadt Valencia erst um 20:47 Uhr, obwohl der erste Notruf über eindringendes Wasser bereits um 20:04 Uhr von einer in der Estación Sud eingeschlossenen Person einging.

„Wie hätten wir die Bevölkerung warnen sollen, wenn uns niemand vor der kommenden Flut gewarnt hat?“

María José Catalá, Bürgermeisterin von Valencia
Catalá gab an, sie habe persönlich um 8:56 Uhr die regionale Notfallstadträtin Salomé Pradas angerufen und mit dem Regionalsekretär Emilio Argüeso gesprochen, womit sie die erste lokale Führungskraft war, die Informationen einholte.

Ein Hochwasserplan, der keine Flut vorsah

Catalá machte den städtischen Hochwasseraktionsplan, der unter der Vorgängerverwaltung des Compromís-Bürgermeisters Joan Ribó genehmigt wurde, direkt verantwortlich. Sie verlas eine Passage, in der es hieß, dass ein Überlaufen des Barranco del Poyo direkt in die Lagune L'Albufera und die Reisfelder abfließen würde, nicht in städtische Gebiete.

„Was am Tag der Dana in meiner Gemeinde versagt hat, war der Hochwasseraktionsplan, der vom vorherigen städtischen Team genehmigt wurde.“

María José Catalá, Bürgermeisterin von Valencia
Als die spezielle hydrologische Warnung für den Poyo um 12:20 Uhr herausgegeben wurde, reagierte die Stadt mit der Kontaktaufnahme zum Devesa-Albufera-Dienst, um die Öffnung der Schleusen zu veranlassen. Catalá betonte, der Stadtrat habe keine Kompetenz zur Überwachung flussaufwärts gelegener Bedingungen gehabt und sei nur für flussabwärts zuständig gewesen. Dies rechtfertige, warum keine Megaphone eingesetzt wurden, um die Bewohner der südlichen Stadtteile La Torre, Forn d'Alcedo und Castellar-L'Oliveral zu warnen, wo alle 17 Todesopfer der Stadt zu beklagen waren.

Barcones: Staatliche Ressourcen bereitgestellt, Region verzögerte Aktivierung

Virginia Barcones, Generalsekretärin für Katastrophenschutz und Notfälle, erklärte vor derselben Kommission, dass alle staatlichen Ressourcen der valencianischen Regionalregierung am 29. Oktober sofort und automatisch zur Verfügung gestanden hätten. Sie betonte, dass die Kompetenz für das Notfallmanagement eindeutig bei der Region liege. Barcones enthüllte, dass trotz der von den Behörden der Generalitat selbst herausgegebenen meteorologischen und hydrologischen Warnungen die regionale operative Stufe bis 14:11 Uhr auf Null – der niedrigsten Stufe – verblieb.

„Wir sahen Warnungen der Generalitat selbst, aber sie blieben auf der operativen Stufe Null. Wir fragten sie: Sind Sie bei diesen Warnungen auf Stufe Null oder liegt ein Missverständnis vor?“

Virginia Barcones, Generalsekretärin für Katastrophenschutz und Notfälle in Spanien
Um 14:11 Uhr hob die Region die Stufe nur für die Gebiete Ribera Alta und La Plana de Utiel-Requena auf eins an. Barcones bestätigte zudem, dass die mobile Massenwarnung (Es-Alert), die um 20:11 Uhr versandt wurde, eine doppelte regionale Verifizierung erforderte und von der Generalitat in Ausübung ihrer Befugnisse ausgelöst wurde.

Verteidigung von Mazón und politische Spannungen

Die Anhörung legte anhaltende politische Gräben offen. Die Compromís-Abgeordnete Àgueda Micó zeigte ein Foto von Catalá, wie sie vom ehemaligen Präsidenten der Generalitat, Carlos Mazón, auf die Wange geküsst wurde, und fragte die Bürgermeisterin, ob Mazón weiterhin der beste Präsident sei, den die Valencianer haben könnten. Catalá antwortete, Mazón sei der einzige Politiker, der politische Verantwortung übernommen habe. Die Kommission erfuhr aus mehreren Quellen, dass Mazón bis nach 19:00 Uhr bei einem Mittagessen mit einem Journalisten war und erst nach 20:28 Uhr im Cecopi eintraf – fast eine Viertelstunde nach der Ausgabe des Es-Alerts und zu einem Zeitpunkt, als bereits mehr als 150 Menschen gestorben waren.

Ruf nach einem neuen Rechtsrahmen

In einer parallelen Anhörung im Senat forderte José María Ángel Batalla, der ehemalige Regierungskommissar für den Dana-Wiederaufbau, der nach der Entdeckung eines gefälschten Universitätsabschlusses zurücktrat, ein administratives Rahmengesetz zur Koordinierung von Gemeinden, Regionen und Staat in Notfällen. Die PSOE-Senatorin Cristina Moreno warf ihm vor, sein Auftritt sei ein politisches Ablenkungsmanöver, das zeitlich mit Catalás Aussage im Unterhaus zusammenfalle.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen