KI-generiert·Mehr erfahren
© El Confidencial
Regierung·vor 3 Std.

Bürgermeisterin von Valencia macht veraltete Hochwasserkarten und späte Warnungen für 17 Tote bei Katastrophe 2024 verantwortlich

Bei einer Anhörung vor einem Kongressausschuss am Montag argumentierte die Bürgermeisterin von Valencia, María José Catalá, dass ein städtischer Hochwasserplan mit kartografischen Fehlern dazu geführt habe, dass die Stadt nicht wusste, dass die Poyo-Schlucht ihre südlichen Bezirke überfluten könnte, wo 17 Menschen ums Leben kamen.

Der blinde Fleck im Hochwasserplan

Catalá erklärte dem Ausschuss, dass der Hochwasseraktionsplan der Stadt, der unter der vorherigen Verwaltung des Compromís-Bürgermeisters Joan Ribó genehmigt wurde, kein Hochwasserrisiko in den drei betroffenen südlichen Bezirken vorsah: La Torre, Forn d’Alcedo und Castellar-l’Oliveral. Sie verlas eine Passage, aus der hervorgeht, dass Wasser aus einem Überlauf der Poyo-Schlucht direkt in den Albufera-See und die Reisfelder fließen würde, nicht in städtische Gebiete. Die Stadtverwaltung wies daher den Devesa-Albufera-Dienst an, die Schleusentore zu öffnen, zog es jedoch nie in Betracht, die Bewohner dieser Bezirke zu warnen.

Der Plan sah kein Hochwasserrisiko für die betroffenen Bezirke vor.

Die Bürgermeisterin sagte, niemand habe die Stadt darüber informiert, dass eine Wasserwand auf sie zukomme, weshalb das städtische Lautsprecher-Warnsystem nie aktiviert wurde.

An welchem Punkt hätten wir das Megafon benutzen sollen, wenn uns niemand davor gewarnt hat, dass eine Flut kommt?

Späte Alarme und verpasste Warnungen

Catalá schilderte den Ablauf am 29. Oktober 2024. Sie rief um 08:56 Uhr den regionalen Notfallsekretär und Stadtrat an und war damit, wie sie sagte, die erste Bürgermeisterin in der Region, die dies tat. Das städtische operative Koordinierungszentrum (Cecopal) trat um 13:00 Uhr und erneut um 15:00 Uhr zusammen. Eine Sonderwarnung für die Poyo-Schlucht wurde um 12:20 Uhr herausgegeben. Doch der erste Rettungsruf erreichte die örtliche Polizei erst um 20:04 Uhr von der Station València Sud.

Die erste Hochwasserwarnung, die wir erhielten, war um 20:04 Uhr an der Station València Sud.

Kurz darauf wurde um 20:11 Uhr das Es-Alert-System ausgelöst, und Catalá sprach um 20:13 Uhr mit dem Bürgermeister von La Torre. Die Feuerwehr traf um 20:20 Uhr ein und fand das Gebiet bereits unter Wasser vor; die meisten Opfer waren in Garagen eingeschlossen. Catalá merkte zudem an, dass das regionale Notfallkoordinierungszentrum (Cecopi) die Stadt erst um 20:47 Uhr warnte.

Wichtige Momente am 29. Oktober 2024 in der Stadt Valencia
  1. Bürgermeisterin Catalá ruft den regionalen Notfallsekretär und Stadtrat an.
  2. Sonderwarnung für die Poyo-Schlucht herausgegeben.
  3. Erstes Treffen des städtischen operativen Koordinierungszentrums (Cecopal).
  4. Zweites Cecopal-Treffen.
  5. Erster Rettungsruf bei der örtlichen Polizei an der Station València Sud eingegangen.
  6. Es-Alert-Notfallnachricht gesendet.
  7. Catalá spricht mit dem Bürgermeister von La Torre.
  8. Feuerwehr trifft ein; das Gebiet ist bereits überflutet.
  9. Regionales Notfallzentrum (Cecopi) warnt die Stadt vor Überschwemmungen in Teilen der Hauptstadt.

Verteidigung des ehemaligen Regionalpräsidenten

Als mehrere Abgeordnete fragten, ob sie immer noch glaube, dass Carlos Mazón der beste Präsident sei, den die Valencianer haben könnten, antwortete Catalá, dass der ehemalige Chef der Generalitat seine politische Verantwortung bereits übernommen habe.

Er ist der Einzige, der bei diesem beklagenswerten Ereignis seine politische Verantwortung übernommen hat.

Sie lehnte es ab, sich dazu zu äußern, ob Mazón seine parlamentarische Immunität behalten sollte, da er nun mit rechtlichen Schritten konfrontiert ist.

Politische Zusammenstöße bei der Anhörung

Die Compromís-Abgeordnete Àgueda Micó warf Catalá vor, im Fernsehen gesagt zu haben, die Stadt sei nicht betroffen gewesen, und die Bewohner der Bezirke wie Bürger zweiter Klasse behandelt zu haben. Catalá entgegnete, sie habe „außer den Bezirken“ hinzugefügt und merkte an, dass das Stadtzentrum nicht so verwüstet wurde wie Paiporta und Catarroja. Die EH-Bildu-Abgeordnete Otero fragte nach einem Bericht der Stadtverwaltung, der darauf hindeutet, dass die erste Warnung des regionalen Notdienstes erst um 23:47 Uhr eintraf, was darauf hindeutet, dass Catalá der Generalitat weitaus mehr vorzuwerfen hätte. Die Bürgermeisterin blieb bei ihrer Position, dass die Stadtverwaltung keine Kompetenz zur Überwachung der oberen Schluchtläufe habe und dass die veraltete Kartografie des Hochwasserplans das Kernversagen sei.

Valencia

5 Quellen

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Kein Tracking, keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Politik & Wirtschaft