Regierung · Valencia und Madrid
Valencias Bürgermeisterin Catalá bestätigt: Keine Flutwarnung der Generalitat, Kritik an Hochwasserplan des Vorgängers vor dem Kongress
María José Catalá erklärte vor der Dana-Untersuchungskommission des Kongresses, dass die valencianische Regionalregierung die Kommunen nicht vor der drohenden Flut gewarnt habe. Zudem habe der städtische Hochwasserplan, der unter der Vorgängerverwaltung erstellt wurde, Überschwemmungen in den betroffenen Stadtteilen nicht vorgesehen.
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Kurz gefasst
Bürgermeisterin Catalá bestätigte, dass das integrierte Notfallzentrum Cecopi die Stadt Valencia erst um 20:47 Uhr alarmierte, obwohl ein Notruf um 20:04 Uhr bereits zeigte, dass Wasser in die Stadt eingedrungen war.
Catalá erklärte, der Hochwasseraktionsplan der Stadt, der unter dem ehemaligen Compromís-Bürgermeister Joan Ribó genehmigt wurde, habe das Überlaufen des Barranco del Poyo in die südlichen Stadtteile, wo 17 Menschen starben, nicht vorhergesehen.
Katastrophenschutzchefin Barcones sagte aus, dass alle staatlichen Mittel sofort angeboten wurden, die valencianische Regierung ihre operative Notfallstufe jedoch bis 14:11 Uhr auf Null beließ.
Catalá verteidigte den ehemaligen Präsidenten der Generalitat, Carlos Mazón, als den einzigen Politiker, der politische Verantwortung übernommen habe, trotz Belegen, dass er am Tag der Katastrophe bis nach 19:00 Uhr bei einem Mittagessen war.
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Catalá sagt aus: Keine Warnung der Regionalregierung
María José Catalá, Bürgermeisterin von Valencia, erschien vor der Kongresskommission, die die Dana-Katastrophe vom 29. Oktober 2024 untersucht, bei der in der Provinz 230 Menschen und in den südlichen Stadtteilen Valencias 17 Menschen ums Leben kamen. Sie bestätigte, dass die Generalitat Valenciana die Gemeinden nicht vor der drohenden Flut gewarnt habe. Das Cecopi, das integrierte operative Koordinierungszentrum, informierte die Stadt Valencia erst um 20:47 Uhr, obwohl der erste Notruf über eindringendes Wasser bereits um 20:04 Uhr von einer in der Estación Sud eingeschlossenen Person einging.
„Wie hätten wir die Bevölkerung warnen sollen, wenn uns niemand vor der kommenden Flut gewarnt hat?“
Ein Hochwasserplan, der keine Flut vorsah
Catalá machte den städtischen Hochwasseraktionsplan, der unter der Vorgängerverwaltung des Compromís-Bürgermeisters Joan Ribó genehmigt wurde, direkt verantwortlich. Sie verlas eine Passage, in der es hieß, dass ein Überlaufen des Barranco del Poyo direkt in die Lagune L'Albufera und die Reisfelder abfließen würde, nicht in städtische Gebiete.
„Was am Tag der Dana in meiner Gemeinde versagt hat, war der Hochwasseraktionsplan, der vom vorherigen städtischen Team genehmigt wurde.“
Barcones: Staatliche Ressourcen bereitgestellt, Region verzögerte Aktivierung
Virginia Barcones, Generalsekretärin für Katastrophenschutz und Notfälle, erklärte vor derselben Kommission, dass alle staatlichen Ressourcen der valencianischen Regionalregierung am 29. Oktober sofort und automatisch zur Verfügung gestanden hätten. Sie betonte, dass die Kompetenz für das Notfallmanagement eindeutig bei der Region liege. Barcones enthüllte, dass trotz der von den Behörden der Generalitat selbst herausgegebenen meteorologischen und hydrologischen Warnungen die regionale operative Stufe bis 14:11 Uhr auf Null – der niedrigsten Stufe – verblieb.
„Wir sahen Warnungen der Generalitat selbst, aber sie blieben auf der operativen Stufe Null. Wir fragten sie: Sind Sie bei diesen Warnungen auf Stufe Null oder liegt ein Missverständnis vor?“
Verteidigung von Mazón und politische Spannungen
Die Anhörung legte anhaltende politische Gräben offen. Die Compromís-Abgeordnete Àgueda Micó zeigte ein Foto von Catalá, wie sie vom ehemaligen Präsidenten der Generalitat, Carlos Mazón, auf die Wange geküsst wurde, und fragte die Bürgermeisterin, ob Mazón weiterhin der beste Präsident sei, den die Valencianer haben könnten. Catalá antwortete, Mazón sei der einzige Politiker, der politische Verantwortung übernommen habe. Die Kommission erfuhr aus mehreren Quellen, dass Mazón bis nach 19:00 Uhr bei einem Mittagessen mit einem Journalisten war und erst nach 20:28 Uhr im Cecopi eintraf – fast eine Viertelstunde nach der Ausgabe des Es-Alerts und zu einem Zeitpunkt, als bereits mehr als 150 Menschen gestorben waren.
Ruf nach einem neuen Rechtsrahmen
In einer parallelen Anhörung im Senat forderte José María Ángel Batalla, der ehemalige Regierungskommissar für den Dana-Wiederaufbau, der nach der Entdeckung eines gefälschten Universitätsabschlusses zurücktrat, ein administratives Rahmengesetz zur Koordinierung von Gemeinden, Regionen und Staat in Notfällen. Die PSOE-Senatorin Cristina Moreno warf ihm vor, sein Auftritt sei ein politisches Ablenkungsmanöver, das zeitlich mit Catalás Aussage im Unterhaus zusammenfalle.
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Quellen und Kontext
- eldiario.esLa primera alcaldessa del PP que va a la comissió de la dana del Congrés confirma que la Generalitat no va avisar els municipis
- eldiario.esLa primera alcaldesa del PP que va a la comisión de la dana del Congreso confirma que la Generalitat no avisó a los municipios
- La RazónBarcones asegura que Mazón tuvo disponibles todos los recursos del Estado durante la dana
- europa pressCatalá diu que el que "va fallar" a València amb la dana va ser el...
- María José Catalá
- Bürgermeisterin von Valencia, sagt vor der Dana-Kommission des Kongresses aus
- Carlos Mazón
- Ehemaliger Präsident der Generalitat Valenciana
- Virginia Barcones
- Generalsekretärin für Katastrophenschutz und Notfälle in Spanien
- Joan Ribó
- Ehemaliger Bürgermeister von Valencia (Compromís), dessen Verwaltung den von Catalá kritisierten Hochwasseraktionsplan genehmigte
- Salomé Pradas
- Ehemalige valencianische Regionalstadträtin für Notfälle
- Emilio Argüeso
- Ehemaliger valencianischer Regionalsekretär, von Catalá am Morgen der Dana konsultiert
- José María Ángel Batalla
- Ehemaliger Regierungskommissar für den Dana-Wiederaufbau, sagte vor dem Senat aus
- Àgueda Micó
- Compromís-Abgeordnete im Kongress
- Orte
- Valencia
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