Film & Medien · Paris
Canal+ verpflichtet sich zu fast 1 Milliarde Euro für französisches und europäisches Kino in einem Fünfjahrespakt bis 2032
Der Fünfjahresvertrag, der von 2028 bis 2032 läuft, bedeutet eine Steigerung gegenüber der vorherigen dreijährigen Verpflichtung in Höhe von 480 Millionen Euro und bewahrt Canal+ die Möglichkeit, Filme sechs Monate nach dem Kinostart den Abonnenten anzubieten. Die Vereinbarung wurde von CEO Maxime Saada nach monatelangen Verhandlungen und öffentlicher Verstimmung mit der französischen Filmbranche bekannt gegeben.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Variety, Le Figaro.fr, Le Soir und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der neue Fünfjahrespakt ist eine deutliche Steigerung gegenüber der vorherigen dreijährigen Verpflichtung von 480 Millionen Euro.
Der Deal erlaubt es Canal+, Filme sechs Monate nach Kinostart den Abonnenten anzubieten und behält damit seine privilegierte Position in der französischen Medienchronologie.
Eine von rund 600 Fachleuten unterzeichnete Petition in Cannes beschuldigte Aktionär Vincent Bolloré einer faschistischen Agenda. CEO Maxime Saada reagierte mit der Aussage, dass Canal+ nicht mehr mit den Unterzeichnern zusammenarbeiten werde, was zu Vorwürfen der Schwarzen Liste führte.
Netflix und Prime Video legen beim Staatsrat Beschwerde ein, um die 17-monatige Wartezeit auf neue Filme zu verkürzen, und argumentieren, dass ihre Investitionshöhen einen früheren Zugang rechtfertigen.
- 27.07.Canal+ und französische Kinoorganisationen besiegeln fünfjährigen Investitionspakt über 980 Millionen Euro.
- 2025–2027Vorheriger dreijähriger Investitionspakt über 480 Millionen Euro.
- 2028–2032Neuer Pakt läuft; sechsmonatiges Veröffentlichungsfenster bleibt erhalten.
Der Deal
Canal+ wird im Rahmen eines neuen fünfjährigen Abkommens mit französischen Kinoorganisationen von 2028 bis 2032 980 Millionen Euro (fast 1,1 Milliarden US-Dollar) in französische, europäische und internationale Filme investieren. Die Summe stellt eine Steigerung gegenüber dem vorherigen Dreijahrespakt dar, der 480 Millionen Euro für den Zeitraum 2025–2027 vorsah, und beinhaltet die Verpflichtungen von OCS, dem ehemaligen konkurrierenden Pay-TV-Dienst, den Canal+ 2023 gekauft hatte. OCS hatte sich zwischen 2021 und 2023 zu mindestens 60 Millionen Euro für französische und europäische Filme verpflichtet. Vorstandsvorsitzender und CEO Maxime Saada gab den Deal am Montag, dem 27. Juli, auf X bekannt und bezeichnete ihn als Stärkung der vier Jahrzehnte währenden Unterstützung des Konzerns für den Sektor.
„Das französische Kino, das dynamischste in Europa und eine der weltweit führenden Filmindustrien, verdient es, unterstützt, finanziert und gefördert zu werden.“
Ein kontroverser Hintergrund
Die Einigung wurde nach monatelangen angespannten Beziehungen zwischen Canal+ und Teilen der französischen Kinowelt erzielt. Bei den Filmfestspielen von Cannes im Mai beschuldigte eine von rund 600 Fachleuten unterzeichnete Petition Vincent Bolloré, den größten Aktionär von Canal+ und einen konservativen Milliardär, seinen Einfluss auf die französischen Medien auszuweiten und eine faschistische Agenda zu verfolgen. Saada schlug während eines Mittagessens in Cannes zurück und sagte den Produzenten, dass Canal+ die Zusammenarbeit mit den Unterzeichnern der Petition einstellen werde. Seine Äußerungen lösten bei Branchenvertretern Vorwürfe der Schwarzen Liste aus. Am 16. Mai bestätigte er diese Haltung öffentlich und hielt den Graben bis zur letzten Verhandlungsrunde offen.
„Wir sind seit langem der führende Partner des französischen und europäischen Kinos.“
Medienchronologie und Streaming-Kriege
Mit der neuen Investition behält Canal+ die Möglichkeit, Filme sechs Monate nach ihrem Kinostart den Abonnenten zur Verfügung zu stellen – ein entscheidender Vorteil im französischen System der Medienchronologie. Die Regelung knüpft die finanziellen Verpflichtungen der Sender an die Geschwindigkeit, mit der sie auf neue Veröffentlichungen zugreifen können. Während Canal+ sein Zeitfenster festigt, klagen Netflix und Prime Video vor dem Staatsrat gegen den Rahmen und argumentieren, dass die derzeitige Wartezeit von 17 Monaten für Streamingdienste angesichts ihrer finanziellen Beiträge unverhältnismäßig sei. Saada hat sich für eine noch kürzere Frist für die Canal+-Gruppe eingesetzt und darauf hingewiesen, dass Disney+ sich ein Neunmonatsfenster im Gegenzug für eine Investition von 35 Millionen Euro in Kinofilme gesichert habe.
Wie es weitergeht
Der Fünfjahresvertrag bindet Canal+ bis 2032 als größten privaten Förderer des französischen Kinos. Er läuft parallel zu dem anhaltenden Rechtsstreit zwischen den Streamingdiensten und den französischen Regulierungsbehörden über die Medienchronologie und lässt die Möglichkeit offen, dass das gesamte Fenstersystem vor Ablauf des Pakts neu gestaltet werden könnte. Vorerst kühlt die Vereinbarung die unmittelbaren öffentlichen Nachwirkungen von Cannes ab, obwohl sich noch keine Organisation, die die Unterzeichner der Petition vertritt, zu dem Abkommen geäußert hat.
- Vorheriger Pakt (2025–2027)
- 160 Mio. €
- Neuer Pakt (2028–2032)
- 196 Mio. €
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- VarietyCanal+ Seals Landmark Pact to Invest Nearly $1.1 Billion in French and European Films
- Le Figaro.frCanal+ va investir près d'un milliard d'euros dans le cinéma français et européen jusqu'en 2032
- Le SoirCanal+ annonce un investissement d'un milliard d'euros dans le cinéma français et européen
- RTBFCanal + annonce un investissement d'un milliard d'euros sur 5 ans dans le cinéma français et européen - RTBF Actus
- Maxime Saada
- Vorstandsvorsitzender und CEO der Canal+ Group, kündigte den fünfjährigen Filminvestitionspakt an.
- Vincent Bolloré
- Konservativer Milliardär und größter Aktionär der Canal+ Group, Ziel einer Petition in Cannes.
- Orte
- Paris
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