
Bus erfasst Menschenmenge am Bahnhof Sintra nahe Lissabon – zwei Frauen tot, mindestens 20 Verletzte
Zwei Frauen starben und mindestens 20 Menschen wurden verletzt, als ein Stadtbus am Dienstagmorgen in einem Tunnel die Kontrolle verlor und eine überfüllte Bushaltestelle in Sintra westlich von Lissabon erfasste.
Was geschah
Ein Stadtbus fuhr am Dienstagmorgen in einen Tunnel nahe des Bus- und Bahnhofs von Sintra ein. Der Fahrer verlor die Kontrolle, prallte gegen einen Pfeiler und raste dann in eine Gruppe von Menschen, die an der Haltestelle warteten. Zwei Frauen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren kamen ums Leben. Der Bus kam am Bahnhof zum Stillstand, so die örtlichen Behörden.
Die beiden Opfer warteten auf den Bus, als sie erfasst wurden.
Opfer und Rettungseinsatz
Rettungskräfte gaben eine vorläufige Bilanz von drei bis vier Schwerverletzten bekannt, die Gesamtzahl der Verletzten lag zwischen 20 und 22. Die meisten Leichtverletzten seien Fahrgäste im Bus gewesen, die gerade aussteigen wollten, sagte ein Polizeibeamter. Ein großer Rettungseinsatz, darunter eine psychologische Interventionseinheit, wurde zum Unfallort entsandt. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser in Sintra und Lissabon gebracht. Die Polizei bestätigte, dass sich keine ausländischen Touristen unter den Opfern befanden.
Ermittlungen
Die Behörden haben noch nicht geklärt, warum der Fahrer die Kontrolle verlor. Der städtische Busbetreiber gab eine Erklärung ab, in der er „sein tiefstes Bedauern“ ausdrückte. Francisco Alves, Kommandant der Stadtpolizei von Sintra, sagte lokalen Medien, der Bus habe zunächst einen Pfeiler getroffen, bevor er die Menschen an der Haltestelle erfasste. Eine Untersuchung läuft.
Offizielle Reaktionen
Premierminister Luís Montenegro reagierte auf der Social-Media-Plattform X und erklärte, er habe mit tiefer Bestürzung von dem Unfall erfahren. Sintra, ein UNESCO-Weltkulturerbe, das für seine Paläste und Gärten bekannt ist, zieht viele Touristen an, doch die Behörden betonten, dass es sich bei den Opfern um Anwohner handele.


