
Überfüllter Bus stürzt in eine Schlucht im Südwesten Pakistans – mindestens 40 Tote
Ein überfüllter Reisebus auf der Fahrt von Quetta nach Peschawar ist am Freitag von einer Bergstraße abgekommen und in eine tiefe Schlucht gestürzt. Dabei kamen nach Behördenangaben mindestens 40 Menschen ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt.
Was geschah
Ein privater Reisebus mit 48 Insassen stürzte am Freitag gegen 08:00 Uhr Ortszeit in der Dana-Sar-Bergkette an der Grenze der Provinzen Belutschistan und Khyber Pakhtunkhwa in eine Schlucht. Das Fahrzeug war auf dem Weg von Quetta nach Peschawar, als es von der Straße abkam und nach Angaben von Beamten etwa 20 bis 24 Meter (70 bis 80 Fuß) tief fiel. Shahid Rind, ein Sprecher der Regierung von Belutschistan, sagte, der Bus sei durch den Aufprall „vollständig zerstört" worden.
- Bus verlässt Quetta am Donnerstagabend mit 36 Fahrgästen.
- Bus stürzt gegen 08:00 Uhr Ortszeit in eine Schlucht im Dana-Sar-Gebirge.
- Rettungsarbeiten beginnen, werden aber durch das schwierige Gelände behindert.
- Verletzte werden ins Krankenhaus von Zhob gebracht, 68 km von der Unfallstelle entfernt.
- Beamte bestätigen mindestens 40 Tote; Staatsspitze spricht Beileid aus.
Opfer und Rettung
Die meisten Behörden geben die Zahl der Toten mit 40 an, während die BBC von mindestens 32 Toten und 16 Verletzten berichtete. Andere Quellen nennen 8 oder 11 Verletzte. Die Verletzten wurden ins Tehsil-Hauptkrankenhaus in Zhob gebracht, etwa 68 Kilometer (42 Meilen) von der Unfallstelle entfernt. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten wurden durch das unwegsame, abgelegene Gelände erschwert; die Einsatzkräfte mussten Schneidgeräte einsetzen, um die Opfer aus dem Wrack zu befreien.
Überfüllung und mögliche Ursachen
Der Bus hatte ursprünglich am Donnerstagabend in Quetta 36 Fahrgäste aufgenommen, was seiner maximalen Kapazität entspricht, nahm aber später weitere Reisende von einem anderen Bus, der eine Panne hatte, an Bord, sodass die Gesamtzahl der Insassen auf 48 stieg. Ein hochrangiger Bezirksbeamter, Hazrat Ali Kakar, bestätigte die Überfüllung. Erste Berichte deuten darauf hin, dass überhöhte Geschwindigkeit eine Rolle gespielt haben könnte, während die BBC einen möglichen Lenkungsfehler ins Spiel brachte. Der Telegraph berichtete, dass ein Streit zwischen einem Passagier und dem Fahrer zu dem Unfall geführt haben könnte, was jedoch von anderen Behörden nicht bestätigt wurde. Eine offizielle Untersuchung wurde angeordnet.
Offizielle Reaktionen
Belutschistans Chief Minister Sarfraz Bugti sagte, er sei „zutiefst betroffen" über den Unfall und ordnete eine Untersuchung an. Auch Präsident Asif Ali Zardari und Premierminister Shehbaz Sharif sprachen ihr Beileid aus.Ich spreche den Familien der Verstorbenen mein Beileid aus und bete für eine baldige Genesung der Verletzten.
Verkehrssicherheit in Pakistan
Tödliche Verkehrsunfälle sind in Pakistan häufig, insbesondere auf den Bergstraßen Belutschistans, der größten und ärmsten Provinz des Landes. Verkehrsexperten weisen auf sich verschlechternde einspurige Straßen, überladene Fahrzeuge, eine schwache Durchsetzung der Verkehrssicherheitsvorschriften und das anspruchsvolle Gelände hin. Der Autobahnabschnitt, auf dem sich der Unfall am Freitag ereignete, der sich durch das Koh-e-Sulaiman-Gebirge schlängelt, gilt als einer der gefährlichsten des Landes. Im Mai kamen bei einem Busunfall im Nordwesten 17 Menschen ums Leben.


