
Bus mit Obstpflückern kracht in Gebäude in Lleida – 43–46 Verletzte, vier in kritischem Zustand
Ein Bus mit 55 Saisonarbeitern der Obstpflücke kam am Mittwochmorgen auf einer zentralen Straße in Lleida von der Fahrbahn ab und prallte gegen ein Regierungsgebäude. Dabei wurden zwischen 43 und 46 Menschen verletzt, vier von ihnen lebensgefährlich. Der kürzlich eingestellte Fahrer, der von einem Fahrlehrer begleitet wurde, verlor die Kontrolle über das Fahrzeug, das nur knapp Fußgänger auf dem Gehweg verfehlte.
Der Unfall
Am Mittwoch gegen 7:20 Uhr morgens war ein Bus der Firma Autocars Gamón auf der Rambla Ferran in Lleida in Richtung Pont Vell unterwegs, als er plötzlich die Richtung änderte und auf den Gehweg auffuhr. Das Fahrzeug mit 55 Passagieren stieß zunächst mit einem anderen großen Fahrzeug zusammen und prallte dann gegen die Fassade des Gebäudes der Diputación sowie eine Bushaltestelle. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen den Bus, der sich kurz vor der abrupten Schwenkbewegung noch normal bewegt. Es wurden keine Fußgänger angefahren, obwohl der Bürgermeister sagte, es seien nur Zentimeter gewesen.
Opfer und Einsatz
Der Bus beförderte Saisonarbeiter zu Obstpflückarbeiten im Süden der Region Segrià, mit Haltestellen in Alcarràs, Soses, Aitona, Seròs und Massalcoreig. Je nach offizieller Zählung wurden zwischen 43 und 46 Menschen verletzt. Vier befanden sich in kritischem Zustand, sieben bis neun weitere wurden schwer verletzt. Die übrigen Passagiere erlitten leichte Verletzungen. Elf Krankenwagen, ein Rettungshubschrauber und 14 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz. Die Schwerstverletzten wurden ins Hospital Arnau de Vilanova gebracht. Zudem wurde ein Team von Psychologen eingesetzt.
Es ist einer der schwersten Unfälle, den wir in Lleida erlitten haben. Zwar müssen wir keine Todesfälle beklagen, aber die Zahl der Verletzten war ziemlich erschütternd.
Fahrer und Ermittlungen
Der Bürgermeister bestätigte, dass der Fahrer erst vor Kurzem zum Unternehmen gestoßen war und von einem Fahrlehrer begleitet wurde, einem erfahrenen Fahrer. Der Fahrlehrer erlitt schwere Verletzungen und musste sich einer Amputation eines Gliedmaßes unterziehen. Der Fahrer war unter Schock, aber körperlich unverletzt. Einige Passagiere sagten den Rettungskräften, dass der Fahrer in den Tagen zuvor wegen überhöhter Geschwindigkeit verwarnt worden sei. Die Mossos d'Esquadra und die Guàrdia Urbana haben Ermittlungen eingeleitet, die sowohl menschliches Versagen als auch technisches Gebrechen prüfen.
Es fehlten nur Zentimeter, und sie hätten die Menschen überfahren, die in diesem Moment auf der Rambla unterwegs waren, aber es gibt keine verletzten Fußgänger.
Offizielle Reaktionen
Der Präsident der Generalitat, Salvador Illa, sprach den Opfern und ihren Familien seine Unterstützung aus und dankte den Rettungskräften. Der Stadtrat rief zur Zurückhaltung auf, bis der vollständige Sachverhalt geklärt sei.


