
BVG-Bus prallt in Neukölln gegen Baum: bis zu 15 Verletzte
Ein Linienbus der BVG ist am späten Samstagabend auf der Fulhamer Allee in Berlin-Britz von der Fahrbahn abgekommen. Dabei wurden bis zu 15 Fahrgäste und der Fahrer verletzt, 65 Einsatzkräfte waren vor Ort.
Nächtlicher Unfall in Britz
Ein Linienbus der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ist am Samstagabend, dem 12. September 2026, im Ortsteil Britz des Bezirks Neukölln gegen einen Baum geprallt. Nach Angaben von Polizei und Rettungsdiensten ereignete sich der Zusammenstoß spät in der Nacht zwischen 23:10 und 23:20 Uhr. Der 41-jährige Busfahrer befuhr die Fulhamer Allee in Richtung Parchimer Allee. Auf dem Abschnitt zwischen der Straße Alt-Britz und der Onkel-Bräsig-Straße, der am Schlosspark Britz entlangführt, kam das Fahrzeug aus noch ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn ab. Der Bus überquerte den Gehweg und prallte gegen einen Baum am Straßenrand, wodurch die Fahrgastzelle und die Sitzreihen strukturell beschädigt wurden.
Bilanz und medizinische Notfälle
Die offiziellen Verletztenmeldungen der Rettungskräfte dokumentierten zwischen 11 und 15 Verletzte bei dem Unfall. Die Berliner Polizei meldete insgesamt 15 Verletzte, darunter den 41-jährigen Fahrer und 14 Fahrgäste mit Kopf- und Oberkörperverletzungen sowie zahlreichen Prellungen. Die ersten Angaben der Berliner Feuerwehr nannten 11 Verletzte, darunter eine Person in Lebensgefahr und drei Schwerverletzte. Ein 25-jähriger Fahrgast, der sich beim Aufprall zwischen Fahrerkabine und einem Fahrgastsitz befand, wurde mit dem Bein im deformierten Fahrzeuginneren eingeklemmt. Die Ersthelfer leisteten vor Ort medizinische Hilfe, bevor Rettungswagen bis zu 12 Patienten in umliegende Krankenhäuser brachten, von denen zwischen drei und sieben stationär aufgenommen wurden.
- Berliner Feuerwehr
- 11 Personen
- Berliner Polizei
- 15 Personen
Rettungseinsatz und Straßensperrung
Die Berliner Feuerwehr und der Rettungsdienst setzten 65 Einsatzkräfte an der Unfallstelle auf der Fulhamer Allee ein. Die technische Rettungsmannschaft nutzte schweres hydraulisches Gerät, um Fahrzeugteile zu durchtrennen und den eingeklemmten 25-jährigen Fahrgast aus dem Buswrack zu befreien. Die Behörden sperrten die Fulhamer Allee zwischen den Kreuzungen mit der Alt-Britz und der Onkel-Bräsig-Straße für rund zwei Stunden vollständig für den Fahrzeugverkehr, während die Rettungsarbeiten liefen. Die vorübergehende Straßensperrung beeinträchtigte direkt den BVG-Linienverkehr auf dem Britzer Verkehrskorridor. Nachdem die Rettungskräfte die Verletzten versorgt und erste Gefahren beseitigt hatten, wurde die Straße in den frühen Morgenstunden des Sonntags wieder für den Verkehr freigegeben.
- Linienbus der BVG kommt von der Fulhamer Allee ab und prallt gegen einen Baum
- 65 Einsatzkräfte befreien einen eingeklemmten Fahrgast und versorgen Verletzte
- Polizei schließt Spurensicherung ab und gibt die Fulhamer Allee wieder frei
Ermittlungen der Verkehrsbehörden
Spezialisierte Beamte des Berliner Verkehrsunfallkommandos arbeiteten bis in die frühen Morgenstunden am Unfallort, um forensische Spuren zu sichern und die Fahrbahnumgebung zu dokumentieren. Die Ermittler vermaßen Reifenspuren, Fahrzeugschäden und den Aufprallpunkt am Baum, um den genauen Verlauf des Busses zu rekonstruieren. Die formelle Untersuchung der Umstände und der Unfallursache wurde der Fachdienststelle für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 4 (Süd) übertragen. Die Ermittler haben bislang keine ersten Hinweise auf die Beteiligung eines Drittfahrzeugs, gravierende Fahrbahnmängel oder festgestellte technische Defekte gemeldet. Die Spezialkommission wertet weiterhin technische Fahrzeugdaten aus und sammelt Zeugenaussagen, um zu klären, warum der Bus seine Fahrspur verlassen hat.


