
Starmer erwägt Rücktritt, während die Kabinettsrevolte nach Burnhams Nachwahl-Sieg wächst
Wirtschaftsminister Peter Kyle erklärte, der Premierminister denke über die „politischen Realitäten“ nach, nachdem Andy Burnham die Nachwahl gewonnen habe. Berichten zufolge könnte Starmer am Montag einen Zeitplan für seinen Rücktritt bekannt geben.
Der Auslöser: Burnhams Nachwahl-Sieg
Andy Burnham gewann die Nachwahl im Wahlkreis Makerfield mit deutlichem Vorsprung, verdoppelte fast die Labour-Mehrheit und sicherte sich einen Parlamentssitz, von dem aus er eine Führungsherausforderung starten kann. In seiner Siegesrede warnte Burnham, die Partei habe eine „letzte Chance zur Veränderung“.
Starmers trotzige Haltung bröckelt
Am Freitagmorgen sagte Starmer Reportern, er werde sich jeder Abstimmung stellen.
Doch am Freitagabend hatte sich die Stimmung gewandelt. Der Observer berichtete, dass Starmer auf Chequers mit seiner Frau über seine Zukunft sprach, und führende Labour-Politiker erwarteten bereits am Montag eine Erklärung.Wenn es eine Abstimmung gibt, werde ich antreten, und ich habe wiederholt gesagt, dass ich nicht gehen werde.
Kabinettsminister wenden sich ab
Wirtschaftsminister Peter Kyle, ein enger Verbündeter, sagte der BBC am Sonntag, dass Starmer „sich die Zeit nehme, um darüber nachzudenken, wie die politischen Realitäten heute im Vergleich zur letzten Woche aussehen.“
Inzwischen haben Außenministerin Yvette Cooper, Energieminister Ed Miliband, Innenministerin Shabana Mahmood und Verkehrsministerin Heidi Alexander Starmer Berichten zufolge aufgefordert, einen Zeitplan für seinen Rücktritt festzulegen. Über 100 Labour-Abgeordnete haben seinen Rücktritt gefordert.Der Premierminister war ruhig. Er war nachdenklich. Er führte das Gespräch. Er dachte darüber nach, was das Beste für das Land ist.
Zeitleiste der Krise
- Andy Burnham gewinnt die Nachwahl in Makerfield und erhält einen Parlamentssitz.
- Starmer erklärt, er werde sich jeder Führungsherausforderung stellen.
- Es werden Berichte bekannt, dass Starmer auf Chequers mit seiner Frau über seinen Rücktritt spricht.
- Wirtschaftsminister Peter Kyle sagt, Starmer denke über „politische Realitäten“ nach; Kabinettsminister drängen ihn, einen Zeitplan für seinen Rücktritt festzulegen.
- Kabinettsbesprechung am Dienstag als Frist: Starmer riskiert Massenrücktritte, wenn er keinen Abgangsplan ankündigt.
Was als nächstes passiert
Starmer steht vor einer Kabinettsfrist am Dienstagmorgen, um einen Abgangsplan anzukündigen oder eine Welle von Ministerrücktritten zu riskieren. Wenn er zurücktritt, wird allgemein erwartet, dass Burnham Labour-Chef und Premierminister wird. Großbritannien hätte dann den siebten Premierminister in einem Jahrzehnt.


