
Lars Bünning von Dynamo Dresden spricht erstmals seit Hirnblutung öffentlich: 'Kampf zurück ins Leben'
Zwei Monate nach einer lebensbedrohlichen Hirnblutung hat Dynamo-Dresden-Verteidiger Lars Bünning eine Videobotschaft mit den Fans beim Saisonauftakt des Vereins geteilt und gesagt, dass seine Rehabilitation täglich Fortschritte macht und er hofft, bald nach Dresden zurückzukehren.
Öffentliche Botschaft nach zwei Monaten
Am Samstag veranstaltete Dynamo Dresden seinen Saisonauftakt im Rudolf-Harbig-Stadion, inklusive eines Testspiels gegen Union Berlin. Der Höhepunkt war eine Videobotschaft von Verteidiger Lars Bünning, seine erste öffentliche Kommunikation seit einer lebensbedrohlichen Hirnblutung vor etwa zwei Monaten. Der 28-Jährige hatte das Video zuvor auf Instagram geteilt, und es wurde auf der Stadionleinwand abgespielt.
Die letzten Wochen waren wahrscheinlich die schwierigsten Wochen meines gesamten Lebens bisher. Umso schöner war es für meine Familie und mich zu sehen, dass ihr alle diesen Kampf zurück ins Leben gemeinsam mit mir kämpft.
Er fügte hinzu, dass seine Rehabilitation sehr gut verlaufe, er täglich Fortschritte mache und bald nach Dresden zurückkehren dürfe. Er sagte, er freue sich unglaublich darauf, die Fans im Stadion zu treffen und gemeinsam Dynamo-Siege zu feiern.
Der medizinische Notfall
Die Hirnblutung ereignete sich wenige Tage nach dem letzten Saisonspiel. Der Verein gab Anfang Juli bekannt, dass Bünning eine spontane Blutung ohne äußere Ursache erlitten hatte und notoperiert werden musste. Die Operation war erfolgreich, und er wurde anschließend auf der Intensivstation behandelt. Dynamos Sportdirektor Sören Gonther beschrieb den Moment als „absoluten Schock“, bei dem der Fußball völlig in den Hintergrund trat.
Team- und Fan-Solidarität
Seit Beginn der Vorbereitung tragen Dynamos Spieler Bünnings Bild auf ihren Trikotärmeln mit den Worten „Gemeinsam kämpfen!“. Beim Saisonauftakt sagte Kapitän Niklas Hauptmann, die Videobotschaft sei der wichtigste Teil des Tages gewesen.
Die Videobotschaft von Lars war heute das Wichtigste. Das war wirklich etwas ganz Besonderes und hat uns ein gutes Gefühl gegeben.
Trainer Thomas Stamm erklärte, der Verein habe gewollt, dass die Familie gemeinsam mit Lars entscheide, wann sie ein Update teilen, und dass es wichtig sei, alle auf dem Laufenden zu halten. Er warnte, dass Bünnings Rückkehr zum Fußball ein „langer, langer Weg“ sein werde. Der ehemalige Teamkollege Terrence Boyd, jetzt bei Waldhof Mannheim, kommentierte auf Instagram: „Wir lieben dich, Lars Bünning!“
Karriere und Ausblick
Bünning wechselte 2023 vom 1. FC Kaiserslautern zu Dynamo Dresden und war Stammspieler, als der Verein den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte. In der letzten Saison verlor er seinen Stammplatz und absolvierte in der zweiten Saisonhälfte nur zwei kurze Einsätze. Er galt als möglicher Transferkandidat, hat aber einen Vertrag bis 2027. Ein Zeitplan für seine Rückkehr ins Spielgeschehen wurde nicht genannt.
- Verein gibt Bünnings spontane Hirnblutung und erfolgreiche Notoperation bekannt.
- Team trägt Bünnings Bild auf Trikotärmeln während Vorbereitungstestspielen mit dem Slogan 'Gemeinsam kämpfen!'
- Bünnings Videobotschaft wird beim Saisonauftakt abgespielt; er sagt, die Rehabilitation macht täglich Fortschritte und er wird bald nach Dresden zurückkehren.


