Diplomatie · London und Brüssel
Zehn Jahre nach dem Brexit-Votum wollen 63 % der Briten wieder der EU beitreten – politische und diplomatische Hürden bleiben
Ein Jahrzehnt nach dem Referendum von 2016 zeigen mehrere Umfragen, dass eine deutliche Mehrheit der Briten den Austritt aus der Europäischen Union nun für einen Fehler hält und einen Wiedereintritt befürwortet – doch britische Politiker und EU-Diplomaten bleiben zurückhaltend.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Razón, France 24, LaSexta und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Umfragen zeigen, dass 63 % der Briten engere EU-Bindungen wünschen und 57 % das Votum von 2016 für einen Fehler halten, mit der stärksten Unterstützung bei Jugendlichen (70 %).
EU-Diplomaten sind einer Rückkehr Großbritanniens prinzipiell offen gegenüber, betonen jedoch, dass London die vollen Mitgliedschaftspflichten ohne Sonderregelungen akzeptieren müsse.
Premierminister Starmer drängt auf engere Beziehungen, aber nicht auf einen Wiedereintritt; Andy Burnhams Position ist uneinheitlich, während Nigel Farages EU-feindliche Partei in Umfragen führt.
66 % der Briten berichten von Schwierigkeiten, über die Runden zu kommen, und machen den Brexit für die Schädigung der Handelsbeziehungen verantwortlich; 56 % sagen, die illegale Einwanderung sei gestiegen.
Eine veränderte öffentliche Stimmung
Zehn Jahre nach dem Referendum von 2016 zeigen neue Umfragen eine entscheidende Verschiebung der britischen Meinung. Eine YouGov-Umfrage vom Mai ergab 56 % Zustimmung für einen Wiedereintritt in die EU, andere Schätzungen beziffern die durchschnittliche Unterstützung in diesem Jahr auf 60 %. Die vom European Council on Foreign Relations (ECFR) durchgeführte und von La Vanguardia veröffentlichte Umfrage beziffert den Wert auf 63 %, wobei 57 % den Brexit für einen Fehler halten. Bei jungen Menschen erreicht der Wunsch nach Rückkehr 70 %.
„Wir warten immer noch auf die Herrlichkeiten des Brexit. Und die Vorteile des Brexit.“
- Allgemeine Bevölkerung (YouGov)
- 56 %
- Allgemeine Bevölkerung (ECFR)
- 63 %
- Jugendliche
- 70 %
- Labour-Wähler
- 84 %
- Konservative Wähler
- 59 %
Daten aus dem Artikeltext
EU-Diplomaten signalisieren Zurückhaltung
Die AFP sprach mit einem halben Dutzend europäischer Diplomaten, die erklärten, ihre Länder seien prinzipiell offen für eine Rückkehr Großbritanniens, da eine Atommacht mit ständigem Sitz im UN-Sicherheitsrat die Union stärken würde. Alle warnten jedoch, dass London volle Bekenntnis zeigen und Verpflichtungen akzeptieren müsse, die es zuvor abgelehnt hatte. Ein Diplomat sagte: „Sie sind konzeptionell noch nicht bereit, die Lasten der Mitgliedschaft zu akzeptieren.“ Mehrere stellten fest, dass die EU ohne die ständigen Forderungen Großbritanniens nach Ausnahmeregelungen und Rabatten kohärenter geworden sei.
„Jetzt ist es einfacher. Wir müssen nicht mehr ständig nach Formeln suchen, um Ausschlussklauseln in jedem Dossier unterzubringen.“
Politische Pattsituation in Westminster
Premierminister Keir Starmer, dessen Popularität gering ist, verfolgt eine Politik der engeren Zusammenarbeit ohne Wiedereintritt. Sein voraussichtlicher Herausforderer Andy Burnham hat den Wunsch geäußert, dass das Vereinigte Königreich eines Tages wieder der EU beitreten möge, obwohl andere Berichte darauf hindeuten, dass er eine vollständige Rückabwicklung des Brexit ablehnt. Die EU-feindliche Partei Reform UK unter Nigel Farage führt in den Wahlabsichtsumfragen, was die Debatte weiter verkompliziert. Seit 2016 hat das Land sieben Premierminister verschlissen.
Wirtschaftliche Kosten und die Kluft zwischen den Generationen
Die ECFR-Umfrage ergibt, dass 66 % der Briten es heute schwieriger finden, über die Runden zu kommen, und die Schädigung der Beziehungen zur EU, ihrem wichtigsten Handelspartner, dafür verantwortlich machen. Eine Mehrheit von 56 % glaubt, dass der Austritt aus der EU die illegale Einwanderung erhöht hat – entgegen einem zentralen Versprechen der Leave-Kampagne. Der Generationenkonflikt ist eklatant: 84 % der Labour-Wähler und 59 % der Konservativen unterstützen die Freizügigkeit von Personen, eine Bedingung, die vor einem Jahrzehnt noch ein Tabu war.
„Großbritannien muss so schnell wie möglich wieder nach Europa zurückkehren. Sobald sie uns akzeptieren. Ich bin sicher, sie werden uns mit offenen Armen empfangen.“
Eine Union, die weiterzieht
Der Meinungsautor Jordi Juan merkt an, dass die EU wahrscheinlich leichter ohne britisches Veto vorangekommen ist und wegweisende Maßnahmen wie den Aufbaufonds NextGenerationEU, den Green Deal und die Migrationspolitik verabschiedet hat. Frankreichs Marine Le Pen befürwortet keinen Frexit mehr – ein Zeichen dafür, dass das Brexit-Desaster andere Mitgliedstaaten gegen einen Austritt immunisiert hat. Die Frage ist nun, ob eine künftige britische Regierung und eine geeintere EU einen Weg zurück finden können.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Keir Starmer
- Premierminister des Vereinigten Königreichs, verfolgt eine Politik der engeren EU-Bindungen ohne Wiedereintritt
- Andy Burnham
- Labour-Abgeordneter, der voraussichtlich Starmer um die Parteiführung herausfordern wird; hat den Wunsch nach einer Rückkehr Großbritanniens in die EU geäußert, obwohl andere Berichte auf Ablehnung einer vollständigen Rückabwicklung des Brexit hindeuten
- Nigel Farage
- Vorsitzender von Reform UK, einer EU-feindlichen Partei, die in den Wahlabsichtsumfragen führt
- Marine Le Pen
- Französische rechtsextreme Führerin, die keinen Frexit mehr befürwortet
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