Energie & Handel · Washington, Riad und Doha
Brent fällt unter 100 Dollar, während der Wahlsieg der Demokraten den Druck erhöht, den Iran-Krieg zu beenden
Der Brent-Rohölpreis ist am Mittwoch, dem 4. November, unter 100 Dollar je Barrel gefallen, nachdem die Demokraten die Kontrolle über beide Kammern des Kongresses übernommen hatten. JD Vance machte den Iran-Krieg für die Niederlage der Republikaner verantwortlich, während die Ölexporte aus dem Golf weiterhin deutlich unter dem Vorkriegsniveau liegen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von La Libre.be, Stirile ProTV, Ziare.com und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Brent notierte am Mittwoch, dem 4. November, gegen 17:05 Uhr Pariser Zeit bei 98,76 Dollar, der erste Rückgang unter 100 Dollar seit Anfang Oktober; die Financial Times meldete später 94,60 Dollar.
Die Demokraten gewannen bei den am Dienstag, dem 3. November, abgehaltenen Zwischenwahlen die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat; der neue Kongress nimmt laut Ipek Ozkardeskaya von Swissquote im Januar seine Arbeit auf.
JD Vance sagte, Meinungsforscher hätten festgestellt, die häufigste Antwort von republikanischen Wählern, die zu den Demokraten wechselten, sei die Forderung gewesen, den Krieg zu beenden; Trump sagte am Dienstag der Financial Times, er habe keine unmittelbaren Pläne für einen Angriff auf den Iran.
Daten von Vortexa bezifferten die Golf-Exporte im Oktober auf 17,1 Millionen Barrel pro Tag, nach 18,9 Millionen im September und weiterhin rund drei Viertel des Vorkriegsniveaus.
- 3.11.Die Zwischenwahlen bringen den Demokraten die Kontrolle über Repräsentantenhaus und Senat
- 3.11.Trump sagt der Financial Times, es gebe keine unmittelbaren Pläne für einen Angriff auf den Iran
- 4.11.Brent fällt unter 100 Dollar je Barrel, auf 98,76 Dollar
Der demokratische Durchmarsch drückt Öl unter 100 Dollar
Die Ölpreise fielen am Mittwoch, dem 4. November, deutlich, einen Tag nachdem die Demokraten bei den am Dienstag, dem 3. November, abgehaltenen Zwischenwahlen die Kontrolle über das Repräsentantenhaus und den Senat gewonnen hatten. Brent-Rohöl, die internationale Referenzsorte, rutschte erstmals seit Anfang Oktober unter 100 Dollar je Barrel und notierte gegen 17:05 Uhr Pariser Zeit bei 98,76 Dollar, ein Minus von 4,67 Prozent. Zum selben Zeitpunkt stand West Texas Intermediate, die US-Referenzsorte, bei 91,73 Dollar. Im weiteren Handelsverlauf meldete die Financial Times Brent bei 94,60 Dollar, ein Minus von 8,7 Prozent und der niedrigste Stand seit zwei Monaten. Laut BFMTV hatte Brent seit Wochenbeginn bereits mehr als 13 Prozent verloren.
- Brent (Lieferung Januar)
- 98.76 $/bbl
- WTI (Lieferung Dezember)
- 91.73 $/bbl
Daten aus dem Artikeltext
Der Kongress und der Iran-Krieg
Analysten argumentierten, das Ergebnis könne Donald Trumps Spielraum für eine Fortsetzung der Kämpfe im Iran verengen. Ipek Ozkardeskaya von Swissquote sagte, der neue Kongress, der im Januar seine Arbeit aufnimmt, könne seine Budgethoheit nutzen, um zusätzliche Militärmittel infrage zu stellen und stärker auf Diplomatie zu drängen. Rebecca Babin, leitende Energiehändlerin bei CIBC, sagte, die Händler handelten erst und stellten die Fragen später, nach den unerwarteten Wahlergebnissen. Seb Barker, Chefmarktstratege bei Marshall Wace, sagte, der Markt erwarte, dass die Abgeordneten beginnen würden, den Krieg zu begrenzen.
„Der Markt sagt, dass der Kongress und Mitglieder seiner eigenen Regierung wahrscheinlich beginnen werden, als Begrenzung für Präsident Trumps Krieg im Iran zu wirken.“
Claudio Galimberti, Chefökonom bei Rystad Energy, argumentierte, das Weiße Haus behalte seine Befugnisse für Angriffe, Blockaden und Sanktionen, doch deren Einsatz habe nun einen höheren politischen Preis.
„Ein demokratischer Durchmarsch verändert die politischen Kosten einer Fortsetzung des Iran-Kriegs.“
Vance und Trump äußern sich
JD Vance machte den Krieg für die Niederlage der Republikaner verantwortlich. In einem Beitrag in den sozialen Medien schrieb er, Meinungsforscher hätten festgestellt, die häufigste Antwort von republikanischen Wählern, die Demokraten unterstützt hätten, sei die Forderung gewesen, den Krieg zu „beenden“. Er fügte hinzu:
„[Der] wahre Grund für unsere Niederlage ist für fast jeden offensichtlich.“
Am Dienstag sagte Trump der Financial Times, Washington plane keinen unmittelbar bevorstehenden Angriff auf den Iran. Joel Hancock, leitender Rohstoffanalyst bei der Natixis Bank, sagte, Trumps jüngste Äußerungen zum Iran seien versöhnlich gewesen und hätten wenig Dringlichkeit für einen Angriff erkennen lassen. Trump sagte zudem dem Wall Street Journal, der Iran sei Teil des Grundes für die Verluste der Republikaner gewesen, doch er verwies auf höhere Kraftstoffpreise statt auf den Krieg selbst.
Diplomatie und Versorgung aus dem Golf
Irans Oberster Führer Mojtaba Khamenei erklärte in einer schriftlichen Erklärung, die Feindseligkeit der USA werde fortbestehen, unabhängig davon, welche Partei in Washington an der Macht sei. Katar verstärkte nach der Wahl seine Vermittlungsbemühungen, um eine weitere Eskalation abzuwenden. Ein hochrangiger iranischer Vertreter sagte am Dienstag gegenüber Reuters, die beiden Seiten seien noch weit von einer Einigung entfernt. Die Huthi im Jemen erklärten, sie hätten den internationalen Flughafen König Khalid in Riad angegriffen, wobei die saudischen Behörden den Angriff nicht bestätigten. Daten des Schiffsverfolgungsdienstes Vortexa bezifferten die Golf-Exporte von Rohöl, Kondensat und raffinierten Produkten ohne LPG im Oktober auf 17,1 Millionen Barrel pro Tag, nach 18,9 Millionen im September und weiterhin rund drei Viertel des Vorkriegsniveaus.
Europäische Aktien folgen
In Brüssel stieg der Bel 20 um 2,42 Prozent auf einen neuen Schlusshöchststand von 5.979,01 Punkten, nachdem er im Tagesverlauf 5.984,99 Punkte erreicht und den Höchststand von 5.905,83 Punkten vom 28. August übertroffen hatte. Umicore war mit einem Plus von 6,25 Prozent auf 18,87 Euro der stärkste Wert. Solvay legte um 3,75 Prozent auf 24,34 Euro zu, nachdem das Unternehmen endgültige Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht hatte, die die zuvor angekündigten schwächeren Ergebnisse bestätigten: einen Umsatz von 1,03 Milliarden Euro, ein Minus von 3,3 Prozent im Jahresvergleich, und ein Ebitda, das um 26,6 Prozent auf 173 Millionen Euro sank. Die Pharmagruppe UCB gewann 2,28 Prozent auf 282,80 Euro und setzt dabei KI des niederländischen Unternehmens Cradle ein, um die Antikörperentwicklung für mehrere Krankheiten zu beschleunigen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- La Libre.beEuropäische Märkte begrüßen den Sieg der Demokraten, Brent fällt unter die 100-Dollar-MarkeLes marchés européens saluent la victoire des Démocrates, le Brent tombe sous la barre des 100 dollars · Original auf Französisch
- Stirile ProTVÖlpreis fällt nach dem Sieg der Demokraten bei den Midterms unter 100 Dollar pro BarrelPrețul petrolului scade sub 100 de dolari pe baril după victoria democraţilor în midterms · Original auf Rumänisch
- Ziare.comDer Brent-Ölpreis fiel nach dem großen Scheitern der Republikaner bei den US-Wahlen unter die psychologische Schwelle von 100 DollarCotația petrolului Brent a scăzut sub pragul psihologic de 100 de dolari după eșecul major al republicanilor în alegerile din SUA · Original auf Rumänisch
- Financial Times NewsÖlpreise fallen aufgrund von Hoffnungen auf Frieden nach der Wahl unter 100 DollarOil prices tumble below $100 on post-election peace hopes · Original auf Englisch
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen Iran-Kriegspolitik nach den Zwischenwahlergebnissen unter Druck steht
- JD Vance
- US-Vizepräsident, der den Iran-Krieg für die Niederlage der Republikaner bei den Zwischenwahlen verantwortlich machte
- Mojtaba Khamenei
- Irans Oberster Führer, der sagte, die Feindseligkeit der USA werde unabhängig von der regierenden Partei fortbestehen
- Orte
- Washington, Riad, Doha, Washington, D.C.
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