
Polen ruft Herbapol-Brennnesseltee-Charge L 0036 wegen erhöhter Pyrrolizidinalkaloid-Werte zurück
Das Hauptsanitätsinspektorat ordnete den Rückruf von Zielnik Polski Brennnesseltee, hergestellt von Herbapol-Lublin, an, nachdem Labortests übermäßige Konzentrationen leberschädigender Pyrrolizidinalkaloide ergaben.
Produktdetails und Untersuchungsergebnisse
Das Hauptsanitätsinspektorat (Główny Inspektorat Sanitarny) gab eine landesweite öffentliche Gesundheitswarnung zu einer Charge Brennnesseltee heraus. Routinemäßige Laboranalysen im Rahmen offizieller Kontrollen durch die Staatliche Sanitärinspektion (Państwowa Inspekcja Sanitarna) ergaben eine übermäßige Konzentration von Pyrrolizidinalkaloiden in den getesteten Proben. Die im Tee festgestellten Chemikalienwerte überschreiten die nach Lebensmittelsicherheitsstandards zulässigen Höchstmengen, was ein sofortiges behördliches Eingreifen erforderlich machte. Die Warnung betrifft den Kräuteraufguss, der als Pokrzywa vermarktet wird, Teil der Marke Zielnik Polski, verpackt in Schachteln mit 20 Teebeuteln. Die zurückgerufene Ware trägt die Produktionschargennummer L 0036 und ein Mindesthaltbarkeitsdatum Januar 2028 (01.2028). Der Tee wurde von der Herbapol-Lublin SA mit Sitz in der ul. Diamentowa 25, 20-471 Lublin hergestellt.
- Offizielle Tests stellen Pyrrolizidinalkaloidwerte fest, die die zulässigen Lebensmittelsicherheitsgrenzwerte überschreiten.
- Das National Institute of Public Health identifiziert eine erhebliche Gesundheitsgefahr für die Leber.
- Herbapol-Lublin und die Sanitärbehörden leiten den landesweiten Rückruf der Charge L 0036 ein.
- Charge L 0036 erreicht das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum.
Chemische Verunreinigung und Lebertoxizität
Pyrrolizidinalkaloide sind organische chemische Substanzen, die natürlicherweise von verschiedenen Wildpflanzenarten produziert werden, um sich gegen Pflanzenfresser zu schützen. Wenn unerwünschte Unkräuter neben landwirtschaftlichen Nutzpflanzen wachsen, können sie bei der Ernte und Verarbeitung unbeabsichtigt die geernteten Kräuter kontaminieren. Die Aufnahme dieser Verbindungen in großen Mengen oder über längere Zeiträume führt zu toxischen Wirkungen im menschlichen Körper, die insbesondere die Leberfunktion beeinträchtigen. Nach der labortechnischen Bestätigung übermäßiger Alkaloidwerte führten Toxikologen und Experten des öffentlichen Gesundheitswesens eine offizielle Risikobewertung durch. Experten des National Institute of Public Health NIH (National Research Institute) kamen zu dem Schluss, dass der Verzehr der kontaminierten Charge eine unmittelbare Gefahr für das Wohlbefinden der Verbraucher darstellt.
Laut der Risikobewertung, die von Experten des National Institute of Public Health NIH - Państwowy Instytut Badawczy erstellt wurde, kann der Verzehr des Produkts mit der angegebenen Chargennummer ein erhebliches Risiko für die Gesundheit der Verbraucher darstellen.
Behördliche Reaktion und Maßnahmen des Herstellers
Nach Erhalt der offiziellen Mitteilung über die erhöhten Alkaloidwerte beschloss die Unternehmensleitung der Herbapol-Lublin SA, die betreffende Charge vom Markt zu nehmen, um die Sicherheit der Verbraucher zu schützen. Der Hersteller informierte umgehend seine gewerblichen Kunden, Vertriebszentren und Einzelhandelslager und wies sie an, den Verkauf einzustellen und das Produkt aus den Regalen zu entfernen. Die amtlichen Lebensmittelkontrollbehörden überwachen aktiv jeden Schritt des Produktrückrufs, um sicherzustellen, dass die betroffenen Packungen vom Einzelhandelsmarkt isoliert werden. Parallel zu den Entfernungen aus den Geschäften leiteten die Staatliche Sanitärinspektion und der Hersteller gemeinsame Ermittlungen ein, um die Quelle der Unkrautkontamination in der landwirtschaftlichen Lieferkette zu ermitteln und die Qualitätskontrollprotokolle zu überprüfen.
Verbraucherhinweise und Entsorgungsanweisungen
Die Sanitärbehörden veröffentlichten explizite Empfehlungen für die Öffentlichkeit und warnten die Verbraucher davor, den betroffenen Kräutertee zu verwenden. Personen, die den Zielnik Polski Brennnesseltee gekauft haben, wird geraten, die Verpackungsdetails zu überprüfen, insbesondere auf die Chargennummer L 0036 und das Verfallsdatum Januar 2028 zu achten. Das Hauptsanitätsinspektorat erließ eine klare Anweisung, dass Verbraucher das angegebene Kräuterprodukt auf keinen Fall konsumieren dürfen. Kunden, die im Besitz der zurückgerufenen Teebeutel sind, werden gebeten, die Artikel an ihre Verkaufsstelle zurückzugeben oder sie sofort zu entsorgen. Die Sanitärbeamten bestätigten, dass die Überwachung der Einzelhandelsgeschäfte fortgesetzt wird, bis die gesamte Charge erfasst ist.


