Fußball · East Rutherford
Vinícius Júniors magischer Moment rettet Brasilien ein 1:1-Unentschieden gegen Marokko – Ancelotti unter Druck
Vinícius Júnior erzielte mit einem überragenden Solo den Ausgleich, nachdem Ismael Saibari Marokko in Führung gebracht hatte. Brasilien kam im MetLife Stadium nicht über ein 1:1 hinaus – der fünfmalige Weltmeister hinterlässt nach seinem Debüt in Gruppe C mehr Fragen als Antworten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von N-tv, Der Tagesspiegel, Süddeutsche Zeitung und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ismael Saibari lupfte den Ball in der 21. Minute nach einem Pass von Brahim Díaz durch die Abwehrreihe an Alisson vorbei und ließ die pro-brasilianische Menge verstummen.
Vinícius Júnior ließ mehrere Verteidiger aussteigen und schlenzte den Ball in der 32. Minute mit rechts ins lange Eck – sein erstes Tor im 50. Länderspiel für Brasilien.
T trotz Ballbesitz nach der Pause erspielte sich Brasilien kaum klare Chancen; Raphinha vergab zwei späte Gelegenheiten, das Spiel noch zu drehen.
Carlo Ancelotti räumte die Kritik ein, betonte aber, dass man eine WM nicht am ersten Spieltag gewinne, und versprach schrittweise Besserung.
Der Afrikameister hielt gegen Brasilien voll mit und bestätigte, dass der Halbfinaleinzug 2022 keine Ausnahme war.

Marokko schlägt zuerst
Brasiliens WM-Kampagne begann mit einem frühen Schock in East Rutherford, New Jersey. Marokko, der amtierende Afrikameister, war von Beginn an spritziger und strukturierter. In der 21. Minute spielte Brahim Díaz einen präzisen 50-Meter-Pass zwischen den Innenverteidigern Marquinhos und Gabriel Magalhães hindurch. Ismael Saibari sprintete dem Ball hinterher, sah Alisson weit vor dem Tor und lupfte den Ball elegant ins leere Netz. Die geschätzten 60.000 brasilianischen Fans im ausverkauften MetLife Stadium (80.663 Plätze) verstummten.
Marokko hatte Brasilien bereits vor dem Tor mehrfach geprüft, unter anderem durch einen geblockten Schuss von Neil El Aynaoui nach einem Angriff, den Noussair Mazraoui eingeleitet hatte. Brasilien wirkte dagegen nervös und unzusammenhängend. Igor Thiago vergab in der 14. Minute eine freie Kopfballchance nach einer Flanke von Vinícius Júnior – die beste Gelegenheit der Seleção vor dem Ausgleich.
Vinícius antwortet mit einem Solo
Die Führung hielt elf Minuten. In der 32. Minute nahm Vinícius Júnior den Ball auf der linken Seite auf, zog drei Verteidiger auf sich, tanzte sich an El Aynaoui vorbei, legte sich den Ball auf den rechten Fuß und schlenzte ihn unhaltbar ins lange Eck an Yassine Bounou vorbei. Es war ein Tor individueller Brillanz, sein erster Treffer in seinem 50. Länderspiel für Brasilien, und es ließ die gelb gekleidete Mehrheit im Stadion aufatmen.
„Es war ein schwieriges Spiel gegen eine starke Mannschaft.“
Brasilien steigerte sich nach der Pause, kontrollierte den Ball und drängte Marokko phasenweise tief in die eigene Hälfte. Raphinha vergab zwei späte Chancen: Er schoss bei einem Konter direkt auf Bounou und scheiterte wenig später erneut am Torhüter nach einem Missverständnis in der marokkanischen Abwehr. Marokko hielt souverän stand und verdiente sich den Punkt.
Ancelotti sofort unter Beobachtung
Die Leistung löste in Brasilien scharfe Kritik aus. Manche Kolumnisten zogen unvorteilhafte Vergleiche mit dem 1:7-Debakel im Halbfinale gegen Deutschland 2014. Besonders umstritten war die Entscheidung von Trainer Carlo Ancelotti, Roger Ibañez als Rechtsverteidiger aufzustellen. Ancelotti akzeptierte die Kritik, verteidigte aber seine Aufstellung: Die Startelf sei bewusst gewählt worden, und die Nervosität habe seine Spieler in der ersten Halbzeit beeinträchtigt.
„Man gewinnt eine Weltmeisterschaft nicht mit dem ersten Spiel. Der Druck ist normal, aber wir werden uns Schritt für Schritt verbessern.“
Brasilien hat seit dem letzten Titel 2002 kein WM-Finale mehr erreicht. Die Legenden Ronaldo, Kaká und Roberto Carlos verfolgten das Spiel von der Tribüne aus, und NFL-Ikone Tom Brady erschien im Brasilien-Trikot – ein Symbol für die enorme Erwartungshaltung einer Generation von Fans, die ihr Land nie den Pokal hat gewinnen sehen.
Marokko beweist: 2022 war kein Zufall
Marokko zeigte, dass der Halbfinaleinzug in Katar keine Eintagsfliege war. Unter der Führung von Kapitän Achraf Hakimi und gestützt auf eine kompakte Struktur, war die Mannschaft der siebtplatzierten Nation der Welt in allen Belangen ebenbürtig. Díaz‘ Weitblick und Saibaris klinischer Abschluss legten die Schwachstellen einer brasilianischen Abwehr offen, die bei langen Bällen anfällig wirkte. Die Atlaslöwen gehen nun mit dem festen Glauben in ihr zweites Gruppenspiel, dass sie in einer Gruppe, zu der auch Haiti gehört, weiterkommen können.
Wie es weitergeht
Brasilien trifft am Samstag auf Haiti – eine Partie, die ein klareres Bild vom Leistungsvermögen der Mannschaft geben sollte. Ancelotti deutete an, dass die Startelf je nach Gegner wechseln könnte. Brasilien muss schnell zu seiner Spielflüssigkeit finden, will es seinen Status als einer der Turnierfavoriten rechtfertigen. Marokko geht derweil mit wachsendem Selbstvertrauen in die restliche Gruppenphase.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- N-tvAncelotti pfeift auf WM-Wut: Stolpernde Selecao versetzt Brasilien in Panik
- Der TagesspiegelZwischen Fußball-Weltmeisterschaft und NBA-Finale : Eine neue Fangeneration wartet auf den Titel
- N-tv18-jähriger Marokkaner zockt: Ein Pass bringt 60.000 Brasilianer zum Schweigen
- Süddeutsche Zeitung1:1 gegen Marokko bei der Fußball-WM: Brasilien sucht den alten Zauber
- Vinícius Júnior
- Brasilianischer Linksaußen, der im 1:1-Unentschieden gegen Marokko den Ausgleich erzielte.
- Ismael Saibari
- Marokkanischer Stürmer, der mit einem Lupfer die Führung gegen Brasilien erzielte.
- Carlo Ancelotti
- Trainer der brasilianischen Nationalmannschaft, der nach dem Unentschieden sofort unter Kritik geriet.
- Brahim Díaz
- Marokkanischer Mittelfeldspieler, der die 50-Meter-Vorlage zu Saibaris Tor gab.
- Achraf Hakimi
- Marokkanischer Kapitän und Verteidiger von Paris Saint-Germain, der erstmals international auf Vinícius Júnior traf.
- Noussair Mazraoui
- Marokkanischer Linksverteidiger, ehemals Bayern München, leitete den Angriff ein, der zu einem frühen geblockten Schuss führte.
- Yassine Bounou
- Marokkanischer Torhüter, der mit entscheidenden Paraden das 1:1-Unentschieden sicherte.
- Neil El Aynaoui
- Marokkanischer Mittelfeldspieler, dessen früher Schuss geblockt wurde und der von Vinícius Júnior beim Ausgleich ausgespielt wurde.
- Roger Ibañez
- Brasilianischer Verteidiger, dessen Aufstellung als Rechtsverteidiger durch Ancelotti für Diskussionen sorgte.
- Orte
- München, New York City
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