
Urbanisation La Picota nach Wiederaufflammen des Waldbrands bei Burgohondo in Ávila evakuiert
Ein Wiederaufflammen des Waldbrands bei Burgohondo, bereits der schwerste in der spanischen Geschichte mit fast 50.000 verbrannten Hektar, führte am Samstagabend zur Evakuierung der Urbanisation La Picota in La Adrada.
Wiederaufflammen und Evakuierung
Nach einem relativ ruhigen Samstagmorgen, an dem der Waldbrand bei Burgohondo fast als unter Kontrolle galt, erzwang ein plötzliches Wiederaufflammen in der Gemeinde La Adrada im Valle del Tiétar südlich von Ávila am späten Nachmittag eine dringende Evakuierung. Das Feuer war ursprünglich in Burgohondo ausgebrochen und brannte seit elf Tagen im Süden Ávilas. Die Protección Civil de Castilla y León sandte einen ES-Alert auf die Mobiltelefone in der Gegend und ordnete die sofortige Evakuierung der Urbanisation La Picota und aller angrenzenden Gebäude an. Die Bewohner wurden angewiesen, sich zum Centro Polivalente de La Adrada zu begeben, das als nächtliche Aufnahmestelle eingerichtet wurde. Die neue Feuerfront erschien unterhalb des Stadtzentrums von La Adrada, nahe der Grenze zur Provinz Toledo und zur Autonomen Gemeinschaft Madrid, und wurde über Brandmeldekameras verfolgt, während Bodentruppen versuchten, ihren Vormarsch zu stoppen. Die Evakuierung wurde als Vorsichtsmaßnahme aufgrund der Nähe der Flammen angeordnet.
Straßensperrungen und Warnsystem
Die Dirección General de Tráfico sperrte die Straße AV-930 durch La Adrada zwischen den Kilometern 1,3 und 4,5 in beide Richtungen um 17:09 Uhr am Samstag und stufte sie auf die schwarze Service-Stufe ein. Die Sperrung erfolgte aufgrund der Nähe der Rauchsäule und des möglichen Vordringens der Flammen. Autofahrer wurden aufgefordert, vor Reiseantritt den Zustand des Straßennetzes zu prüfen und stets den Anweisungen der Rettungsdienste Folge zu leisten. Die ES-Alert-Nachricht forderte die Bewohner zudem auf, die 112 nur in echten Notfällen anzurufen, um die Leitungen für die kritische Koordination freizuhalten. Die Straßensperrung wurde durchgeführt, um die Sicherheit der Autofahrer zu gewährleisten und die Löscharbeiten zu erleichtern.
Brandstatus und regionale Reaktion
Der Brand bei Burgohondo, der vor elf Tagen entzündet wurde, hat bereits fast 50.000 Hektar verbrannt und ist damit der schwerste Waldbrand in der spanischen Geschichte. Er bleibt auf Stufe 2 des Índice de Gravedad Potencial (IGR), mit einem großen Einsatz von Löschkräften, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Das Feuer hat ein riesiges Gebiet aus Wald und Ackerland verwüstet, was die Regionalregierung dazu veranlasste, umfangreiche Ressourcen zu mobilisieren. Während sich die Lage in Fermoselle (Zamora) verbessert, bereitet der Brand bei Veguellina in Villafranca del Bierzo (León) weiterhin Sorgen. Dieser Brand hat über 1.300 Hektar versengt und die Evakuierung der Dörfer Moreda, San Pedro de Olleros und Prado de Somoza erzwungen.
- Burgohondo (Ávila)
- 50000 Hektar
- Veguellina (León)
- 1300 Hektar
Hilfspaket angekündigt
Vizepräsidentin Isabel Blanco besuchte am Samstag die Puesto de Mando Avanzado in Villafranca del Bierzo, um sich ein Bild von den Löscharbeiten zu machen. Sie kündigte einen regionalen Hilfsplan von fast 90 Millionen Euro für die Wiederherstellung der von den großen Waldbränden in Kastilien und León verwüsteten Gebiete an, darunter Burgohondo, Fermoselle und Veguellina. Die Mittel sind für den Wiederaufbau, die Unterstützung von Landwirten und Imkern sowie die Wiederbelebung der betroffenen Gemeinden vorgesehen. Blanco betonte, dass die Hilfe schnell verteilt werde, um den Wiederaufbau und den Agrarsektor zu unterstützen.
Zeitleiste des Brandes bei Burgohondo
- Feuer entzündet sich in Burgohondo, südlich von Ávila
- Straße AV-930 zwischen km 1,3 und 4,5 gesperrt
- Evakuierungsbefehl für Urbanisation La Picota erlassen


