
Südafrika untersucht Tod von sieben Frauen östlich von Johannesburg
Die Polizei gab Sicherheitswarnungen für ganz Ekurhuleni heraus, nachdem innerhalb von zwei Monaten sieben Leichen entdeckt wurden, während Präsident Cyril Ramaphosa prioritäre Ermittlungen wegen möglicher Serienmorde anordnete.
Fundcluster in Ekurhuleni
Die südafrikanische Polizei untersucht den Tod von sieben Frauen, deren Leichen innerhalb von zwei Monaten in der Gemeinde Ekurhuleni östlich von Johannesburg entdeckt wurden. Mehrere Opfer wurden nackt oder teilweise bekleidet aufgefunden, wobei die Ermittler Hinweise auf sexuelle Gewalt feststellten. Der erste dokumentierte Fall ereignete sich am 15. Juli 2026, als die Leiche einer 37-jährigen Frau, gefesselt mit Kabelbindern, in Kempton Park gefunden wurde. Am 24. August 2026 entdeckte die Polizei ein zweites Opfer, 32 Jahre alt, im selben Gebiet. Die Ermittlungen wurden am 15. September 2026 ausgeweitet, nachdem die Behörden den Fund einer Frau Ende 20 aus einem Fluss nahe Tembisa vom 7. September hinzufügten, gefolgt von weiteren Entdeckungen in Olifantsfontein und Kwa-Thema.
- Erstes Opfer, eine 37-jährige Frau, nackt und gefesselt in Kempton Park aufgefunden
- Polizei nimmt einen Verdächtigen im Zusammenhang mit dem ersten Opfer fest
- Zweites Opfer, 32 Jahre alt, teilweise bekleidet in Kempton Park entdeckt
- Leiche einer Frau Ende 20 in einem Fluss nahe Tembisa gefunden
- Läuferin Elizabeth Moselakgomo verschwindet während eines Nachmittagslaufs
- Moselakgomos Leiche teilweise bekleidet hinter einem Hotel entdeckt
- Leiche einer weiteren Frau in Olifantsfontein gefunden
- Siebentes Opfer nackt und verwest in Kwa-Thema aufgefunden
Suche nach Joggerin Elizabeth Moselakgomo
Die öffentliche Aufmerksamkeit verstärkte sich nach dem Verschwinden der 38-jährigen Elizabeth „Tsontso“ Moselakgomo am 9. September 2026. Moselakgomo kehrte nicht von einem Nachmittagslauf in Kempton Park zurück, woraufhin ihre achtjährige Tochter Alarm schlug. Mitglieder ihres Laufclubs und Anwohner organisierten Suchaktionen und öffentliche Aufrufe in sozialen Medien. Am 12. September 2026 fanden Suchende ihre halbnackte Leiche hinter einem Hotel. Angehörige identifizierten Moselakgomo am 14. September 2026 offiziell, während die Polizei forensische Untersuchungen fortsetzte, um die genaue Todesursache zu ermitteln.
Polizeiliche Reaktion und Anweisungen
Der südafrikanische Polizeidienst gab öffentliche Hinweise heraus, die Frauen davor warnten, in abgelegenen Gebieten um Kempton Park, nahe dem wichtigsten internationalen Flughafen des Landes, allein zu joggen oder zu gehen. Die Ermittler prüfen, ob die Morde das Werk eines einzelnen Serientäters, mehrerer gemeinsam handelnder Täter oder von Nachahmungstätern sind. Ein am 17. Juli 2026 im Zusammenhang mit dem ersten Opfer festgenommener Verdächtiger bleibt in Haft. Polizeisprecherin Athlenda Mathe äußerte sich während einer Pressekonferenz zum Umfang der Ermittlungen.
Obwohl die Ermittlungen noch laufen und SAPS zu diesem Zeitpunkt nicht bestätigt hat, dass die Todesfälle mit einem Serienmörder in Verbindung stehen, sind die Ähnlichkeiten ausreichend besorgniserregend, dass die Polizei eine öffentliche Warnung herausgibt und die Ermittlungen intensiviert.
Präsident Cyril Ramaphosa wies die Strafverfolgungsbehörden an, den Fällen höchste Priorität einzuräumen, und forderte die Beamten auf, keinen Stein auf dem anderen zu lassen, um die Täter zu finden.
Diese Vorfälle verursachen Angst und Unsicherheit in unseren Gemeinschaften, insbesondere unter Frauen.
Statistiken zu Gewalt gegen Frauen
Die Kommission für Gleichstellung der Geschlechter forderte dringende kommunale Sicherheitsaudits, einschließlich Überprüfungen der Straßenbeleuchtung, Überwachungskameras und Verkehrskorridore. Laut UN Women gehören die Femizidraten in Südafrika zu den höchsten weltweit, wobei Frauen mit der fünffachen Rate des globalen Durchschnitts getötet werden. Offizielle Kriminalstatistiken zeigten 5.427 Morde in Südafrika zwischen April und Juli 2026, was einem Durchschnitt von 45 Tötungsdelikten pro Tag entspricht. Eine nationale Umfrage von 2022 ergab, dass mehr als 35 % der erwachsenen Frauen in Südafrika körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt haben. Der amtierende Polizeikommissar von Gauteng, Generalmajor Fred Kekana, bestätigte, dass die Ermittler weiterhin ungeklärte Vermissten- und Tötungsdelikte in den regionalen Dienststellen überprüfen.


