
Waldbrände im Wald von Fontainebleau nach 2.000 Hektar verbranntem Gebiet für vollständig gelöscht erklärt
Die Rettungsdienste in Seine-et-Marne bestätigten am Freitag, dass im Wald von Fontainebleau keine Glutnester mehr vorhanden sind, womit eine wochenlange Überwachung nach den im Juli ausgebrochenen Bränden abgeschlossen wurde.
Offizielle Erklärung und Wetterbedingungen
Die Rettungsdienste und die Departementsbehörden in Seine-et-Marne erklärten die Waldbrände im Waldmassiv von Fontainebleau am Freitag, den 28. August 2026, offiziell für gelöscht. Die Ankündigung von Präfekt Pierre Ory schloss eine wochenlange Überwachung des Waldgebiets ab, bei der die Einsatzkräfte überprüften, dass keine aktiven Glutnester oder erneute Aufflammungen mehr vorhanden waren. Die Präfektur stufte die Situation als dauerhafte und günstige Entwicklung für die regionale Grünfläche ein. Das Massiv stand seit dem ursprünglichen Ausbruch im Juli unter erhöhter Alarmbereitschaft.
Nach mehreren Wochen der Überwachung gelten die Brände, die den Waldmassiv von Fontainebleau betroffen haben, nach Einschätzung der Rettungsdienste nun als gelöscht.
Die Lösung wurde durch die gemeinsamen Anstrengungen der Berufsfeuerwehr und der jüngsten Regenfälle in der Region Île-de-France erreicht. Niederschläge in den letzten Tagen verbesserten die Feuchtigkeitswerte sowohl im Boden als auch in der stehenden Vegetation und verringerten das Risiko von Bodenfeuern.
Brandverlauf und Notfallmobilisierung
Der Waldbrand begann am 12. Juli 2026 an mehreren unterschiedlichen Brandherden im Massiv. Am 13. Juli breiteten sich mehrere neue Brandausbrüche im Staatswald von Fontainebleau aus, erweiterten den Umfang und verbrannten etwa 2.000 Hektar Waldfläche. Laut Angaben des Nationalen Forstamtes (ONF) verbrannte das Feuer etwa 10 % der gesamten Waldfläche. Die Feuerwehrleute hielten sieben aufeinanderfolgende Tage lang eine kontinuierliche Mobilisierung aufrecht, um die Ausbreitung der Flammen zu stoppen und die umliegenden Gemeinden zu sichern.
Die Mobilisierung aller Beteiligten ermöglichte es, die Brände einzudämmen, die Bevölkerung zu schützen und dieses außergewöhnliche Naturerbe so weit wie möglich zu bewahren.
- Brände brechen an mehreren Stellen im Massiv von Fontainebleau aus
- Weitere Ausbrüche breiten sich im Staatswald aus und verbrennen etwa 2.000 Hektar
- Präfektur erklärt offiziell alle Brände nach Regenfällen und Überwachung für gelöscht
Öffentlicher Zugang und anhaltende Sperrungen
Die Behörden leiteten am Samstag die öffentliche Wiedereröffnung des Waldes ein und räumten den Zugang zu etwa 80 % seiner Gesamtfläche, was 18.000 Hektar entspricht. Zu den wiedereröffneten Orten gehören mehrere international bekannte Boulder- und Kletterfelsen, die Sportler und Touristen aus aller Welt anziehen. Die Behörden hielten jedoch bestimmte Sektoren vollständig geschlossen oder unter strengen Zugangsbeschränkungen. Diese verbleibenden Sperrungen werden aufrechterhalten, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten, während spezialisierte Teams notwendige Geländesanierungs- und Standortsicherungsarbeiten durchführen.
- Verbrannte Fläche im Juli
- 2000 ha
- Wiedereröffnete Waldfläche
- 18000 ha
Umweltverwundbarkeit und Präventionsregeln
Fontainebleau gilt als das meistbesuchte Waldmassiv Frankreichs und empfängt nach Angaben des ONF jährlich rund 15 Millionen Besucher. Auch nach dem Löschen der Brände warnte die Präfektur, dass die anhaltende Trockenheit der Vegetation weiterhin Brandgefahren im gesamten Departement darstellt. Präfekt Ory rief alle Waldnutzer zu Eigenverantwortung und Einhaltung der Forstvorschriften auf.
Offizielle Stellungnahmen wiesen darauf hin, dass neun von zehn Waldbränden im Land auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen sind. Um neue Vorfälle zu verhindern, wiederholten die Behörden mehrere strenge Vorsichtsregeln für Besucher. Die Öffentlichkeit ist verpflichtet, auf den ausgewiesenen Wegen zu bleiben und alle Zugangsverbote zu beachten. Rauchen ist im Wald strengstens verboten, ebenso das Entzünden von Feuern im Wald oder auf angrenzenden Parkplätzen.


