
Nawrocki führt Vertrauensumfrage an, Bosak legt um 10 Punkte zu, Czarnek stürzt ab
Präsident Karol Nawrocki bleibt mit 51,3 % der vertrauenswürdigste Politiker Polens, doch die IBRiS/Onet-Umfrage vom Juli zeigt einen Sprung um 10 Punkte für den Konföderationspolitiker Krzysztof Bosak und einen Rückgang um 6,4 Punkte für den PiS-Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten, Przemysław Czarnek.
Nawrocki bleibt trotz leichten Rückgangs an der Spitze
Präsident Karol Nawrocki führt weiterhin die Vertrauensrangliste mit 51,3 % der Befragten an, die ihm Vertrauen aussprechen, so die IBRiS-Umfrage für Onet vom Juli. Dies ist ein Rückgang um 3,5 Prozentpunkte gegenüber Juni, aber er bleibt der einzige Politiker, der die 50-Prozent-Marke überschreitet. Von denen, die ihm vertrauen, antworteten 26,1 % mit „vertraue voll und ganz“ und 25,2 % mit „vertraue eher“. Auf der negativen Seite sprechen 41,6 % dem Präsidenten kein Vertrauen aus, davon 31,9 % mit „vertraue überhaupt nicht“ und 9,7 % mit „vertraue eher nicht“.
Kosiniak-Kamysz und Sikorski komplettieren das Podium
Vizepremier und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz stieg mit 42,3 % Vertrauen auf den zweiten Platz, ein Zuwachs von 7,4 Punkten im Vergleich zum Juni. Dies ist sein bestes Ergebnis seit Oktober 2025. Die Aufschlüsselung zeigt, dass 16 % ihm voll und ganz vertrauen und 26,3 % ihm eher vertrauen, während 45 % ihm kein Vertrauen aussprechen (29,9 % überhaupt nicht, 15,1 % eher nicht). Außenminister Radosław Sikorski belegte mit 41,5 % den dritten Platz, ein Rückgang um 1,1 Punkte. Sein Misstrauenswert liegt bei 49,7 %, davon 34,7 % mit „vertraue überhaupt nicht“ und 15 % mit „vertraue eher nicht“.
Bosaks Sprung um 10 Punkte
Die dramatischste Veränderung zeigte der Konföderationsführer und stellvertretende Sejmmarschall Krzysztof Bosak, dessen Vertrauenswert um 10 Prozentpunkte auf 39,9 % stieg. Dies ist der größte Anstieg unter allen befragten Politikern. Die detaillierten Ergebnisse zeigen, dass 16,9 % ihm voll und ganz vertrauen und 23 % ihm eher vertrauen, während 46,4 % ihm kein Vertrauen aussprechen (gleichmäßig aufgeteilt mit 23,2 % für „überhaupt nicht“ und „eher nicht“). Bosaks steiler Anstieg spiegelt die wachsende Präsenz der Konföderation in der polnischen Politik wider.
Czarneks starker Rückgang und Tusks hohes Misstrauen
Przemysław Czarnek, der Kandidat von Recht und Gerechtigkeit (PiS) für das Amt des Ministerpräsidenten, verzeichnete den größten Rückgang und fiel um 6,4 Punkte auf nur 21,6 % Vertrauen. Das platziert ihn auf dem drittletzten Platz der Rangliste. Premierminister Donald Tusk verlor 2,6 Punkte und liegt bei 35,5 % Vertrauen, aber die auffälligere Zahl sind die 59 %, die ihm misstrauen, darunter 43,1 %, die ihm überhaupt nicht vertrauen, und 15,9 %, die ihm eher nicht vertrauen. Die Kluft zwischen Vertrauen und Misstrauen gegenüber Tusk beträgt mehr als 23 Prozentpunkte. Czarneks schwaches Ergebnis als designierter PiS-Kandidat für die bevorstehenden Parlamentswahlen könnte innerhalb der Partei Besorgnis auslösen.
Weitere bemerkenswerte Veränderungen
Adrian Zandberg, Vorsitzender der Partei Linke gemeinsam, gewann 6,1 Punkte und erreichte 24,5 % Vertrauen. Sławomir Mentzen, ein weiterer Konföderationsführer, stieg um 3,4 Punkte auf 26,8 %. PiS-Vorsitzender Jarosław Kaczyński fiel um 2,8 Punkte auf 26 %, während der ehemalige Premierminister Mateusz Morawiecki um 3 Punkte auf 32,3 % fiel. Włodzimierz Czarzasty verlor 3,5 Punkte auf 32,5 %, und Katarzyna Pełczyńska-Nałęcz fiel um 5,3 Punkte auf 10,4 %. Piotr Zgorzelski verbesserte sich um 2,3 Punkte auf 30,5 %, und Szymon Hołownia verzeichnete 18,4 % (keine Veränderungsangabe). Krzysztof Gawkowski verlor 1,7 Punkte auf 21,9 %, und Grzegorz Braun gewann 1,2 Punkte auf 24,9 %.
- Karol Nawrocki
- 51.3 %
- Władysław Kosiniak-Kamysz
- 42.3 %
- Radosław Sikorski
- 41.5 %
- Krzysztof Bosak
- 39.9 %
- Donald Tusk
- 35.5 %
- Sławomir Mentzen
- 26.8 %
- Adrian Zandberg
- 24.5 %
- Przemysław Czarnek
- 21.6 %
Die Umfrage wurde von IBRiS für Onet am 24. und 25. Juli 2026 mittels computergestützter Telefoninterviews (CATI) mit einer Stichprobe von 1.100 erwachsenen Polen durchgeführt.


