Kunst & Bücher · Barcelona, Saragossa und Huesca

Marta Borraz gewinnt den XXII. Tusquets-Romanpreis mit dem AIDS-Buch Las leopardas

Die Anwältin und Schriftstellerin Marta Borraz hat den mit 18.000 Euro dotierten Preis für ihren zweiten Roman erhalten, der sich am Leben ihrer Tante Paloma orientiert und Frauen schildert, die im Spanien der 1980er Jahre mit AIDS konfrontiert waren.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, El Confidencial, La Razón und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Barcelona, Saragossa, Huesca · Spanien
Wie es dazu kam
  1. 2005Tusquets Editores richtet den jährlichen Tusquets-Romanpreis ein
  2. 2024Marta Borraz veröffentlicht ihren Debütroman Años de vida
  3. 17.09.Jury zeichnet Borraz in Barcelona mit dem XXII. Tusquets-Romanpreis aus
  4. 7.10.Tusquets Editores veröffentlicht Las leopardas im Buchhandel

Preisentscheidung und Juryurteil

Die spanische Schriftstellerin und Anwältin Marta Borraz erhielt am 17. September 2026 in Barcelona den XXII. Tusquets-Romanpreis für ihr Manuskript mit dem Titel Las leopardas. Die Jury wählte ihr Werk mit Mehrheitsbeschluss aus 1.248 Einsendungen aus und übertraf damit die Einreichungszahlen aller vorherigen Ausgaben des jährlichen Wettbewerbs. Der Literaturpreis umfasst ein Preisgeld von 18.000 Euro sowie eine Bronzestatuette des Bildhauers Joaquín Camps. Tusquets Editores wird den fertigen Roman am 7. Oktober 2026 in den spanischen Buchhandel bringen. Der Jurypräsident Antonio Orejudo lobte die Erzählung dafür, sowohl die Freude der nachfranquistischen Jugend als auch die Trauer über die Krankheit einzufangen, ohne in düsteren Zynismus abzugleiten.

„Dies ist die Chronik einer schönen und wilden Zeit und der Frauen, die wie Leoparden durch sie hindurchzogen.“

Antonio Orejudo

Erzählrahmen und persönliche Inspiration

Vor dem Hintergrund Spaniens in den späten 1970er und 1980er Jahren folgt der Roman Clara, einer jungen Frau, die in Saragossa studiert und gleichzeitig in den aragonesischen Pyrenäen und der trockenen Landschaft der Monegros verwurzelt bleibt. Borraz modellierte Clara nach ihrer Tante Paloma, die sich mit AIDS infizierte und starb, als Borraz 15 Jahre alt war. Die Erzählung zeigt einen Kreis nonkonformer Frauen, die kulturelle Freiheit, Kino, Musik und sich wandelnde gesellschaftliche Normen navigieren, während sie sich einer tödlichen Diagnose stellen müssen. Bei der Preisverleihung in Barcelona erschien Borraz in Rot gekleidet, um den Opfern der Epidemie zu gedenken.

„Ich wollte einer Generation Tribut zollen, die in Vergessenheit geraten ist, und am Ende wurde ich von ihrem wilden und völlig befreiten Geist angesteckt.“

Marta Borraz

Recherche und die Epidemie in Aragonien

Um das soziale und klinische Umfeld des Aragonien der 1980er Jahre zu rekonstruieren, führte Borraz umfangreiche investigative Interviews mit Menschen, die die Ära aus erster Hand erlebt hatten. Sie sammelte Zeugnisse von Familienmitgliedern, älteren Freunden in Saragossa, Kulturjournalisten und lokalen Musikern, die in dieser Zeit aktiv waren. Die Autorin interviewte auch den Arzt, der auf der zwölften Etage des Krankenhauses Miguel Servet in Saragossa AIDS-Patientinnen behandelte. Das Buch porträtiert Frauen, die weder Heroinabhängige noch Homosexuelle waren und sich während des spanischen Übergangs mit dem Virus infizierten, und die sich auf gegenseitige Solidarität und Familientreue stützten, um soziale Stigmatisierung zu ertragen. Borraz merkte an, dass sie Dialoge entwirft, indem sie echte Gespräche aufzeichnet, die sie im Alltag aufschnappt.

Werdegang und Preisgeschichte

Borraz wurde 1981 in Huesca geboren, hat familiäre Wurzeln in der aragonesischen Stadt Alquézar und arbeitet in Barcelona als praktizierende Anwältin und Mediatorin. Sie veröffentlichte ihren Debütroman Años de vida beim Verlag Xordica im Jahr 2024, der das Landleben während des Spanischen Bürgerkriegs schildert. Der Tusquets-Preis hebt seit seiner Gründung im Jahr 2005 weniger bekannte literarische Stimmen hervor, mit früheren Gewinnern wie Fernando Aramburu (2011), Elisa Ferrer (2019), Cristina Araújo (2022) und Francisco Serrano (2025). Die diesjährige Jury bestand aus Serrano, Orejudo, dem Tusquets-Redakteur Juan Cerezo, der Autorin Eva Cosculluela und der Podcasterin Andrea Gumes.

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