Regierung · Bukarest
Bolojan fordert PSD auf, Regierungsauftrag zu übernehmen, und kündigt PNL-Lösung bei Scheitern des Kabinetts Tomac an
Der gestürzte Ministerpräsident Ilie Bolojan sagte in einem Radiointerview, die Sozialdemokraten, die seine Regierung gestürzt hätten, müssten den Regierungsauftrag übernehmen, und falls das designierte Kabinett Tomac scheitere, werde die Nationalliberale Partei einen eigenen Vorschlag vorlegen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Stirile ProTV, RFI, Libertatea und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Bolojan sagt, die PSD als größte Partei, die die Krise verursacht habe, solle den Regierungsauftrag übernehmen, anstatt die Regierung Tomac als Schutzschild zu nutzen.
Die Nationalliberale Partei beschloss am 11. Juni, die Regierung Tomac nicht zu unterstützen, da sie eine Fassade sei, die der PSD Einfluss ohne Verantwortungsübernahme ermögliche.
Falls das Kabinett Tomac scheitert, wird die PNL an neuen Konsultationen teilnehmen und eine Lösung vorschlagen, wobei sie auf ihre Erfahrungen aus dem vergangenen Sommer zurückgreift.
Bolojan warnte vor nicht einlösbaren Versprechen wie der Befreiung von Rentnern von Krankenversicherungsbeiträgen und betonte, die PNL werde den Bürgern die Wahrheit sagen.
Neun gesetzgeberische Meilensteine im Wert von 6 Milliarden Euro müssen erfüllt werden; zwei Gesetzesentwürfe sind bereits im Parlament, sieben weitere müssen bis zum 31. August eingebracht werden.
- 11.06.PNL beschließt, die Regierung Tomac nicht zu unterstützen
- 12.06.Ilie Bolojan gibt Interview, fordert PSD zur Übernahme des Regierungsauftrags auf
- 16.06.Parlament soll Anfang nächster Woche über Kabinett Tomac abstimmen
Hintergrund der politischen Krise
Die Regierungskrise begann am 20. April 2026, als die Sozialdemokratische Partei (PSD) Premierminister Ilie Bolojan die politische Unterstützung entzog. Am 23. April traten die PSD-Minister zurück. Ein von PSD und AUR eingebrachtes Misstrauensvotum passierte am 5. Mai mit 281 Stimmen – derselben Anzahl, die bereits 2021 Florin Cîțu stürzte. Wenige Stunden später gab die PNL bekannt, in die Opposition zu gehen. Präsident Nicușor Dan designierte Eugen Tomac zum Premierminister, doch nach mehr als einem Monat Stillstand entschied die PNL am 11. Juni, die Regierung Tomac nicht zu unterstützen.
Bolojan fordert PSD zur Regierungsübernahme auf
In einem Interview mit Radio România Actualități am 12. Juni argumentierte der PNL-Vorsitzende, die PSD als größte Partei und als diejenige, die die Krise ausgelöst habe, solle die Verantwortung übernehmen. „Wir haben eine Partei, die die politische Krise ausgelöst hat, die größte Partei im Parlament, und unter normalen Umständen sollte sie den Regierungsauftrag beanspruchen“, sagte Bolojan. Er fügte hinzu, falls Präsident Dan der PSD den Auftrag erteile und sie scheitere, werde die PNL eine Lösung präsentieren, wie sie es bereits im vergangenen Sommer getan habe. Auf die Frage, ob er selbst Kandidat wäre, ging er nicht ein und verwies darauf, dass jede Nominierung eine Entscheidung der Parteiführung sei.
„Wir haben eine Partei, die die politische Krise ausgelöst hat, die größte Partei im Parlament, und unter normalen Umständen sollte sie den Regierungsauftrag beanspruchen. Wenn der Präsident der PSD den Auftrag erteilt und sie daran scheitert, dann wird die PNL, genau wie im vergangenen Sommer, eine Lösung präsentieren.“
PNL lehnt Kabinett Tomac als Fassade ab
Bolojan bezeichnete die vorgeschlagene Regierung Tomac als „Paravan“ (Fassade), die die PSD vor Verantwortung schütze, während sie weiterhin Einfluss nehmen könne. „Diese Formel ist eine Fassade, die die Sozialdemokratische Partei, die diese Krise verursacht hat, aus der Verantwortung entlässt. In einer Regierungsform zu sein, an der man indirekt teilnimmt, aber keine Verantwortung übernimmt, ist nicht korrekt – weder moralisch, noch politisch, noch für das, was Rumänien braucht“, erklärte er. Die Entscheidung der PNL vom 11. Juni, kein Vertrauensvotum zu gewähren, sei endgültig, sagte er, weil das Kabinett ohne explizite politische Unterstützung „schwächer als eine Minderheitsregierung“ wäre und keine schwierigen Reformen durchsetzen könnte. „Wenn eine solche Regierung mit Reformvorschlägen ins Parlament kommt, wird sie allein gelassen, und die Scherben werden auf ihrem Kopf zerspringen.“
Wahrheit statt unrealistischer Versprechen
Bolojan warnte vor den „falschen Erwartungen“, die Politiker weckten. Er verwies auf PSD-Versprechen wie die Befreiung von Rentnern von Krankenversicherungsbeiträgen und breite Gehaltserhöhungen als Beispiele für nicht finanzierbare Zusagen. „Eines der größten Probleme in der Politik ist, dass wir durch das, was wir sagen, Erwartungen wecken, die nicht erfüllt werden können. Wenn man eine Erwartung schafft, die man nicht erfüllen kann, erzeugt man Unmut“, sagte er. Die PNL werde den Menschen die Wahrheit sagen und nichts versprechen, was sie nicht halten könne.
„Eines der größten Probleme in der Politik ist, dass wir durch das, was wir sagen, Erwartungen wecken, die nicht erfüllt werden können.“
Stockende Reformen und 6 Milliarden Euro an EU-Mitteln
Trotz des Interimsstatus betonte Bolojan, dass sein Kabinett weiterhin seinen Pflichten nachkomme, insbesondere im Hinblick auf den Nationalen Aufbau- und Resilienzplan (PNRR). Neun gesetzgeberische Meilensteine stünden noch aus, sagte er; zwei Gesetzesentwürfe befänden sich bereits im Parlament, sieben weitere müssten der Legislative vorgelegt werden. Die Reformen hätten einen Gesamtwert von rund 6 Milliarden Euro, etwa 900 Millionen Euro pro Meilenstein, und müssten bis zum 31. August verabschiedet werden. Andernfalls würden die Mittel blockiert.
Wie es weitergeht
Bolojan bestritt, dass Präsident Nicușor Dan ihn angerufen habe, um die PNL zur Unterstützung der Regierung Tomac zu bewegen. „Es gab keine Diskussion unmittelbar vor oder nach der Entscheidung der PNL.“ Er bekräftigte, dass die PNL bereit sei, in die Opposition zu gehen, falls eine künftige Regierung die PSD einschließe. Das Parlament soll Anfang nächster Woche über das Kabinett Tomac abstimmen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Stirile ProTVCe a răspuns Bolojan la întrebarea ce va face dacă va fi din nou propus premier, după ce a fost demis prin vot - Știrile ProTV
- RFIBolojan: Dacă Guvernul Tomac nu va trece, PSD ar trebui să-și revendice postul| PNL va veni cu o soluție
- LibertateaIlie Bolojan îi cere lui Nicușor Dan ca Sorin Grindeanu să formeze viitorul Guvern
- Digi24Bolojan, întrebat dacă, în cazul unor noi discuţii pentru Guvern, PNL l-ar propune premier: "Vom veni cu o soluţie
- Ilie Bolojan
- Gestürzter Ministerpräsident und Vorsitzender der Nationalliberalen Partei (PNL)
- Eugen Tomac
- Designierter Ministerpräsident, dessen Kabinett auf eine Parlamentsabstimmung wartet
- Nicușor Dan
- Staatspräsident Rumäniens, der Konsultationen zur Bildung einer neuen Regierung führt
- Sorin Grindeanu
- Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei (PSD), als möglicher Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten genannt
- Orte
- Bukarest
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