Makroökonomie · La Paz

Bolivien genehmigt IWF-Kredit über 1,9 Milliarden Dollar und streicht Diesel-Subventionen zur Bekämpfung von Engpässen

Das bolivianische Parlament hat am Freitag ein Kreditprogramm über 1,9 Milliarden Dollar mit dem Internationalen Währungsfonds genehmigt, was Präsident Rodrigo Paz veranlasste, die staatlichen Diesel-Subventionen abzuschaffen, die jährlich 2,6 Milliarden Dollar kosten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, Bloomberg Business, Reuters und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

La Paz · Bolivien
Wie es dazu kam
  1. Juli 2026Die technischen Mitarbeiter des IWF erzielen eine 36-monatige Finanzierungsvereinbarung mit der bolivianischen Regierung.
  2. 17.09.Die Abgeordnetenkammer billigt das IWF-Kreditgesetz und verlängert den nationalen Ausnahmezustand um 90 Tage.
  3. 18.09.Der Senat ratifiziert das IWF-Programm über 1,9 Milliarden Dollar, und Präsident Paz kündigt die Abschaffung der Diesel-Subventionen an.

Parlamentsgenehmigung der IWF-Vereinbarung

Der bolivianische Senat hat am 18. September 2026 ein Finanzierungspaket über 1,9 Milliarden Dollar mit dem Internationalen Währungsfonds ratifiziert, nachdem die Abgeordnetenkammer es am 17. September gebilligt hatte. Das 36-monatige Programm im Rahmen der erweiterten Kreditfazilität des IWF ist die erste mehrjährige Vereinbarung des Landes mit dem Kreditgeber seit 2006. Die Regierungskoalition von Präsident Rodrigo Paz verabschiedete die Maßnahme, nachdem die Bewegung zum Sozialismus (MAS) auf zwei Sitze im 130-köpfigen Unterhaus und null im Senat reduziert worden war. Das Programm erfordert eine formelle Ratifizierung durch den IWF-Exekutivdirektorium, bevor Mittel ausgezahlt werden, und Beamte schätzen, dass es zusätzliche Finanzmittel von mehr als 5 Milliarden Dollar von Institutionen wie der Weltbank und der Interamerikanischen Entwicklungsbank freisetzen wird.

„Diese Mittel gehören keiner Regierung, sie dienen dazu, unsere Reserven zu schützen, die Wirtschaft zu stabilisieren und echte Chancen für Investitionen und Beschäftigung zu eröffnen.“

Rodrigo Paz, Präsident von Bolivien

Sofortige Abschaffung der Treibstoffsubventionen

Nach der Senatsabstimmung kündigte Präsident Paz die vollständige Abschaffung der staatlichen Subventionen für Dieselkraftstoff an und stellte den Binnenmarkt auf eine einheitliche Preisbildung um, die an internationale Referenzwerte gekoppelt ist. Die Staatsausgaben für Treibstoffsubventionen beliefen sich zuvor auf jährlich rund 2,6 Milliarden Dollar, etwa 55 Millionen Dollar pro Woche, was die Reserven der Zentralbank belastete. Paz argumentierte, dass die Politik weit verbreiteten grenzüberschreitenden Schmuggel ermöglicht habe, anstatt die heimischen Produktionssektoren zu unterstützen. Diesel wurde zuvor zu einem festen Satz von 18 Bolivianos (etwa 1,56 Euro) verkauft, aber die Zapfsäulenpreise werden nun entsprechend den internationalen Marktpreisen schwanken. Die Regierung erklärte, dass die Politikänderung die Einzelhandelsschlangen beseitigen und eine kontinuierliche Versorgung im ganzen Land sicherstellen werde.

„Von heute an kostet Diesel so viel, wie es uns kostet, ihn im Ausland zu kaufen.“

Rodrigo Paz, Präsident von Bolivien

Fiskalziele und internationale Reserven

Wirtschaftsminister Christian Morales verteidigte das Stabilisierungspaket vor der Legislative und erläuterte die schwerwiegenden Zahlungsbilanzbeschränkungen des Landes. Morales berichtete, dass die Regierung Netto-Währungsreserven von 3,17 Milliarden Dollar geerbt habe, von denen nach Jahren sinkender Erdgasexporterlöse nur noch 52 Millionen Dollar in liquider Währung verblieben seien. Im Rahmen der Vereinbarung verpflichtete sich die Regierung, die geldpolitische Finanzierung der öffentlichen Verschuldung durch die Zentralbank einzudämmen und einen flexibleren Wechselkursregime einzuführen. Das Wirtschaftsministerium prognostizierte, dass das Haushaltsdefizit von 9,1 % des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2026 auf 6,4 % im Jahr 2027 und auf 3,8 % im Jahr 2028 sinken werde. Beamte prognostizierten außerdem, dass die Netto-Währungsreserven bis Ende 2026 auf fast 6 Milliarden Dollar, bis 2028 auf fast 8 Milliarden Dollar und bis 2031 auf rund 9,07 Milliarden Dollar steigen würden.

Ziele der bolivianischen Regierung für das Haushaltsdefizit in Prozent des BIP%
2026
9.1 %
2027
6.4 %
2028
3.8 %

Daten aus dem Artikeltext

Soziale Entschädigung und Reaktion der Opposition

Um die steigenden Treibstoffkosten auszugleichen, kündigte die Regierung direkte Sozialausgabeninitiativen an, die durch die Subventionskürzungen finanziert werden. Rund 2,9 Millionen Bürger werden die Geldtransfers des Bono Pepe 2 erhalten, unterstützt durch ein Budget von 874 Millionen Bolivianos. Die Regierung erhöhte außerdem das Schülerstipendium Bono Juancito Pinto von 200 auf 300 Bolivianos pro Kind und stellte bis zu 800 Millionen Bolivianos für Vorzugskredite mit einem jährlichen Zinssatz von nahezu 6 % für Frachtführer, Handwerker und Kleinhändler bereit. Der Bolivianische Gewerkschaftsbund (Central Obrera Boliviana) verurteilte die Maßnahmen jedoch und warnte davor, dass die Streichung der Subventionen die Lebenshaltungskosten erhöhen werde. Am 17. September verlängerte der Kongress den bestehenden 90-tägigen Ausnahmezustand, der nach Transport- und Gewerkschaftsblockaden verhängt worden war, die im Juni und Juli die Straßen in ganz Bolivien lahmgelegt hatten.

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Quellen und Kontext

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