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Ex-Serbien-Stürmer Rade Bogdanovic entschuldigt sich für rassistische WM-Kommentare live im Fernsehen

Der ehemalige Stürmer Rade Bogdanovic sorgte während einer WM-Übertragung des Spiels Belgien gegen Iran für Empörung, als er andeutete, dass schwarze Spieler unkonzentriert seien. Er und der serbische Sender RTS entschuldigten sich später.

Was geschah

Während RTS' Live-Übertragung des torlosen Unentschiedens zwischen Belgien und Iran am Sonntag reagierte der ehemalige Stürmer und Kommentator Rade Bogdanovic auf Nathan Ngoys rote Karte in der 66. Minute.

Ich habe immer gesagt, diese Spieler, und ich bin wirklich kein Rassist, aber schwarzen Spielern fehlt die Konzentration, um länger als 60 bis 80 Minuten durchzuhalten.

Er fügte hinzu, dass man in seiner Spielerkarriere „manchmal unsere eigenen Spieler schützen musste, um sie vor Fehlern zu bewahren.“ Als der Moderator widersprach, beharrte Bogdanovic darauf, „die Mehrheit habe Konzentrationsprobleme.“

Empörung und Entschuldigung

Die Kommentare wurden online und in der internationalen Presse weitgehend verurteilt. Bogdanovic gab später eine Erklärung gegenüber Reuters ab:

Ich entschuldige mich aufrichtig für meine Aussage über schwarze Fußballspieler.

Auch der serbische öffentlich-rechtliche Sender RTS entschuldigte sich und stellte klar, dass Bogdanovic kein Angestellter, sondern ein vertraglich gebundener Expertenkommentator sei.

Zeitstrahl zu Bogdanovics Kommentar, Entschuldigung und Rückkehr
  1. Bogdanovic macht rassistische Äußerungen bei RTS während des Spiels Belgien-Iran nach Nathan Ngoys roter Karte
  2. Bogdanovic und RTS entschuldigen sich nach weitverbreiteter Verurteilung
  3. Bogdanovic kehrt als Analyst für das Spiel Argentinien-Österreich ins RTS-Studio zurück

Schnelle Rückkehr

Trotz des Aufruhrs war Bogdanovic am Montag wieder im RTS-Studio, um den 2:0-Sieg Argentiniens gegen Österreich im WM-Gruppenspiel J zu analysieren. Der Guardian stellte fest, dass RTS zunächst nicht Stellung bezogen hatte, obwohl sowohl die BBC als auch Reuters später über Entschuldigungen des Senders und Bogdanovics berichteten.

Früherer Vorfall

Mehrere Medien erinnerten daran, dass Bogdanovic bereits 2019 ähnliche Kritik auf sich gezogen hatte, als er argumentierte, der Einbruch von Borussia Dortmund sei mit der Entscheidung zusammengefallen, am Ende der vorherigen Bundesliga-Saison vier schwarze Verteidiger aufzustellen.

Spielkontext

Das Unentschieden ließ Belgien in Gruppe G auf dem dritten Platz hinter Ägypten und Iran zurück, was ihre Chancen auf das Erreichen der K.-o.-Runde gefährdet. Ngoy, ein 23-jähriger Verteidiger von Lille, war vor seinem Platzverweis einer der Lichtblicke Belgiens gewesen.

Belgrad · Los Angeles

8 Quellen

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