Wirtschaft · Arlington und Washington
Boeing verbucht Verlust von 428 Millionen Dollar – Air Force One verursacht 280 Millionen Dollar Mehrkosten im zweiten Quartal
Eine frische Belastung von 280 Millionen Dollar für das seit langem verzögerte Präsidentenflugzeugprogramm hat Boeing im zweiten Quartal einen Verlust von 428 Millionen Dollar eingebrockt – mehr als doppelt so viel wie von Analysten erwartet, obwohl die Auslieferungen im zivilen Bereich wieder anzogen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von El Confidencial, N-tv, The New York Times und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Boeing meldete für das zweite Quartal 2026 einen Nettoverlust von 428 Millionen Dollar, geringer als der Verlust von 612 Millionen Dollar im Vorjahr, aber mehr als doppelt so hoch wie die durchschnittliche Analystenschätzung eines Gewinns von 10 Millionen Dollar.
Das Präsidentenflugzeugprogramm VC-25B verursachte im Quartal frische Kosten in Höhe von 280 Millionen Dollar, wodurch der Festpreisvertrag von 2018 um mehr als eine Milliarde Dollar überzogen wurde.
Boeing lieferte im ersten Halbjahr 2026 314 Flugzeuge aus, ein Anstieg von 12 % im Jahresvergleich und der beste Wert seit 2020. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 8 % auf 24,56 Milliarden Dollar.
Der freie Cashflow erreichte im Quartal 631 Millionen Dollar und kehrte damit einen Abfluss von 200 Millionen Dollar im Vorjahr um. Boeing ist auf Kurs für das erste positive Jahresergebnis seit 2023.
Die US-Luftfahrtbehörde FAA erlaubte Boeing diesen Monat wieder, die Freigabe für 737-MAX- und 787-Flugzeuge zu erteilen, nachdem diese Privilegien 2019 und 2022 entzogen worden waren.
- Juli 2026Boeing verbucht 280 Millionen Dollar Belastung im zweiten Quartal; Programm nun vier Jahre verspätet und über eine Milliarde Dollar über Budget
- Mitte 2028Erste VC-25B-Auslieferung nun erwartet
- 2029Auslieferung der zweiten Maschine erwartet
Air-Force-One-Programm versinkt tiefer
Die beiden modifizierten Boeing 747-8, die als nächste Air Force One dienen sollen, liegen nun vier Jahre hinter dem Zeitplan und mehr als eine Milliarde Dollar über dem 2018 unterzeichneten Festpreisvertrag über 3,9 Milliarden Dollar. Allein im Zeitraum April bis Juni verbuchte Boeing zusätzliche Kosten in Höhe von 280 Millionen Dollar, verursacht durch höhere Ausgaben für Produktions- und Zertifizierungsressourcen für das VC-25B-Programm. Das ursprüngliche Auslieferungsziel Ende 2024 wurde aufgegeben; das Unternehmen gibt nun an, dass die erste Maschine Mitte 2028 und die zweite im darauffolgenden Jahr eintreffen wird. Da der Deal während Donald Trumps erster Amtszeit zu einem Festpreis abgeschlossen wurde, musste Boeing jeden Kostenüberschuss selbst tragen, während die Jahre vergehen.
„Wir bewegen uns weiterhin in die richtige Richtung und haben ein weiteres solides Quartal für unser Unternehmen abgeliefert.“
Hektische Suche nach Präsidententransport
Die Verzögerungen haben das Weiße Haus zu Improvisationen gezwungen. Trump nutzt eine von der katarischen Königsfamilie geschenkte 747-8 als Übergangstransport, doch diese Regelung hat Grenzen. Nach dem NATO-Gipfel in der Türkei Anfang dieses Monats drängte der Secret Service den Präsidenten, mit der alten Air Force One statt mit der katarischen Maschine zurückzufliegen. US-Medienberichte verwiesen auf Hinweise auf einen möglichen iranischen Angriff auf Trumps Flugzeug. Zuvor hatte Trump versucht, die katarische Maschine als vorübergehenden Ersatz nachzurüsten – ein Unterfangen, das laut New York Times ebenfalls explodierende Kosten und Sicherheitskompromisse mit sich gebracht hat.
Zivilgeschäft gewinnt wieder an Fahrt
Unter dem Kopfschmerz des Präsidentenjets beschleunigt sich Boeings Kerngeschäft. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 8 % auf 24,56 Milliarden Dollar, gestützt durch höhere Auslieferungen in den Bereichen Zivilluftfahrt und Verteidigung. Das Unternehmen übergab im Quartal 171 Flugzeuge, gegenüber 150 im Vorjahr, und brachte die Auslieferungen im ersten Halbjahr auf 314 – ein Anstieg von 12 % und der beste Sechsmonatszeitraum seit sechs Jahren. Das 737-MAX-Programm steuert auf eine monatliche Produktionsrate von 47 Einheiten zu, und diesen Monat wurde ein viertes Fließband eröffnet. Boeings Auftragsbestand erreichte mit mehr als 6.200 noch zu bauenden Verkehrsflugzeugen einen Rekordwert von 715,26 Milliarden Dollar.
Liquidität wird positiv
Ein Meilenstein stach für ein Unternehmen hervor, das jahrelang Geld verbrannt hat. Der freie Cashflow erreichte im Quartal 631 Millionen Dollar und kehrte damit einen Abfluss von 200 Millionen Dollar im Vorjahr um – dank höherer Anzahlungen von Kunden. Boeing bekräftigte sein Jahresziel für den freien Cashflow von 1 bis 3 Milliarden Dollar, was die erste positive Jahreszahl seit 2023 wäre. Der bereinigte Verlust pro Aktie betrug 76 Cent, weniger als der Verlust von 1,24 Dollar vor einem Jahr, aber immer noch mehr als doppelt so viel wie der von Analysten prognostizierte Verlust von 30 Cent.
- Umsatz Q2 2025
- 22740000000 USD
- Umsatz Q2 2026
- 24560000000 USD
- Nettogewinn Q2 2025
- -612000000 USD
- Nettogewinn Q2 2026
- -428000000 USD
Daten aus dem Artikeltext
Regulierungsvertrauen wird wiederhergestellt
Der Sanierungskurs erstreckt sich auch auf die Fabrikhalle und das Vertrauen der Aufsichtsbehörde. Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat Boeing diesen Monat die Befugnis zur Selbstzertifizierung seiner Flugzeuge 737 MAX und 787 zurückgegeben – Privilegien, die nach den MAX-Abstürzen 2018 und 2019 mit 346 Todesopfern und erneut nach dem Herausplatzen einer Türverkleidung während des Fluges Anfang 2024 entzogen worden waren. Die FAA erklärte, die Entscheidung sei das Ergebnis „monatelanger gründlicher Daten- und Sicherheitsüberprüfungen, die eine gleichbleibende Produktionsqualität belegen“. CEO Kelly Ortberg, der das Unternehmen vor zwei Jahren inmitten massiven Drucks aufgrund von Sicherheitsmängeln übernahm, bezeichnete das Quartal als weiteren Beleg dafür, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg sei.
„Monatelange gründliche Daten- und Sicherheitsüberprüfungen, die eine gleichbleibende Produktionsqualität belegen.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- El ConfidencialBoeing recorta sus pérdidas un 31 % hasta junio, lastrado por el Air Force One
- N-tv428 Millionen Dollar Minus: Kosten für Präsidentenflüge: Boeing hat im zweiten Quartal mehr Verlust verbucht als erwartet
- The New York TimesBoeing Reports Loss on $280 Million Hit on Troubled Air Force One Program
- tagesschau.deNeue Air Force One hält Boeing tief in der Verlustzone
- Kelly Ortberg
- CEO von Boeing, der das Unternehmen vor zwei Jahren während der Sicherheitskrise übernahm und die Ergebnisse des zweiten Quartals als „solides Quartal“ bezeichnete
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen Regierung 2018 den Festpreisvertrag für die Air Force One unterzeichnete und der nun eine katarische Maschine als Übergangstransport nutzt
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