
Herz-Lungen-Wiederbelebung durch Umstehende und Defibrillator im Schutzhaus retten Frau nach Blitzschlag in den polnischen Isergebirgen
Eine 38-jährige Touristin erlitt nach einem Blitzschlag in der Nähe eines Bergschutzhauses in Niederschlesien einen Herzstillstand, doch durch schnelles Eingreifen von Zeugen mit einem AED-Defibrillator wurde sie wiederbelebt, bevor die Rettungskräfte eintrafen.
Vorfall in der Nähe des Orle-Schutzhauses
Am Samstag, den 20. Juni, um etwa 13:40 Uhr wurde eine 38-jährige Touristin beim Wandern in der Nähe des Orle-Bergschutzhauses im Isergebirge (Góry Izerskie) in Niederschlesien von einem Blitz getroffen. Das Gebiet stand unter schweren Gewitterwarnungen, da eine Hitzewelle gefährliches Wetter über Westpolen begünstigte.
Lebensrettende Maßnahmen durch Umstehende
Zeugen begannen sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung (CPR), nachdem die Frau einen plötzlichen Herzstillstand erlitten hatte. Retter der Karkonosze-Bergrettung (GOPR) trafen ein und übernahmen die erweiterte Lebenserhaltung, wobei sie einen automatischen externen Defibrillator (AED) nutzten, der im Schutzhaus zugänglich war.
Wir möchten die wunderbare Haltung der Touristen und Zeugen hervorheben. Ihr sofortiges Reagieren und ihr Wissen haben ein Menschenleben gerettet. Wir sind auch äußerst erfreut, dass die im Schutzhaus verfügbare Rettungsausrüstung, darunter ein AED-Defibrillator, ohne Zögern eingesetzt wurde.
Krankenhausaufenthalt und stabiler Zustand
Notfallmedizinische Teams aus Szklarska Poręba brachten die Frau ins Bezirkskrankenhaus des Jelenia-Góra-Tals zur weiteren Diagnose. Bis Sonntag befand sie sich in stabilem Zustand. Nur etwa zehn Prozent der Blitzschlagopfer sterben, wobei der Herzstillstand die Haupttodesursache ist, so das Rettungszentrum Polens.
Unwetterwarnungen in der gesamten Region
Der Vorfall ereignete sich, als eine Gewitterlinie über Dolny Śląsk hinwegzog und starke Regenfälle, Hagel und heftige Winde brachte. Das Institut für Meteorologie verschickte SMS-Warnungen nicht nur für Niederschlesien, sondern auch für die Woiwodschaften Großpolen, Westpommern und Pommern, was zu mehreren gefährlichen Situationen im Laufe des Wochenendes führte.


