Kurz gefasst
Die 23-jährige Paula Blasi fährt ab dem 1. Januar 2027 drei Saisons für Movistar. Der Vertrag wurde laut El Periódico im September unterzeichnet und am 21. Oktober 2026 bekannt gegeben.
El Periódico berichtet von einer Ausstiegsklausel in Höhe von 100.000 Euro und schreibt, das UAE-Team habe die Übermittlung der Dokumente an die UCI verzögert, wodurch die Bekanntgabe mehr als einen Monat lang aufgeschoben wurde.
Blasi gewann die Vuelta a España als erste Spanierin, dazu den Amstel Gold Race und die Volta Ciclista a Catalunya, und wurde Fünfte bei der Tour de France.
Die Bekanntgabe
Die spanische Radrennfahrerin Paula Blasi, 23, fährt in den kommenden drei Saisons für das Movistar Team, wie der spanische Rennstall am Mittwoch, dem 21. Oktober 2026, mitteilte. Sie verlässt das UAE-Team, bei dem sie ihre ersten beiden Saisons in der Elite verbracht hat. El Periódico berichtete, der Vertrag sei im September unterzeichnet worden, doch das UAE-Team habe die Übermittlung der Unterlagen an die UCI verzögert, sodass Movistar die Verpflichtung erst öffentlich machen konnte, als der Weltverband den Transfer genehmigt hatte. Blasi startet am 1. Januar 2027 bei Movistar. Sie stammt aus Esplugues de Llobregat bei Barcelona und ist amtierende Vuelta-a-España-Siegerin.
Ein rasanter Aufstieg
Als Amateurin gewann sie 2024 die katalanischen Meisterschaften im Zeitfahren und im Straßenrennen und wurde Vierte bei der Tour de l'Avenir. In ihrer ersten Profisaison 2025 gewann sie vier Rennen, darunter eine Etappe der Tour de Romandie Féminin, bei der sie Gesamtvierte wurde. Zudem wurde sie Europameisterin auf der Straße in der U23 und holte Bronze bei den Weltmeisterschaften. 2026 belegte sie den dritten Gesamtrang bei der Santos Women's Tour Down Under, gewann anschließend den Amstel Gold Race, wurde Dritte bei La Flèche Wallonne und Fünfte bei Lüttich–Bastogne–Lüttich, ihrem ersten Monument. Ihr Vuelta-Sieg folgte einem Comeback am Anstieg zum L'Angliru und machte sie zur ersten Spanierin, die dieses Rennen gewann. Außerdem gewann sie die CIC-Tour Féminin des Pyrénées mit einem Etappensieg am Tourmalet sowie im Juni die Gesamtwertung der Volta Ciclista a Catalunya.
Warum der Wechsel zustande kam
Ihre erste Tour de France 2026 wurde zum Wendepunkt. Ihr Team setzte sie als Helferin für Kapitänin Elisa Longo Borghini ein, und sie beendete die Rundfahrt als Gesamtfünfte, hinter den Teamkapitäninnen Longo Borghini und Dominika Wlodarczyk. Radsportmedien berichteten seit Ende Juni, dass sie zu Movistar wechseln würde, doch der Verein bestätigte dies monatelang nicht. Laut El Periódico durfte sie keine Besichtigung des Mont Ventoux fahren und erklomm ihn, ohne die Strecke vorher zu inspizieren. Dieselbe Zeitung berichtet, sie habe rund 20.000 Euro an Lidl-Trek gezahlt, nachdem es eine Vorvereinbarung mit diesem Team gegeben habe, das dann Kasia Niewiadoma verpflichtete, die polnische Fahrerin, die bei der Tour und bei den Weltmeisterschaften Zweite wurde. Blasi erklärte ihre Entscheidung in einer von Movistar veröffentlichten Erklärung.
„Außerdem ist es das Heimteam, und es macht mich stolzer, das Trikot zu tragen.“
Wie es weitergeht
Laut El Periódico wird Blasi völlige Freiheit haben, die Gesamtwertung der Tour de France anzugreifen, die die Zeitung als Hauptziel des Wechsels bezeichnet. Bei Movistar teilt sie sich die Kapitänsrolle mit Marlen Reusser, der Schweizerin und amtierenden Welt- und Europameisterin im Zeitfahren, die zuvor die Kapitänin des Teams war. El Periódico zufolge telefonierten die beiden kurz vor der Vertragsunterzeichnung. Das Team unter der Leitung von Sebastián Unzué stellte den Transfer in einer eigenen Mitteilung vor.
„Mit der Ankunft von Paula Blasi verstärkt das Movistar Team sein Engagement für den Frauenradsport und für den Aufbau eines Projekts, das Gegenwart und Zukunft verbindet.“
Blasis Vertrag umfasst drei Saisons ab 2027.