
Bezos-Konsortium verhandelt über 30-Prozent-Anteil am FC Liverpool – Deal bewertet Verein mit rund 4,4 Milliarden Pfund
Ein Konsortium um Amazon-Gründer Jeff Bezos und Facebook-Mitbegründer Eduardo Saverin verhandelt über den Kauf von rund 30 bis 33 Prozent des FC Liverpool. Fenway Sports Group könnte den Deal noch in dieser Woche bekannt geben.
Ein Investorenkonsortium um Amazon-Gründer Jeff Bezos und Facebook-Mitbegründer Eduardo Saverin verhandelt über den Erwerb von rund 30 bis 33 Prozent des FC Liverpool, wie Sky News berichtet. Die Fenway Sports Group (FSG), die den Verein seit 2010 kontrolliert, könnte die Transaktion bereits in dieser Woche bekannt geben. Mit der Angelegenheit vertraute Personen warnten jedoch, dass die Vereinbarung noch nicht formalisiert sei und die Ankündigung verschoben werden könne.
Die Investorengruppe wird vom britisch-indischen Geschäftsmann Amit Bhatia angeführt, dem Schwiegersohn des Stahlmagnaten Lakshmi Mittal, der bis vor kurzem Aktionär von Queens Park Rangers war. Auch Saverin, 44, dessen Vermögen auf über 32 Milliarden Dollar geschätzt wird, gehört zum Konsortium. Die Beteiligung von Bezos verleiht dem Deal globale Dimension; Forbes schätzt sein persönliches Vermögen auf rund 280 Milliarden Dollar. Zwar wurde sein Name bereits zuvor mit Teams im amerikanischen Profisport in Verbindung gebracht, doch hat er bislang keine nennenswerte Investition in den europäischen Fußball getätigt.
Basierend auf den diskutierten Zahlen wird der Gesamtwert des FC Liverpool auf rund 4,4 Milliarden Pford oder fast 6 Milliarden Dollar geschätzt. Sollte der wechselnde Anteil 30 Prozent erreichen, könnte der Transaktionswert bei etwa 1,35 bis 1,4 Milliarden Pfund liegen. FSG erwarb Liverpool 2010 für 300 Millionen Pfund, zu einer Zeit, als der Verein mit ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Die amerikanische Gruppe, die auch die Boston Red Sox kontrolliert, hat den Wert des Vereins in 16 Jahren nahezu verfünfzehnfacht, was Liverpools Rückkehr zur sportlichen Bedeutung, die internationale kommerzielle Anziehungskraft, die steigenden TV-Erlöse der Premier League sowie Investitionen in die Vereinsinfrastruktur widerspiegelt – darunter eine deutliche Erhöhung der Anfield-Kapazität und der Bau eines neuen Trainingsgeländes.


