
Polizei in Rom setzt Taser ein, um bewaffnete nackte Frau nahe Ponte Milvio zu überwältigen
Beamte in Rom setzten am Sonntag einen Taser ein, um eine nackte 38-jährige Frau zu immobilisieren, die in einem Wohnhaus nahe der Ponte Milvio eine Klinge schwang.
Straßenkonfrontation im Norden Roms
Am frühen Nachmittag des Sonntags, 13. September 2026, reagierten Polizeibeamte in Rom auf Meldungen über eine öffentliche Störung nahe der Ponte Milvio. Der Vorfall begann kurz nach 13:30 Uhr entlang der Via della Farnesina, einer Wohnstraße mit mehrstöckigen Gebäuden. Mehrere Anwohner kontaktierten die Polizeileitstelle, um eine unbekleidete Frau von kräftiger Statur zu melden, die weinend und schreiend die Straße entlangging und eine Klingenwaffe schwang. Die Quellen variierten hinsichtlich der genauen Art der Klinge und beschrieben sie entweder als Messer oder als große Machete. Laut Einsatzprotokollen konfrontierte die Frau einen männlichen Passanten auf dem Gehweg, richtete die Waffe direkt auf ihn und stieß zusammenhanglose Drohungen in einer Mischung aus Italienisch und Spanisch aus.
Flurkonfrontation und Taser-Einsatz
Nach der Konfrontation draußen überredete die Frau jemanden, den Haupteingang eines nahegelegenen Wohnhauses zu öffnen, und verbarrikadierte sich im Erdgeschossflur. Streifenwagen und Einsatzfahrzeuge trafen innerhalb weniger Minuten an der Via della Farnesina ein, und Beamte betraten das Gebäude, um die Gefahr einzudämmen. Im Eingangsbereich schrie die Frau weiter und schwang die Klinge durch die Luft, was eine Gefahr für sich selbst und das Einsatzpersonal darstellte. Mieter verfolgten die Konfrontation von ihren Wohnungstüren aus, während die Beamten wiederholt versuchten, die Situation verbal zu deeskalieren. Als die Frau sich aggressiv auf einen Beamten zubewegte, setzte die Polizei zweimal einen Taser ein, um sie zu überwältigen, kurz bevor es zu physischem Kontakt kommen konnte.
- Notrufe alarmieren die römische Polizei über eine bewaffnete unbekleidete Frau, die Passanten bedroht.
- Die Frau betritt ein Wohnhaus an der Via della Farnesina und verbarrikadiert sich im Flur.
- Einsatzbeamte setzen zweimal einen Taser ein, um die Frau daran zu hindern, mit einer Klinge zuzustoßen.
- Sanitäter bringen die bei Bewusstsein befindliche Frau zur psychiatrischen und medizinischen Untersuchung ins Krankenhaus.
Medizinischer Transport und Identitätsfeststellung
Notfallmediziner des Rettungsdienstes 118 versammelten sich vor dem Wohnhaus vor dem Einsatz und betraten es sofort, nachdem die Polizei den Flur gesichert hatte. Die Frau blieb bei Bewusstsein, wenn auch benommen vom elektrischen Schlag, und die Sanitäter brachten sie zu einem Krankenwagen. Die Berichte über die aufnehmende medizinische Einrichtung gingen auseinander: Einem Bericht zufolge wurde sie zur obligatorischen psychiatrischen Behandlung ins Santo-Spirito-Krankenhaus gebracht, während andere Quellen angaben, sie sei zur medizinischen Untersuchung in die Notaufnahme des San-Filippo-Neri-Krankenhauses eingeliefert worden. Die Polizei bestätigte, dass weder Umstehende noch eingesetzte Beamte bei dem Vorfall verletzt wurden. Die Ermittler identifizierten die Frau als 38-jährige kubanische Staatsbürgerin, die legal in Italien lebt, ohne festen Wohnsitz ist und keine Vorstrafen hat.
Regulatorischer Rahmen für Elektroschockwaffen
Der Einsatz folgte dem Standardverfahren für den Einsatz von Elektroschockwaffen bei italienischen Strafverfolgungsbehörden. Die italienischen Polizeikräfte, darunter die Polizia di Stato, die Carabinieri und die Guardia di Finanza, führten Tasern nach Versuchen und Schulungsprogrammen für Beamte im Jahr 2022 in den regulären Dienst ein. Die Waffe dient als taktische Zwischenoption, die darauf abzielt, gewalttätige Situationen ohne den Einsatz von Dienstfeuerwaffen zu lösen. Mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen in Italien haben die Ausrüstung infrage gestellt und auf Risiken von Herz-Kreislauf-Komplikationen in einer Minderheit der Fälle sowie potenzielle Gefahren für schutzbedürftige Personen in schweren Notlagen hingewiesen. Das medizinische Personal im Krankenhaus prüft, ob der Zustand der Frau auf psychiatrische Störungen oder Substanzkonsum zurückzuführen ist.


