
Bewaffnete Gang als Polizei verkleidet befreit Sträfling im Krankenhaus von Serres
Vier bewaffnete Männer, als Elite-Polizisten verkleidet, überfielen am späten Freitagabend Gefängniswärter am Allgemeinen Krankenhaus von Serres, entwaffneten die Begleitmannschaft und befreiten einen verurteilten Schwerverbrecher, der aus dem Gefängnis Nigrita überstellt worden war.
Der Krankenhaus-Überfall
Kurz nach 23:00 Uhr am Freitag, den 11. September 2026, ereignete sich vor dem Allgemeinen Krankenhaus von Serres in Nordgriechenland eine bewaffnete Befreiungsaktion. Ein verurteilter Schwerverbrecher, der aus der Justizvollzugsanstalt Nigrita unter Bewachung überstellt worden war, wurde bei einem Hinterhalt befreit, der sich innerhalb weniger Sekunden abspielte. Die Ereigniskette begann spät am Freitagabend, als der Häftling den Gefängnisbehörden mitteilte, dass er sich unwohl fühle, woraufhin die Verwaltung eine dringende Verlegung zu ärztlichen Untersuchungen veranlasste. Als das Transportfahrzeug ankam und direkt vor dem Krankenhauseingang zum Stehen kam, fing eine wartende Gruppe bewaffneter Komplizen die Begleitmannschaft ab, bevor der Häftling ins Gebäude gebracht werden konnte.
Taktische Tarnung und Waffenbeschlagnahme
Die vier Angreifer führten die Befreiung mit taktischen Tarnungen durch, die darauf ausgelegt waren, Elite-Polizeibeamte nachzuahmen. Die Täter trugen Kapuzen und Uniformen mit den offiziellen Abzeichen der Sondereinheit zur Bekämpfung der Schwerkriminalität der Griechischen Polizei, bekannt als OPKE. Bewaffnet mit Kalaschnikow-Sturmgewehren und Maschinenpistolen überfielen die Maskierten den Transportkonvoi, sobald das Fahrzeug parkte. Die Täter stellten die begleitenden Beamten mit vorgehaltener Waffe, entwaffneten sie und beschlagnahmten deren Dienstwaffen. Nachdem die Begleitmannschaft neutralisiert war, brachten die vier Schützen den Häftling in einen wartenden Pkw und fuhren in unbekannte Richtung vom Krankenhausgelände weg, wobei sie die entwaffneten Beamten am Tatort zurückließen.
- Häftling im Gefängnis Nigrita meldet plötzliche Erkrankung, was eine Verlegung ins Krankenhaus Serres zu medizinischen Tests veranlasst
- Vier bewaffnete Männer in OPKE-Uniformen überfallen den Transport am Krankenhauseingang und entwaffnen die Begleitmannschaft
- Griechische Polizei richtet regionale Kontrollpunkte ein und entdeckt ein verlassenes Fluchtfahrzeug mit gefälschten Kennzeichen
Hintergrund des Häftlings und Planung
Der geflohene Häftling ist ein albanischer Staatsangehöriger, der in verschiedenen Berichten als 40 oder 41 Jahre alt angegeben wird und eine Haftstrafe wegen Totschlags und Drogenhandels verbüßte. Nach Berichten des griechischen Staatssenders ERT hat der Mann eine Vergangenheit gewalttätiger krimineller Aktivitäten, darunter ein früherer Vorfall, bei dem er am helllichten Tag in Thessaloniki das Feuer eröffnete. Der Zeitpunkt des Hinterhalts deutete auf eine detaillierte vorherige Absprache zwischen dem Häftling und der bewaffneten Gruppe außerhalb des Gefängnissystems hin. Die Komplizen hatten sich bereits vor Eintreffen des Transportfahrzeugs aus Nigrita auf dem Krankenhausparkplatz positioniert und gewartet und handelten sofort nach dem plötzlichen medizinischen Wunsch des Häftlings.
Regionale Fahndung und sichergestelltes Fahrzeug
Als Reaktion auf die Flucht rief die Griechische Polizei einen Notfallalarm aus und leitete eine groß angelegte Fahndung in Zentralmakedonien und den umliegenden Bezirken ein. Die Strafverfolgungsbehörden begannen, das Gebiet zu durchkämmen, Patrouillen einzusetzen und stationäre Kontrollpunkte entlang wichtiger Straßen und Verkehrskorridore einzurichten, um die Gruppe am Verlassen der Region zu hindern. Während der Durchsuchung entdeckten Ermittler einen verlassenen Pkw mit gefälschten Kennzeichen, von dem die Polizei annimmt, dass die Täter ihn bei ihrer ersten Flucht vom Krankenhaus benutzten. Die Suche nach dem Flüchtigen und den vier bewaffneten Komplizen ist weiterhin aktiv, während die Polizei die Beweise aus dem Fahrzeug und dem Krankenhausgelände auswertet.


