- Januar 2021Tod von Sifis Valyrakis im Meer vor Eretria
- 8.10.Das Gemischte Schwurgericht Athen spricht beide Männer mit 6 zu 1 Stimmen frei
- 19.10.Berufung der Staatsanwaltschaft beim Athener Berufungsgericht gegen den Freispruch wird bekannt
Die eingelegte Berufung
Die Staatsanwaltschaft beim Athener Berufungsgericht hat Berufung gegen den erstinstanzlichen Freispruch zweier Brüder, beide Fischer, im Fall um den Tod des früheren PASOK-Ministers Sifis Valyrakis eingelegt. Griechische Medien berichteten am 19. Oktober über den Schritt. Die Berufung richtet sich gegen ein Urteil, das das Duo vom Vorwurf des vorsätzlichen Totschlags als Mittäter freisprach. Berichten zufolge wird der Fall erneut vor dem Gemischten Schwurgericht Athen in der Berufungsinstanz verhandelt.
Das erstinstanzliche Urteil
Das Gemischte Schwurgericht Athen sprach die beiden Männer am 8. Oktober mit einer Mehrheit von 6 zu 1 frei. Die Richter und Schöffen hielten – mit Ausnahme des Vorsitzenden – dafür, dass die Angeklagten vom Vorwurf des vorsätzlichen Totschlags als Mittäter freizusprechen seien. Der Vorsitzende Richter war der einzige Abweichende und vertrat die Auffassung, sie hätten schuldig gesprochen werden müssen. Staatsanwalt Panagiotis Iliopoulos hatte in der Verhandlung einen Schuldspruch beantragt. Valyrakis starb im Januar 2021 im Meer vor Eretria.
Warum der Fall erneut vor Gericht kommt
Weil das Urteil nicht einstimmig erging, konnte die Staatsanwaltschaft Berufung einlegen. Vor der Einlegung hatten Anwälte, die die Familie vertreten und auf Seiten der Anklage auftreten, die Staatsanwaltschaft gebeten, den Fall in zweiter Instanz zu prüfen. Auch die Witwe von Valyrakis und weitere Angehörige hatten einen Antrag auf Berufung eingereicht. Die Staatsanwaltschaft prüfte daraufhin die Verfahrensakte und beschloss, die erstinstanzliche Entscheidung anzufechten.
Nächste Schritte
Der Fall geht nun an das Gemischte Schwurgericht Athen in der Berufungsinstanz, das ihn erneut verhandeln wird. Die Berichte nennen keinen Verhandlungstermin. Die beiden Männer, Brüder und Fischer, sehen sich erneut dem Vorwurf des vorsätzlichen Totschlags als Mittäter gegenüber.