
Angriff auf Berliner Pride-Parade fordert ein Todesopfer und 29 Verletzte; Merz verurteilt islamistischen Terror und gelobt, Tatverdächtigen zu fassen
Ein Van raste in eine Menschenmenge bei der Christopher-Street-Day-Parade in Berlin, tötete eine Frau und verletzte 29 Menschen. Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilte den islamistischen Anschlag und versprach eine entschlossene Fahndung.
Der Anschlag
Am Samstagabend, dem 25. Juli 2026, fuhr ein Van in eine Menschenmenge auf einem Weg im Berliner Tiergarten, nahe dem Brandenburger Tor und dem Potsdamer Platz. Das Gebiet grenzte an die Christopher-Street-Day-Parade, eine der größten LGBTQ+-Veranstaltungen Deutschlands. Eine Frau wurde getötet und 29 Menschen wurden verletzt, einige davon schwer. Der Fahrer floh vom Tatort, was einen großangelegten Polizeieinsatz auslöste.
Tatverdächtiger und Fahndung
Die Behörden identifizierten den Tatverdächtigen als den 21-jährigen Abdul B., beschrieben als Sympathisant des sogenannten Islamischen Staates. Er ist weiterhin auf der Flucht, obwohl unbestätigte lokale Medienberichte, zitiert von Reuters, andeuteten, er könnte erschossen oder getötet worden sein. Innenminister Alexander Dobrindt stufte den Vorfall offiziell als islamistischen Terroranschlag ein. Die Polizei führt eine Fahndung durch, und der Kanzler sagte, die Strafverfolgungsbehörden würden „entschlossen, aber auch besonnen“ handeln.
Merz' Rede beim Gedenkgottesdienst
Am Sonntagnachmittag sprach Bundeskanzler Friedrich Merz vor der St.-Marien-Kirche am Alexanderplatz vor einem ökumenischen Gedenkgottesdienst für die Opfer. Er dankte den Rettungskräften für das, was er als „vorbildliches schnelles Eingreifen“ bezeichnete, das wahrscheinlich noch schlimmere Folgen verhindert habe.
Diese Anschläge haben nur ein Ziel – unsere Gesellschaft zu spalten und ihr Offenheit und Freiheit zu nehmen.
Merz betonte, dass Extremisten keinen Platz in der deutschen Gesellschaft hätten und dass sich das Land nicht das „Gift des Terrorismus“ ausbreiten lassen werde. Er wandte sich direkt an die Teilnehmer des Christopher Street Day und forderte sie auf, sich nicht einschüchtern zu lassen.
Ich möchte den Teilnehmern des Christopher Street Day hier in Berlin, aber auch in ganz Deutschland sagen: Lasst euch nicht einschüchtern.
Reaktion der Regierung und nächste Schritte
Der Kanzler versprach, dass seine Regierung alles Mögliche tun werde, um den oder die Täter schnell zu fassen. Er sagte, man werde die Konsequenzen bedenken und mit Umsicht und Entschlossenheit Entscheidungen treffen. Merz betonte auch, dass die Verteidigung von Freiheit und Offenheit über parteipolitische Unterschiede hinweggehe.
Wir sind mehr, wir sind stärker, und wir stehen zusammen in unserem Land. Das ist das Wichtigste in einem so schwierigen Moment.
Er schloss mit dem Versprechen, den liberalen Charakter der deutschen Gesellschaft mit allen verfügbaren Mitteln zu verteidigen. Die Ermittlungen dauern an, und die Behörden haben den Status des Tatverdächtigen noch nicht bestätigt.
- Ein Van fährt in eine Menschenmenge im Tiergarten während der Christopher-Street-Day-Parade, tötet eine Frau und verletzt 29 Menschen.
- Bundeskanzler Merz spricht in der St.-Marien-Kirche, verurteilt den islamistischen Anschlag und gelobt, den Täter zu fassen.
- Der Tatverdächtige Abdul B., 21, ein IS-Sympathisant, ist weiterhin flüchtig; der Innenminister bezeichnet den Anschlag als islamistischen Terrorakt.
