
Füchse Berlin bezwingen SG BBM Bietigheim 32:31 und klettern auf Platz vier der Bundesliga
Die Füchse Berlin sicherten sich am Samstag mit dem 32:31 gegen die SG BBM Bietigheim ihren fünften Sieg in sechs Bundesliga-Spielen und überstanden nach einer Fünf-Tore-Führung ein spätes Comeback der Gastgeber.
Hart erkämpfter Ligasieg in Bietigheim
Die Füchse Berlin feierten am Samstag in der Handball-Bundesliga einen 32:31-Auswärtssieg bei der SG BBM Bietigheim. Das Ergebnis war Berlins fünfter Sieg im sechsten Ligaspiel dieser Saison und brachte den Klub auf den vierten Tabellenplatz der Bundesliga. Bietigheim war als Tabellensechzehnter in die Partie gegangen und zwang die Gäste bis in die letzten Sekunden. Für Berlin war die Begegnung der Abschluss eines intensiven Programms von fünf Pflichtspielen innerhalb von nur neun Tagen. Zu dieser fordernden Phase gehörten auch die jüngste Teilnahme und die Reisen bei der Klub-Weltmeisterschaft.
Berlin setzte auf eine produktive und ausgeglichene Offensive aus Rückraum und Außen. Matthes Langhoff war mit sieben Treffern der beste Werfer der Berliner. Tim Freihöfer, Mathias Gidsel und Tobias Gröndahl steuerten jeweils sechs Tore zum Sieg bei. Zusammen erzielten diese vier Spieler 25 der insgesamt 32 Berliner Tore und lieferten damit die nötige Durchschlagskraft für den knappen Auswärtssieg.
- Matthes Langhoff
- 7 Tore
- Tim Freihöfer
- 6 Tore
- Mathias Gidsel
- 6 Tore
- Tobias Gröndahl
- 6 Tore
Rückkehrer und erste Halbzeit
Die Partie markierte die Rückkehr zweier prominenter Spieler ins Berliner Aufgebot. Rückraumspieler Mathias Gidsel, amtierender Welthandballer des Jahres, stand wieder im Kader, nachdem er wegen einer Oberschenkelprellung zwei Spiele bei der Klub-Weltmeisterschaft verpasst hatte. Trotz Gidsels Rückkehr taten sich die Berliner zunächst schwer, gegen einen starken Bietigheimer Gegner ihren Offensivrhythmus zu finden. Die Gäste scheiterten immer wieder am Bietigheimer Torhüter Martin Tomovski, der in den Anfangsminuten mehrere Paraden zeigte.
In den ersten zwanzig Minuten blieb die Begegnung eng und ausgeglichen. Berlin führte den Großteil der frühen Spielphase, doch Bietigheim glich mehrfach aus. Mitte der ersten Halbzeit kam der deutsche Nationalspieler Nils Lichtlein ins Spiel und feierte damit sein Comeback nach 100 Tagen Verletzungspause. In den Schlussminuten der ersten Halbzeit übernahmen die Berliner die Kontrolle, setzten sich auf drei Tore ab und gingen mit einer 20:17-Führung in die Pause.
- Nils Lichtlein kommt ins Spiel und feiert damit sein Comeback nach 100 Tagen Verletzungspause
- Die Füchse Berlin gehen mit einer Drei-Tore-Führung und 20:17 in die Pause
- Berlin baut den Vorsprung auf fünf Tore zum 30:25 aus
- Berlin übersteht ein spätes Comeback Bietigheims und sichert sich den 32:31-Auswärtssieg
Vorsprung in der zweiten Halbzeit und späte Müdigkeit
Berlin nahm seinen Vorsprung mit in die zweite Halbzeit und blieb auch nach Wiederanpfiff in Führung. Die Gäste kontrollierten den Spielfluss und bauten ihren Vorsprung gegenüber dem Tabellensechzehnten nach und nach aus. Zwölf Minuten vor Schluss erhöhten die Berliner auf fünf Tore zum 30:25. Dieser Fünf-Tore-Vorsprung war die höchste Führung der Berliner in der gesamten Partie und brachte die Gäste vor der Schlussphase scheinbar in eine komfortable Position.
Die kumulierte Belastung aus fünf Spielen in neun Tagen wurde in den letzten zehn Minuten der Partie deutlich. Berlin wirkte in der Schlussphase sichtlich müde, was zu Abwehrfehlern und vergebenen Chancen im Angriff führte. Bietigheim nutzte die Müdigkeit der Gäste, startete ein beharrliches Comeback und schmolz den Berliner Vorsprung Stück für Stück ab. Berlin musste ein nervenaufreibendes Finale überstehen, als die Führung auf ein Tor schrumpfte, rettete den 32:31-Sieg aber über die Zeit.


